Potemkinsche Treppe
Die Potemkinsche Treppe (ukr. Потьомкінські східці / Потьомкінські сходи Potjomkinśki S’chidzi / Potjomkinśki S’chody, russ. Потёмкинская лестница Potjomkinskaja Lestniza) ist eine Freitreppe mit 192 Stufen in der ukrainischen Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Sie führt von der Innenstadt zum Hafen, wurde durch Sergei Eisensteins Film Panzerkreuzer Potemkin „die wahrscheinlich berühmteste Treppe der Welt“[1] und ist das Wahrzeichen der Stadt.
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Anlage [Bearbeiten]
Die 142 Meter lange Treppe wurde 1837 bis 1841 nach den Plänen des sardischen Architekten Francesco Boffo aus Triester Sandstein errichtet.[2] Der Bau kostete die gewaltige Summe von 800.000 Rubel.[3] Die Treppe überwindet die etwa 30 Meter Höhendifferenz zwischen dem Hafen und der auf einem Plateau gelegenen Stadt und besteht aus ursprünglich 200 Stufen, die von je einem großen Treppenabsatz zwischen jeweils 20 Stufen unterbrochen werden. Als der Hafen ausgebaut wurde,[4] errichtete man eine sechs Meter hohe Kaianlage vor der Treppe, um Schiffsladungen an- und abzutransportieren. Dabei wurden die untersten acht Stufen der Treppe zugeschüttet, sodass heute noch 192 Stufen und zehn Absätze vorhanden sind.[5] In den 1930er Jahren wurde die Treppe von Grund auf restauriert und dabei der korrodierte Sandstein durch Marmor vom Südlichen Bug ersetzt.[6]
Die Konstruktion ist auf perspektivische Wirkung angelegt:[7] Von oben sind nur die Treppenabsätze (und keine Stufen), von unten nur die Treppenstufen (und keine Absätze) zu sehen.[8] Indem die Treppe unten mit 21,7 Metern Breite viel weiter ist als oben (13,4 Meter), sieht sie – von oben betrachtet – auf der gesamten Länge gleich breit aus. Die Stadt wird so optisch an ihren Hafen und das Schwarze Meer herangezogen. Von unten wirkt die Treppe durch diesen perspektivischen Trick so, als sei sie wesentlich länger und als sei die städtische Kulisse am oberen Ende der Treppe viel gewaltiger. Diese kalkulierte Wahrnehmungsverzerrung unterstreicht neben dem Effekt, dass die Fluchtlinien der Treppeneinfassungen von unten betrachtet in einem Fluchtpunkt im Himmel enden und die sie am oberen Treppenrand rahmenden Gebäude des Primorski-Boulevards die Flucht ihrer seitlichen Weite aufnehmen, den Eindruck, direkt in den Himmel zu führen: „wie ein endlos aufsteigendes Meer von Stufen, die geringe Höhendistanz wird ins Unüberwindbare gesteigert, Odessa scheint im Himmel zu thronen.“[9]
Die Treppe dient auch dem Schutz des Steilhangs zwischen Stadtplateau und Hafenebene vor Erdrutschen. Als dem Hang bei Anlage der Uferböschung zwischen 1825 und 1835 Baumaterial entnommen wurde, geriet die Kante ins Rutschen. Deshalb wurde die Treppe auf 400 Baumpfähle gegründet und stabilisierte so das lose gewordene Material. Stützmauern zu beiden Seiten der Treppe sichern diesen verfestigten Untergrund; weitere Mauern stabilisieren den oberen Bereich des Hangs zwischen der Treppe und dem Woronzow-Palast, um den auf der Stadtebene anschließenden Primorski-Boulevard abzusichern. Auch ein Drainagesystem schützt seitdem den Hang vor Stürmen.[5]
Neben der Treppe überwindet seit 1902 eine Zahnradbahn die Höhendifferenz mechanisch in einer Minute und zehn Sekunden. Dieses Verkehrsmittel ist heute (Stand Oktober 2011) nach langer Pause wieder in Betrieb.
