Knjas Potjomkin Tawritscheski
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| Bau und Dienstzeit | |
|---|---|
| Kiellegung: | 1898 |
| Werft: | Staatswerft Nikolajew |
| Stapellauf: | 1904 |
| Indienststellung: | 1904 |
| Außerdienststellung: | 1919 |
| Verbleib: | 1919 in Sevastopol versenkt 1922 verschrottet |
| Technische Daten | |
| Wasserverdrängung: | 12.582 ts |
| Länge: | über alles: 115,30 m |
| Breite: | 22,25 m |
| Tiefgang: | 8,20 m |
| Antrieb: |
|
| Höchstgeschwindigkeit: | 16 Knoten |
| Reichweite: | 1.750 sm bei 16 kn 3.400 sm bei 10 kn Fahrt |
| Besatzung: | 730 Mann |
| Bewaffnung: | 4x30,5cm L/40 16x15,2cm L/45 14x11-Pfünder 6x3-Pfünder 5xTorpedorohre Ø 38,1cm |
| Panzerung: | Material: Kruppstahl Gürtelpanzer: 127 - 228 mm Türme: 127 - 254 mm Batterie: 127 mm Kasematten: 152 mm Kommandostand: 228 mm |
Die Knjas Potjomkin Tawritscheski (dt.: „Fürst Potjomkin von Taurien“; russisch Князь Потёмкин Таврический, Knjaz’ Potёmkin Tavričeskij) war ein Linienschiff der Russischen Marine, das zur Schwarzmeerflotte gehörte. Es ist durch Sergei Eisensteins Film auch als „Panzerkreuzer Potemkin“ bekannt, was jedoch auf einem Übersetzungsfehler beruht.
Das Kriegsschiff wurde von der staatlichen Werft in Mykolajiw erbaut und 1904/1905 in Dienst gestellt. Das Schiff mit rund 730 Besatzungsmitgliedern, das unter anderem auch im Ersten Weltkrieg eingesetzt wurde, ist nach dem russischen Feldmarschall Grigori Alexandrowitsch Potjomkin, Fürst von Taurien (1739-1791) benannt. Es wurde von 1923 bis 1925 abgewrackt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Meuterei
Am 14. Junijul./ 27. Juni 1905greg., nach Beginn der Russischen Revolution, fand vor der Insel Tendra und später am Tag im Hafen Sewastopol auf diesem Schiff eine Meuterei statt. Diese richtete sich gegen die zaristischen Offiziere an Bord, namentlich gegen den Kommandanten, Kapitän Golikov (von den Matrosen „der Drache“ genannt). Des Weiteren war die Meuterei auch Teil des politischen Klassenkampfs. Nach Erschöpfung des Kohlenvorrats ergaben sich die Meuternden am 25. Junijul./ 8. Juli 1905greg. im Schwarzmeerhafen Constanţa den rumänischen Behörden und wurden interniert.
Die Meuterei ist das Thema des 1925 entstandenen Stummfilms Panzerkreuzer Potemkin von Sergei Eisenstein. Die Dreharbeiten fanden jedoch nicht auf dem Schiff statt, das zu diesem Zeitpunkt bereits abgewrackt war, sondern auf dem abgetakelten Barbettschiff Dvienadsat Apostolov (dt.: „Zwölf Apostel“), das 1925 als Depotschiff für Minen diente, sowie auf dem Kreuzer Komintern.[1] Die am Ende des Films stehende Konfrontation des Schiffes mit einem zarentreuen Geschwader ist eine Fiktion. Die 1905 im Schwarzen Meer befindlichen russischen Schiffe waren veraltet und hätten es nie ernstlich auf einen Kampf mit der Potjomkin ankommen lassen können.
Um die Erinnerung an die Meuterei zu tilgen, wurde das Schiff in Pantelimon umbenannt. Unter diesem Namen fuhr es bis April 1917 und nahm am Ersten Weltkrieg teil. Im April wurde es erneut in Potjomkin Tawritscheski und im Mai dann in Boretz za Svobodu (dt. „Kämpfer für die Freiheit“) umbenannt.
[Bearbeiten] Verbleib
Im Jahr 1918 fiel das Schiff in die Hände der Deutschen, wurde aber von der Weißen Armee zurückerobert. Im April 1919 wurde es in Sevastopol gesprengt, damit es nicht an die Bolschewiki zurückfiel. Nach dem Russischen Bürgerkrieg wurde das Wrack gehoben und aufgrund der großen Schäden nach 1922 abgewrackt.
[Bearbeiten] Weblinks
- Schiff
- Informationen von sevastopol.info (Englisch)
- Meuterei
- Artikel zur Meuterei in der Zeitschrift mare Nr. 7/1998 von Henning Sietz
- www.seemotive.de Illustrierte Informationen zur Meuterei von Bjoern Moritz (Private Website)
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Sergei Eisenstein: Über mich und meine Filme. Henschelverlag, Berlin 1975, S. 69 ff. und Bildunterschrift 7

