Kobarid

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Kobarid
Wappen von Kobarid Karte von Slowenien, Position von Kobarid hervorgehoben
Basisdaten
Staat: Slowenien
Historische Region: Küstenland (Primorska)
Statistische Region: Goriška (Region Gorica)
Koordinaten: 46° 18′ N, 13° 35′ O46.29638888888913.578611111111Koordinaten: 46° 17′ 47″ N, 13° 34′ 43″ O
Fläche: 192,7 km²
Einwohner: 4.395 (2008)
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km²
Postleitzahl: 5222
Struktur und Verwaltung
Bürgermeister: Robert Kavčič
Webpräsenz:

Kobarid (slowenisch; deutsch: Karfreit, italienisch: Caporetto) ist eine Gemeinde im oberen Sočatal (ital.: Isonzotal) in Slowenien. Der Ort Kobarid hat 1.240 Einwohner (2002) und liegt am Schnittpunkt zweier Täler auf 234 Meter ü. M. Gegen Westen erstreckt sich das Tal der Nadiža mit dem Talschluss von Breginj, und gegen Südosten, in Richtung Tolmin (dt: Tolmein), öffnet sich das Sočatal (Isonzo) (dt: Sontig), das gegen Norden, in Richtung Bovec, Vršičpass und Predilpass, von hohen Gipfeln der Julischen Alpen eingeengt wird.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Kobarid ist nicht nur die westlichste Gemeinde Sloweniens, der Ortsteil Robidišče ist auch die westlichste Siedlung des slawischen Siedlungsgebiets in Europa.

Der Ort Kobarid hat 1.240 Einwohner (2002) liegt am Schnittpunkt zweier Täler auf 234 Meter ü. M. Gegen Westen erstreckt sich das Tal der Nadiža mit dem Talschluss von Breginj, und gegen Südosten, in Richtung Tolmin (dt: Tolmein), öffnet sich das Sočatal (Isonzo) (dt: Sontig), das gegen Norden, in Richtung Bovec, Vršičpass und Predilpass, von hohen Gipfeln der Julischen Alpen eingeengt wird.

[Bearbeiten] Geschichte

Während der Spätantike befand sich auf dem Tonovcov grad oberhalb der Stadt eine wichtige Höhensiedlung. Bekannt ist Kobarid vor allem für die Schlacht von Karfreit im Ersten Weltkrieg. 1918 wurde der Ort von der italienischen Armee besetzt und kam durch den Vertrag von Saint-Germain 1920 ans Königreich Italien. Während des Zweiten Weltkriegs war Kobarid von September bis November 1943 unter der Kontrolle der Tito-Partisanen, ebenso wieder ab Mai 1945. Durch den Pariser Friedensvertrag 1946 kam Kobarid endgültig an Jugoslawien.

[Bearbeiten] Kultur

In Kobarid kristallisieren sich mediterrane und alpine Einflüsse gleichermaßen. So sieht man häufig auf den Balkonen Geranien und an der Straße Oleander in großen Kübeln. Typisch für die Gegend ist auch die Kirche friaulischen Stils. Das Kobarid-Museum und der Kriegslehrpfad erinnern an die Zeiten Kobarids im Ersten Weltkrieg.

[Bearbeiten] Tourismus

Die Gemeinde lebt heute vor allem vom Fremdenverkehr. Für Wanderer ist Kobarid der Ausgangspunkt für das Krn-Gebirgsmassiv. Wassersportler wissen hingegen das Wildwasser der Soča zu schätzen. Ebenso ist Kobarid zu einem beliebten Zentrum des Gleitschirmfliegens geworden.

[Bearbeiten] Literatur

  • Marko Simić: Auf den Spuren der Isonzofront, Mohorjeva Hermagoras, Klagenfurt-Laibach-Wien 2004; ISBN 3-85013-884-4

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Kobarid – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien


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