Symbolische Bedeutung [Bearbeiten]
Wahrzeichen der Stadt [Bearbeiten]
Die Treppe wurde innerhalb weniger Jahre zum wichtigsten visuellen Symbol der jungen Stadt. Für den Historiker Guido Hausmann waren die Eindrücke, die sich im 19. Jahrhundert von Odessa ausprägten, „ganz unterschiedlich“, je nachdem, ob man wie die meisten kleinen Leute auf dem beschwerlichen Landweg in die Stadt kam oder nicht: „Nur die Minderheit der besser Betuchten, deren Perzeption der Stadt aber in den Erinnerungen überwiegt und die das Bild der Stadt geprägt haben, kamen per Schiff im Hafen an. Nachdem sie die Quarantäneanlage im Hafen verlassen hatten, stiegen sie die berühmte Treppe hoch und kamen direkt ins Stadtzentrum …“.[10] Der Treppe hat sich dieser Status als prachtvolles Entrée bis heute erhalten,[11] als „der Bühnenaufgang für eine Stadt, der es beschieden war, Kulisse für ein grandioses Welttheater zu werden“ (Karl Schlögel).[12] Odessa wurde „die Stadt mit der Treppe“.[13]
Das spiegelt sich auch in Reiseberichten des 19. Jahrhunderts – wenn diese auch unterschiedlich ausfallen. So schrieb der englische Offizier William Jeese während der Bauzeit 1841 von einem „Treppenmonster“ (escalier monstre): „Es ist ein schlecht durchdachter Entwurf, wenn er denn zur Zierde gereichen soll; sein Nutzen ist mehr als zweifelhaft und seine Ausführung so mangelhaft, dass man schon auf den Verfall wartet.“[14] Ähnlich negativ war 1842 die Bewertung des französischen Besuchers Xavier Hommaire de Hell über die „gigantische Treppe“ (escalier gigantesque), die „ein gleichermaßen teures wie unnützes Spielzeug“ sei, „das niemals einen Zweck erfüllen wird außer nur für die Flaneure des Boulevards.“[15]
Positiver sah die Treppe der deutsche Reisende Karl Heinrich Koch; sie sei „von einer Schönheit, wie sie keine zweite Stadt der Welt aufzuweisen hat … geräuschvoll ist es hier, wo … Tausende von Menschen beschäftigt sind, die Verbindung zwischen dem Westen und Osten Europa’s herzustellen.“[16] 1869 zeigte sich auch Mark Twain begeistert: „eine riesige Flucht steinerner Stufen führte hinunter zum Hafen … Es ist eine prächtige Treppe, und von Weitem wirken die Menschen, die sich hinaufplagen, wie Insekten.“[17] Die amerikanische Lehrerin Mabel Sarah Emery urteilte 1901, wenn man die Treppe sehe, „fragt man sich nicht unwillkürlich, warum eine solche Idee nicht häufiger ausgeführt wird? Gerade die Einfachheit des Entwurfs gibt ihr einen monumentalen Charakter; die Wirkung ist sicherlich würdig und majestätisch.“[18]
Panzerkreuzer Potemkin [Bearbeiten]
International ist die Treppe seit 1925 aus Sergei Eisensteins Film Panzerkreuzer Potemkin[19] bekannt, in dem diese Treppe als Schauplatz für die blutige Niederschlagung eines Aufstands dient und ein Kinderwagen in der Schlüsselszene die Treppe hinunterrollt.[20] Eisenstein hat mit seinem Film der Meuterei auf dem Linienschiff „Fürst Potemkin von Taurien“ (russ. Knjas Potjomkin Tawritscheski) während der Russischen Revolution 1905 ein Denkmal gesetzt.[21] Dieses Schlachtschiff war benannt nach dem russischen Fürsten Grigori Alexandrowitsch Potjomkin (1739–1791), der maßgeblich die Besiedlung der Schwarzmeerregion vorangetrieben hatte. Die Szene war im ursprünglichen Drehplan noch nicht vorgesehen und wurde erst am Drehort entwickelt.