Klaus Tschütscher

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Klaus Tschütscher
Tschütscher erhält den Regierungsauftrag von Prinz Alois von Liechtenstein

Klaus Tschütscher (* 8. Juli 1967) ist ein liechtensteinischer Politiker (VU). Er war von 2009 bis 2013 Regierungschef in der Regierung des Fürstentums Liechtenstein.

Tschütscher ist Doktor der Rechtswissenschaften. Er ist verheiratet und wohnt mit seinen beiden Kindern aus erster Ehe in Ruggell.

Ausbildung und Werdegang[Bearbeiten]

Klaus Tschütscher besuchte das Gymnasium in Vaduz und studierte von 1987 bis 1993 Rechtswissenschaften an der Universität St. Gallen. Nach dem Studium, das er im Jahr 1996 noch mit der Erlangung der Doktorwürde abschloss, war er für zwei Jahre bis 1995 wissenschaftlicher Assistent an der Universität St. Gallen. Anschliessend kam er nach Liechtenstein zurück und wurde Leiter der Stabsstelle Rechtsdienst/Wirtschaftsfragen bei der Liechtensteinischen Steuerverwaltung. Bereits vier Monate später übernahm er zusätzlich die Funktion des Amtsvorstand-Stellvertreters der Steuerverwaltung. Von 1998 bis 2005 war Tschütscher ausserdem nebenberuflicher Dozent an der Hochschule Liechtenstein.

Als Leiter des Rechtsdienstes war Klaus Tschütscher Mitglied der liechtensteinischen Delegationen in den Verhandlungen mit der EU bezüglich der EU-Zinsenbesteuerung, in den Verhandlungen mit den USA über den Abschluss des Rechtshilfevertrages und in den Verhandlungen mit der OECD im Rahmen der Initiative «Harmful Tax Practices». Seit 2001 ist er Vorsitzender der ständigen Arbeitsgruppe «Internationale Entwicklungen des Steuerrechts». Von 2002 bis 2004 absolvierte Tschütscher ein berufsbegleitendes Master-of-Laws-Nachdiplomstudium «Internationales Wirtschaftsrecht» an der Universität Zürich.

Bei der Wahl zum Liechtensteinischen Landtag im März 2005 verlor die zuvor allein regierende Fortschrittliche Bürgerpartei die absolute Mehrheit im Liechtensteinischen Landtag, woraufhin Tschütscher in der neue Koalitionsregierung Regierungschef-Stellvertreter von Otmar Hasler wurde. Als solcher unterstanden ihm zunächst die Ressorts Justiz, Wirtschaft und Sport.

Im Jahr 2009 konnte die Vaterländische Union, der Tschütscher angehört, überraschend als stärkste Partei aus der Landtagswahl hervorgehen. Nach dem Rücktritt Haslers als Regierungschef übernahm Tschütscher dessen Amt und wurde am 25. März 2009 Regierungschef des Fürstentums Liechtenstein. In der neuen Regierung leitet er nun die Ressorts Präsidium, Finanzen sowie Familie und Chancengleichheit.

Bei der Landtagswahl in Liechtenstein 2013 stand Tschütscher nicht mehr zur Wahl und schied in der Folge am 27. März 2013 mit der Angelobung der neuen Regierung aus dieser aus.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Klaus Tschütscher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Offizieller Lebenslauf des Regierungschefs im Zuge des Webportals der Regierung des Fürstentums Liechtenstein.