Constanța
| Constanța | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Rumänien | |||
| Historische Region: | Dobrudscha | |||
| Kreis: | Constanța | |||
| Koordinaten: | 44° 11′ N, 28° 39′ O44.18333333333328.6528Koordinaten: 44° 11′ 0″ N, 28° 39′ 0″ O | |||
| Zeitzone: | OEZ (UTC+2) | |||
| Höhe: | 28 m | |||
| Fläche: | 121,66 km² | |||
| Einwohner: | 302.171 (1. Januar 2009) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 2.484 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahl: | RO–900xxx | |||
| Telefonvorwahl: | (+40) 02 41 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | CT | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2012) | ||||
| Gemeindeart: | Munizipium | |||
| Oberbürgermeister: | Radu Ștefan Mazăre (USL) | |||
| Postanschrift: | Bulevardul Tomis, nr. 51 loc. Constanța, jud. Constanța, RO–900725 |
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| Webpräsenz: | ||||
Constanța [konˈstant͜sa] (deutsch Konstanza oder Konstanz, auch Constantza, türkisch Kustendji, Kustendja, Köstence, Köstendsche, im Altertum Tomis und in der Spätantike Constantiana) ist eine Hafenstadt in Rumänien am Schwarzen Meer. Mit 302.171 Einwohnern[1] ist sie die fünftgrößte Stadt des Landes und Sitz des gleichnamigen Kreises.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Constanța wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von Griechen aus der ionischen Mutterstadt Milet (in Kleinasien) als Tomoi (Τόμοι) gegründet, eine später römische Stadt (Tomi), in der auch der aus Rom verbannte Dichter Ovid lebte und starb. Zeitweise stand sie unter dakischer, skythischer und keltischer Herrschaft. Unter dem römischen Kaiser Konstantin I. wurde die Stadt zu Ehren seiner Schwester in Constantiana umbenannt und war eine wichtige Metropole. Später teilte die Stadt das Schicksal der römischen Balkanprovinzen.
Im Winter 597/598 diente die Stadt dem oströmischen Feldherrn Priskos als Winterlager, als ihn die Awaren überraschend angriffen und in der Stadt einschlossen. Die mehrmonatige Belagerung wurde erst beim Herannahen eines römischen Heeres unter dem Feldherren Komentiolos beendet (→ Balkanfeldzüge des Maurikios). 679 wurde Constanța von den Bulgaren in Besitz genommen und verblieb bis 1385 unter ihrer Herrschaft, welche jedoch zwischen 971 und 1186 durch die byzantinische Rückeroberung unterbrochen war. Nachdem die Stadt anschließend für einige Jahrzehnte zum Fürstentum Walachei gehört hatte, fiel sie 1420 an das Osmanische Reich. 1878 wurde Constanța im Rahmen des Berliner Kongresses als Teil der Norddobrudscha Rumänien zugeschlagen.
Bevölkerung [Bearbeiten]
Constanța ist neben Medgidia und Babadag das Zentrum der türkischen und tatarischen Minderheit Rumäniens sowie des Islam in Rumänien, der von der turko-tatarischen Minderheit geprägt wird. 6 % der Stadtbevölkerung ist muslimisch. Daneben gibt es auch eine kürzlich eingewanderte arabische Minderheit, die in Constanța eine Schule mit arabischer und englischer Unterrichtssprache betreibt. Die türkische weiterführende Schule ist in Medgidia.
1853 lebten erst 5.204 Menschen in der Stadt; darunter stellten die Tataren (36 %) und Griechen (30 %) die Mehrheit. Nur 5 % waren Rumänen.[2] In der Folge nahm die Einwohnerzahl stetig zu, gleichzeitig stieg der Anteil der Rumänen. 1930 lebten ca. 59.000 Menschen in der Stadt, darunter ca. 1.450 Deutsche.[3] In den späten 1950er Jahren wurde die Zahl von 100.000 Bewohnern erreicht. 1992 registrierte man mit 350.581 die maximale Einwohnerzahl, die seitdem wieder deutlich rückläufig ist. Bei der Volkszählung 2002 lebten in Constanța noch 310.471 Menschen, darunter etwa 286.000 Rumänen, je 9.000 Türken und Tartaren, 3.000 Roma, 900 Russen bzw. Lipowaner, 500 Griechen, je 400 Ungarn und Armenier und 200 Deutsche.[4]
Wirtschaft und Verkehr [Bearbeiten]
Hafen [Bearbeiten]
Unmittelbar südlich von Constanța befindet sich der neue Großhafen Agigea am Ausgang des Donau-Schwarzmeer-Kanales. Somit hat Constanța eine direkte Verbindung zur Donau und den mitteleuropäischen Hafenstädten. Der Main-Donau-Kanal ermöglicht zudem, dass die Schifffahrtsroute Constanța-Rotterdam einen ununterbrochenen Wasserweg zwischen dem Schwarzen Meer und der Nordsee darstellt. Zudem ist Rotterdam eine wichtige Partnerstadt von Constanța. Constanța ist bereits der größte Hafen am Schwarzen Meer und der Warenumschlag wächst um 8 Prozent pro Jahr.[5] Die Bedeutung der Stadt wird vor allem nach der geplanten Inbetriebnahme der Pan-European Oil Pipeline (PEOP) 2012 weiter steigen. Die Ölpipeline soll von Constanța nach Triest führen. Ziel des Projekts ist es, den Bosporus zu entlasten.