[22] Auch wenn sich Meuterei und Aufruhr real nicht hauptsächlich auf der Treppe abgespielt hatten, nutzte Eisenstein, „ergriffen von den kinematographischen Möglichkeiten“[23] des Settings, den Ort so wirkungsvoll, dass der Aufstand selbst heute üblicherweise mit der Treppe in Verbindung gebracht wird. Eisenstein: „Es war in der Hauptsache nichts anderes als der ,Lauf‘ der Stufen, der diesen Plan entstehen ließ und durch seinen ,Aufschwung‘ die Phantasie der Regie zu einem neuen ,Flug‘ begeisterte. Und der panische ,Lauf‘ der Menschenmenge, die über die Stufen nach unten ,fliegt‘, ist, recht betrachtet, nur die materielle Verwirklichung dieser Empfindungen während der ersten Begegnung mit der Treppe selbst.“[24]
Lion Feuchtwanger verbalisierte die Treppenszene 1930 in seinem Roman Erfolg in einer Eisensteins visueller Methode ähnlichen schriftlichen Montagetechnik:
- „[A] Eine Treppe ist da. Eine riesige Treppe, sie hört nicht auf. Auf ihr, in unendlichem Zuge, trägt das Volk seine Sympathien zu den Meuterern.
- [B] Aber es trägt nicht lange; denn auf dieser Treppe sind sie, die andern. Eine Schwarmlinie Kosaken, die Treppe hinunter, Gewehr unterm Arm, langsam, bedrohlich, unausweichlich, sperrend die ganze Breite der Treppe. …
- [A] Und jetzt laufen sie nicht mehr auf der Treppe, jetzt stürzen sie, was ihre Beine und Lungen hergeben. …
- [A] Und immer gleichmäßig schreitet der Stiefel der Kosaken.
- [B] und immer mehr kollern, rollen hinunter.“[25]
Eisenstein selbst beschrieb kurz nach der Uraufführung des Films, dass es ihm bei diesem Setting vor allem darum ging, Emotionen im Kinozuschauer zu wecken: „Nehmen Sie die Szene, in der die Kosaken langsam und überlegt die Treppe von Odessa hinunterlaufen und in die Menschenmenge schießen. Indem wir bewusst Beine, Stufen, Blut, Menschen als Elemente kombinieren, erzeugen wir einen Eindruck. Welchen? Der Beobachter stellt sich nicht vor, er wäre 1905 am Anlegeplatz von Odessa anwesend. Aber indem die Schuhe der Soldaten vorwärtsdrücken, prallt er zurück. Er versucht aus der Schusslinie zu kommen. Als der Kinderwagen an der Mole umkippt, hält er sich an seinen Kinosessel fest. Er will nicht ins Wasser fallen.“[26] Einen solchen Eindruck schilderte Siegfried Kracauer in einer Filmbesprechung: „Die von Empörung, Schrecken und Hoffnung erfüllte Phantasie … erblickt die automatischen Bewegungen der Kosakenbeine und fliegt über die Gesichter der Menge, um an einem Kinderwagen haften zu bleiben. Ihr verschmilzt das Volk von Odessa und die große Hafentreppe zur unlöslichen Einheit“.[27] Eine Hommage an die Treppe und die Filmszene mit dem Kinderwagen findet sich in vielen weiteren Filmen, wie in Woody Allens Bananas, Brian De Palmas The Untouchables – Die Unbestechlichen oder Terry Gilliams Brazil, mittelbar auch in Filmkomödien wie Die nackte Kanone 33⅓.[28] Das Motiv hat sich so weit verselbständigt, dass es völlig entkontextualisiert auch in einer Bierwerbung auftaucht.[29]
