Kapitalumschlagshäufigkeit

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Die Kapitalumschlagshäufigkeit gibt an, wie oft das Kapital über die Umsatzerlöse zurückgeflossen ist. Je rascher der Umschlagsprozess vor sich geht, desto geringer ist der erforderliche Kapitaleinsatz, da in kürzeren Abständen immer wieder Kapital vom Markt zurückfließt. Bei hoher Kapitalumschlagshäufigkeit kann man deshalb mit einem verhältnismäßig niedrigen Kapitaleinsatz (bzw. Kapitalbedarf) zu einer entsprechend hohen Rendite und infolge des raschen Kapitalrückflusses zu einer günstigen Liquidität gelangen. Beispiele für Branchen mit hohem Kapitalumschlag sind der Einzelhandel oder der Bankensektor. Vergleichsweise geringen Kapitalumschlag weisen hingegen kapitalintensive Branchen wie Telekommunikation oder Transportwesen auf.

Zur Ermittlung der Kapitalumschlagshäufigkeit wird der Umsatz mit dem Eigen- oder Gesamtkapital in Beziehung gesetzt.

\mathrm{Kapitalumschlagsh \ddot a ufigkeit} = \frac{\text{Umsatz}}{\text{durchschnittliches Gesamtkapital}}

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Pawlas: Ermittlung und Aussageproblematik von Kapitalumschlagshäufigkeiten. Universität, Hamburg 1979 (Dissertation)