Verkehr [Bearbeiten]
Mit Bukarest besteht eine Autobahn- und Eisenbahnverbindung, zu Letzterer gehören neben dem Personenbahnhof Constanța als größte Bahnhöfe der Rangierbahnhof Palas und ein weiterer Rangierbahnhof für den Hafen. Ferner befinden sich dort die Badeorte Techirghiol, Mamaia, Eforie Nord, Eforie Sud und der internationale Flughafen Aeroportul Internațional Mihail Kogălniceanu.
Innerhalb der Stadt hatte bis 2008 bzw. 2010 ein aus Straßenbahn, Bus und O-Bus bestehendes Nahverkehrsnetz existiert, das von der RATC (Regia Autonomă de Transport Constanța) betrieben wird. Das Straßenbahn- und O-Bus-Netz wurde in den letzten Jahren jedoch zugunsten des Autobusnetzes reduziert und inzwischen eingestellt. So wurde fast das gesamte O-Bus-Netz (ausgenommen die Linien 48 und 48 b (Stand Juli 2006)) und die Straßenbahnlinie 100 (Gară - Sat de Vacanța; in der Nähe des Ortseingangs von Mamaia) durch Busse ersetzt. Die nicht mehr benutzten Fahrleitungen O-Bus und Straßenbahn wurden weitestgehend demontiert.
Die (erst 1984 in Betrieb genommene) Straßenbahn wurde im November 2008 vollkommen stillgelegt, im Dezember 2010 wurden die Oberleitungsbuslinien durch Autobusverkehr ersetzt. Nach 51 Jahren besitzt die Stadt damit keine elektrischen Nahverkehrsmittel mehr, sondern nur noch Autobusse, die als Markenzeichen überwiegend grell pink lackiert sind. Des Weiteren werden Überlandverbindungen in angrenzende Städte wie Năvodari durch Kleinbusse (ca. 20 Sitzplätze, sog. Minibus) der Grup Media Sud, die ohne festen Fahrplan verkehren, angeboten.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Aquarium und Delphinarium
- Byzantinische Basilika
- Carol-I.-Moschee
- Das Casino
- Griechische und römische Ruinen (Handelshaus mit römischem Fußbodenmosaik, Basiliken, kaiserliche Nekropolen)
- Leuchtturm aus dem 13. Jahrhundert
- Nationaltheater
- Oper
- Ovid-Denkmal vor dem Geschichts- und Archäologie-Museum
- Philharmonie
Bildergalerie [Bearbeiten]
Sport [Bearbeiten]
Der FC Viitorul Constanța spielt seit 2012 in der höchsten rumänischen Fußballliga. Führend im rumänischen Sport sind auch HCM Constanța im Handball und CVM Tomis Constanța im Volleyball.
Partnerstädte [Bearbeiten]
| Odessa | ||
| Perugia | ||
| Rotterdam | ||
| Sidon (Saida) | ||
| Santos | ||
| Shanghai | ||
| Sulmona | ||
| Thessaloniki | ||
| Trapani | ||
| Turku | ||
| Yokohama |
Geboren in Constanța [Bearbeiten]
- Nicholas Georgescu-Roegen (1906–1994), Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler
- Vintilă Cossini (1913–2000), Fußballspieler
- Dumitru Antonescu (* 1945), Fußballspieler
- Harry Tavitian (* 1952), Jazzmusiker
- Ovidiu Bădilă (1962–2001), Kontrabassist
- Sebastian Stan (* 1983), US-amerikanischer Schauspieler
- Ianis Zicu (* 1983), Fußballspieler
- Elena Pavel (* 1984), Fußballspielerin
- Alexandru Mățel (* 1989), Fußballspieler
- Alexandra Stan (* 1989), House-Sängerin
- Simona Halep (* 1991), Tennisspielerin
Klimatabelle [Bearbeiten]
| Constanța | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Constanța
Quelle: wetterkontor.de
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Literatur [Bearbeiten]
- Karl Georg Brandis: Constantiana. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band IV,1, Stuttgart 1900, Sp. 959–960.
Weblinks [Bearbeiten]
- Homepage der Stadt Constanța auf Rumänisch
- Homepage des Rathauses von Constanța (auf englisch); siehe auch 96 Bilder aus der Stadt
- Private Seite über Constanța
- Einige Bilder von Sehenswürdigkeiten in Constanța
- Detaillierte Landkarte von Constanța
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ citypopulation.de, Rumänien, Stand Januar 2009
- ↑ Robert Stănciugel, Liliana Monica Bălașa: Dobrogea în Secolele VII-XIX. Evoluție istorică, Bukarest, 2005. S. 202
- ↑ Karte der Volkszählung 1930, abgerufen am 5. August 2009
- ↑ Volkszählung 2002, abgerufen am 5. August 2009
- ↑ In diesen europäischen Ländern lohnen Investitionen
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