Die Literaturwissenschaftlerin Anna Makolkin ist der Ansicht, dass erst Eisensteins ikonische Bearbeitung die Treppe zu dem „einzigartigen urbanen Zeichen“ (urban sign) Odessas gemacht habe.[30] Für die Dokumentarfilmerin und Journalistin Ulla Lachauer überlagert diese filmische Reverenz in westlichen Augen jede Vorstellung der eigentlichen Stadt: „Eine Kinolegende prägte das Bild Odessas, überwucherte schließlich den Horizont der realen Stadt, die aus dem Erfahrungsbereich des Westlers herausgefallen ist, bis zur Unkenntlichkeit.“[31]
Europas Rand [Bearbeiten]
Die Stufen dieser Treppe, einer „Ikone des 20. Jahrhunderts“,[32] dienten dem Historiker Dan Diner auch als imaginärer Standpunkt, von dem aus er seine universalhistorische Deutung des 20. Jahrhunderts von Europas Peripherie her schrieb: „Der Blick geht von der europäischen Grenze aus. Er schweift von der Ostsee über das Schwarze Meer hin zur Ägäis. Eine solche peripherale Perspektive könnte von einem virtuellen Erzähler eingenommen werden, der auf den Stufen der traditionsreichen Treppe von Odessa sitzt und nach Süden wie nach Westen schaut. … Der die Darstellung anleitende Blick von den Stufen in Odessa führt also über das Schwarze Meer, über Konstantinopel und Byzanz zu den Meerengen, nach Troja. Der Blick durchstreift den geschichtsträchtigen Raum von Nord nach Süd, von der Gegenwart in die Vergangenheit – ein Raum dicht aufeinander geschichteter Zeiten von außergewöhnlichem historischem Rang.“[33] Diners Perspektive steht laut Matthias Middell beispielhaft für die deutschen Historiker der ersten Jahre nach dem Zusammenbruch des Ostblocks, als „das Interesse an den exotischen Erfahrungen der in das institutionalisierte Europa Hineindringenden“ erkenntnisleitend gewesen sei.[34] Die englischsprachige Ausgabe des Buches von 2008 zeigt auf ihrem Titel ein altes Bild der Treppe.[35]
Bezeichnung [Bearbeiten]
Für die Treppe waren lange Zeit die verschiedensten Bezeichnungen gebräuchlich. Aus dem 19. Jahrhundert stammen die Namen Boulevard-Treppe (Bul'varnaja lestnica) und Richelieu-Treppe. Der erstgenannte Name weist auf den am oberen Rand anschließenden Primorski-Boulevard und das daran anschließende wohlhabende geschäftliche und gesellschaftliche Zentrum der Stadt hin, der zweite auf Armand Emmanuel du Plessis, duc de Richelieu, der ab 1803 für elf Jahre der erste Gouverneur von Odessa gewesen war und den kulturellen und wirtschaftlichen Aufstieg der Stadt betrieben hatte. Dieser Name für die Treppe lässt sich darauf zurückführen, dass sich das zu seinen Ehren 1826 errichtete Denkmal an dem Ort befindet, auf den die Treppe an ihrem oberen Ende zuläuft. 1955 wurde das Bauwerk zum 50. Jahrestag der Meuterei in Potemkinsche Treppe umbenannt. Heute ist diese Intention in Vergessenheit geraten, weshalb häufig angenommen wird, dass sie direkt nach Potjomkin benannt sei.
Literatur [Bearbeiten]
- Patricia Herlihy: Odessa. A History, 1794–1914. Harvard University Press, Cambridge, MA 1986, S. 140.
- Patricia Herlihy: Commerce and Architecture in Odessa. In: William Craft Brumfield, Boris V. Ananich, Yuri A. Petrov (Hrsg.): Commerce in Russian Urban Culture, 1861–1914. Woodrow Wilson Center Press, Washington, DC 2001, S. 180–194, besonders S. 184 f.
- Anna Makolkin: A History of Odessa. The Last Italian Black Sea Colony. Edwin Mellen Press, Lewiston, NY 2004.
- Charles King: Odessa. Genius and Death in a City of Dreams. W. W. Norton & Co., New York 2011.
