Regierungschef

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Der Regierungschef ist der Leiter der Regierung eines Staates (z. B. National- oder Gliedstaat). Meist setzt er einen Großteil der politischen Richtungsentscheidungen um.

In allen präsidentiellen Regierungssystemen vereint der Staatspräsident die Funktionen des Staatsoberhauptes und des Regierungschefs. Beispiel ist der Präsident der USA.
In semipräsidentiellen Regierungssystemen ist die Macht oftmals zwischen einem Präsidenten und einem Ministerpräsidenten oder Premierminister geteilt. Ein klassisches Beispiel ist in Frankreich die starke Stellung des Staatspräsidenten der Fünften Republik.
In parlamentarischen Regierungssystemen sind die Funktionen des Staatsoberhaupts (Monarch, Staatspräsident) und des Regierungschefs (Ministerpräsident, Premierminister) oftmals geteilt. Beispielsweise steht in Großbritannien der Königin der Premierminister gegenüber, in Deutschland dem Bundespräsidenten der Bundeskanzler, ebenso in Österreich. In manchen Ländern wird auch die Funktion des Staatsoberhaupts vom parlamentarisch bestimmten Regierungschef ausgeübt. In einem derartigen System der an das Parlament gebundenen Exekutivgewalt fungiert diese Person ebenfalls als Staatschef. Ein Beispiel hierfür sind die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer (siehe Hauptartikel Ministerpräsident).

Die genauen innenpolitischen Befugnisse des Regierungschefs variieren in allen Regierungssystemen und sind in der Verfassung der jeweiligen Länder festgelegt. Im Bereich der internationalen Beziehungen ist der Regierungschef in der Regel vollumfänglich bevollmächtigter Vertreter seines Landes.

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