Karl-Heinz Köpcke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Karl-Heinz Köpcke (* 29. September 1922 in Hamburg; † 27. September 1991 ebenda) war ein deutscher Nachrichtensprecher.

Leben[Bearbeiten]

Köpcke wollte eine kaufmännische Ausbildung in seiner Heimatstadt Hamburg machen, als er 1941 zum Arbeitsdienst eingezogen wurde. Als Funker der Luftwaffe geriet Köpcke 1945 in französische Gefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wurde.

Danach ging er zu Radio Bremen und kam dann 1949 als Hörfunk-Sprecher nach Hamburg zum NWDR. Seine langjährige Präsenz am Bildschirm – er war Tagesschau-Sprecher vom 2. März 1959 bis 10. September 1987, seit 1964 Chefsprecher – und sein stets korrektes und seriöses Auftreten brachte ihm den Beinamen Mr. Tagesschau ein.

Köpcke war bei der Bevölkerung so präsent, dass es Zuschauerproteste gab, als er nach seinem Sommerurlaub 1974 mit einem Schnauzbart die Tagesschau moderierte. Er verdeckte damit eine Schramme, die er sich beim Tauchen zugezogen hatte.

Als 1978 die Tagesthemen eingeführt wurden, bei denen der Sprecher gegenüber dem Moderator in den Hintergrund rückte, protestierte er in der ersten Sendung durch demonstratives Rascheln mit Papier und durch Räuspern.

Im deutschsprachigen Raum setzte er Maßstäbe für das Auftreten und die Arbeitsweise von Nachrichtensprechern. Er starb vier Jahre nach seiner Pensionierung im Alter von 68 Jahren an Krebs, genau wie kurz zuvor seine Frau, die Rundfunkkollegin Gertie Kelkenberg, die er 1948 geheiratet hatte.

Seine Grabstätte befindet sich in Hamburg auf dem Ohlsdorfer Friedhof.[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Bei Einbruch der Dämmerung (Roman), Lübbe Bergisch Gladbach 1976, ISBN 3-404-00451-5.
  • Das Geheimnis der blauen Briefmarke (Jugendbuch), F. Schneider-Verlag, München, Wien 1978, ISBN 3-505-07844-1.
  • Das Karl-Heinz Köpcke-Buch (Biografie), Pro BUSINESS Verlag, Berlin, 10. September 2014 ISBN 978-3-86386-736-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. knerger.de: Das Grab von Karl-Heinz Köpcke