Weblinks [Bearbeiten]
- Video des Films Panzerkreuzer Potemkin auf Youtube mit den berühmten Filmszenen (ab 47:12 – Odessaer Bürger jubeln von der Treppe aus den Aufständischen zu; ab 48:40 – Auftritt der Kosaken, die die Menschenmenge die Treppe hinuntertreiben; ab 53:29 – der Kinderwagen beginnt die Treppe hinunterzurollen)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Elfie Siegl: Odessa ist ukrainisch und wieder vielsprachig. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Magazin, 7. August 1998, Nr. 962, S. 14.
- ↑ Patricia Herlihy: Commerce and Architecture in Odessa. In: William Craft Brumfield, Boris V. Ananich, Yuri A. Petrov (Hrsg.): Commerce in Russian Urban Culture, 1861–1914. Woodrow Wilson Center Press, Washington, DC 2001, S. 180–194, hier S. 184. Die Angaben dazu sind widersprüchlich: Nach Patricia Herlihy: Odessa. A History, 1794–1914. Harvard University Press, Cambridge, MA 1986, S. 140, waren es zwei russische Ingenieure, A. I. Melnikov und Pot’e, die den Bau zumindest ausführten. Auf S. 338, Anm. 132 weist sie hin auf P. G. Sperandeo: Gli Italiani nel Mar Nero. La colonia di Odessa. In: Rivista d’Italia 9 (1906), Nr. 2, S. 325–342, hier S. 331, wonach die beiden italienischen Architekten Rossi und Torricelli die Treppe entworfen hätten. Bei Anthony L. H. Rhinelander: Prince Michael Vorontsov. Viceroy to the Tsar. McGill-Queens University Press, Montreal u. a. 1990, S. 119, heißt es, als Material sei Sandstein vom Stadtuntergrund selbst verwendet worden. Siehe Endnote 63, S. 242: Rhinelander belegt das mit einem Reiseführer, nämlich U.S.S.R. Nagel Travel Guide Series. McGraw-Hill, New York 1965, S. 616.
- ↑ Patricia Herlihy: Odessa. A History, 1794–1914. Harvard University Press, Cambridge, MA 1986, S. 140; P. G. Sperandeo: Gli Italiani nel Mar Nero. La colonia di Odessa. In: Rivista d’Italia 9 (1906), Nr. 2, S. 325–342, hier S. 331.
- ↑ Zu den verschiedenen Stufen des Ausbaus Travaux d’agrandissement du port d’Odessa. In: Nouvelles Annales de la Construction 32 (1886), Nr. 382, Sp. 145–151.
- ↑ a b E. A. Cherkez, O. V. Dragomyretska, Y. Gorokhovich: Landslide Protection of the Historical Heritage in Odessa (Ukraine). In: Landslides 3 (2006), Nr. 4, doi:10.1007/s10346-006-0058-8, S. 303–309, hier S. 304.
- ↑ Patricia Herlihy: Odessa. A History, 1794–1914. Harvard University Press, Cambridge, MA 1986, S. 140. Demnach wurde die Treppe nach und nach ausgebessert.
- ↑ Zu den Wirkungen der perspektivischen Verzerrung insgesamt Charles King: Odessa. Genius and Death in a City of Dreams. W. W. Norton & Co., New York 2011, S. 94 f.
- ↑ Siehe die Anmerkung zu diesem Bild des italienischen Fotografen Andrea Alborno; die Wirkung wird auch auf diesem Bild deutlich.
- ↑ Wolf Loebel: Bis an die Treppe Potemkins. Mit dem Auto nach Odessa – Erfahrungen mit der Sowjetunion und ihren Menschen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. April 1989, S. R5.
- ↑ Guido Hausmann: Universität und städtische Gesellschaft in Odessa, 1865–1917. Steiner, Stuttgart 1998, S. 51.
- ↑ Siehe die Abbildungen der Treppe auf den Titeln folgender Bücher: Nicholas V Iljine, Patricia Herlihy: Odessa Memories. University of Washington Press, Seattle 2003; Anna Makolkin: A History of Odessa. The Last Italian Black Sea Colony. Edwin Mellen Press, Lewiston, NY 2004; Charles King: Odessa. Genius and Death in a City of Dreams. W. W. Norton & Co., New York 2011.
- ↑ Karl Schlögel: Auf der Treppe von Odessa. Eine Stadt in der Zeit großer Erwartungen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 41 vom 17. Februar 2001, S. 11. Wiederabgedruckt als: Ach Odessa. Eine Stadt in der Zeit großer Erwartungen. In: ders.: Promenade in Jalta und andere Städtebilder. Carl Hanser, München, Wien 2001, S. 185–198, hier S. 185.
- ↑ Alexander Schmidt: Odessa, die Stadt mit der Treppe. Viele bedeutende Schriftsteller haben hier gelebt, doch den großen Ruhm brachte ein Film. In: Die Zeit vom 14. Oktober 1988.
- ↑ William Jeese: Notes of a Half-Pay in Search of Health. Or, Russia, Circassia, and the Crimea in 1839–40. 2 Bände, James Madden & Co.,London 1841, Band 1, S. 183. Im Original: „From the centre of the Boulevard, a staircase called the ,escalier monstre‘ descends to the beach. The contractor for this work was ruined. It is an ill-conceived design if intended for ornament; its utility is more than doubtful, and its execution so defective, that its fall is already anticipated.“
- ↑ Xavier Hommaire de Hell: Steppes de la mer Caspienne, le Caucase, la Crimée et la Russie méridionale. Voyage pittoresque, historique et scientifique. Band 1, P. Bertrand, Paris 1842, S. 23. Im Original: „On travaille depuis deux ou trois ans à construire un escalier gigantesque, qui, s’ouvrant sur le Boulevard, descendra par une pente très-douce jusqu’au bord de la mer. Cette construction, fantaisie aussi dispendieuse qu’inutile, a déjà absorbé des sommes énormes … mais de fortes lézardes sont déjà craindre la destruction prochaine de ce grand escalier, qui du reste ne servira jamais qu’aux seuls promeneurs du Boulervard.“
- ↑ Karl Heinrich Emil Koch: Die Krim und Odessa. Reise-Erinnerungen aus dem Tagebuche des Professor Dr. Karl Koch. Karl B. Lorck, Leipzig 1854, S. 173.
- ↑ Mark Twain: The Innocents Abroad. American Publishing Company, Hartford, CT 1869, S. 389. Im Original: „a vast flight of stone steps led down to the harbor – two hundred of them, fifty feet long, and a wide landing at the bottom of every twenty. It is a noble staircase, and from a distance the people toiling up it looked like insects.“
- ↑ Mabel Sarah Emery: Russia through the Stereoscope. A Journey across the Land of the Czar from Finland to the Black Sea. Underwood & Underwood, 1901, S. 210. Im Original: „Seeing it, don’t you involuntarily wonder why such an idea is not oftener carried out? The very simplicity of the design gives it a monumental character; the effect is certainly dignified and majestic.“
- ↑ Clyde Kelly Dunagan: Bronenosets Potemkin bei Filmreference.com mit weiterführenden Angaben.
- ↑ Christine Engel: Die Treppe von Odessa. Die Schlüsselszene in Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin. In: Gerhard Paul (Hrsg.): Das Jahrhundert der Bilder. Bd. 2: 1900 bis 1949. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2009, S. 316–323.
- ↑ Zur Rolle Odessas in der Revolution siehe Robert Weinberg: The Revolution of 1905 in Odessa. Blood on the Steps. Indiana University Press, Bloomington 1993.
- ↑ Sergei Eisenstein: Zwölf Apostel. In: ders.: Schriften 2: Panzerkreuzer Potemkin. Herausgegeben von Hans-Joachim Schlegel, Carl Hanser Verlag, München 1973, S. 91–109, hier S. 104: „[Die Szene] ist aus dem Augenblick, aus der zufälligen Begegnung entstanden“.
- ↑ D. J. Wenden: Battleship Potemkin — Film and Reality. In: K. R. M. Short (Hrsg.): Feature Films as History. University of Tennessee Press, Knoxville 1981, S. 37–61, hier S. 50: „Eisenstein was understandably captivated by the cinematic possibilities provided by the Odessa steps.“
- ↑ Sergei Eisenstein: Zwölf Apostel. In: ders.: Schriften 2: Panzerkreuzer Potemkin. Herausgegeben von Hans-Joachim Schlegel, Carl Hanser Verlag, München 1973, S. 91–109, hier S. 104.
- ↑ Zitiert nach: Irene Markus: Lion Feuchtwanger’s Erfolg. Film Technique and the Modern Historical Novel. Masterarbeit, McMaster University, Hamilton 1994, S. 46 f.
- ↑ Zitiert nach Charles King: Odessa. Genius and Death in a City of Dreams. W. W. Norton & Co., New York 2011, S. 195.
- ↑ Siegfried Kracauer: Die Jupiterlampen brennen weiter. Zur Frankfurter Aufführung des Potemkin-Films. In: Frankfurter Zeitung vom 16. Mai 1926, zitiert nach ders.: Kleine Schriften zum Film. Bd. 6.1: 1921–1927, hrsg. von Inka Mülder-Bach. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-58336-0, S. 234–237, hier S. 235.
- ↑ Vadim Rizov: „Suddenly…“. Seven Different Salutes to the Odessa Steps Scene bei Ifc.com.
- ↑ Oliver Näpel: ,Fremdheit‘ und ,Geschichte‘. Identität und Alterität durch Stereotypisierung des ,Anderen‘ und der ,Geschichte‘ von der antiken Vasenmalerei bis zum gegenwärtigen Comic und Film. In: Saskia Handro, Bernd Schönemann (Hrsg.): Visualität und Geschichte. Lit, Berlin 2011, S. 109–134, hier S. 128.
- ↑ Anna Makolkin: A History of Odessa. The Last Italian Black Sea Colony. Edwin Mellen Press, Lewiston, NY 2004, S. 93.
- ↑ Ulla Lachauer: Odessa – Farbe und Licht. Die helle Stadt am Schwarzen Meer verzaubert den Fremden. Wer durch ihre Straßen schlendert, ist verloren. Eine Liebeserklärung zum 200. Geburtstag. In: Die Zeit vom 12. August 1994.
- ↑ So urteilt Otto Karl Werckmeister: „Linke Ikonen“. Benjamin, Eisenstein, Picasso – Nach dem Fall des Kommunismus. Hanser Verlag, München 1997, S. 59–101. Siehe auch die Rezension von Andreas Platthaus: Die Treppe von Odessa wird geputzt. Nicht nur sauber, sondern rein: Otto Karl Werckmeister befreit die Kunst aus den Fängen der Ideologie. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. Mai 1998. Vgl. Karl Schlögel: „Die Potemkin-Treppe hat aufgehört, eine Ikone des 20. Jahrhunderts zu sein.“ Aus: ders.: Auf der Treppe von Odessa. Eine Stadt in der Zeit großer Erwartungen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 41 vom 17. Februar 2001, S. 11. Wiederabgedruckt als: Ach Odessa. Eine Stadt in der Zeit großer Erwartungen. In: ders.: Promenade in Jalta und andere Städtebilder. Carl Hanser, München, Wien 2001, S. 185–198, hier S. 198.
- ↑ Dan Diner: Das Jahrhundert verstehen. Eine universalhistorische Deutung. Luchterhand, München 1999, S. 13. Siehe auch die Rezension von Ernst-Otto Maetzke: Die große Treppe von Odessa. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 142 vom 23. Juni 1999, S. 10.
- ↑ Matthias Middell: Europäische Geschichte oder global history – master narratives oder Fragmentierung? Fragen an die Leittexte der Zukunft. In: Konrad H. Jarausch, Martin Sabrow (Hrsg.): Die historische Meistererzählung. Deutungslinien der deutschen Nationalgeschichte nach 1945. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-525-36266-8, S. 194–213, hier S. 215.
- ↑ Dan Diner: Cataclysms. A History of the Twentieth Century from Europe’s Edge. University of Wisconsin Press, Madison 2008.
46.49027777777830.741388888889Koordinaten: 46° 29′ 25″ N, 30° 44′ 29″ O