Konföderation

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Der Begriff Konföderation (lateinisch confœderatio, von foedus, -eris, ‚der Bund‘) bezieht sich auf einen vertraglichen Zusammenschluss selbständiger Einheiten, die nach außen hin gemeinsam auftreten, ihre Souveränität aber beibehalten. Er wird allgemein mit einem höheren Grad an Selbständigkeit der Teileinheiten konnotiert, als dies bei einer Föderation der Fall ist. Folglich ist der Begriff der Konföderation wesentlich von dem des Bundesstaates abzugrenzen, da diese sich ihre Zuständigkeiten nicht aus eigener Machtfülle zuteilen kann (Kompetenz-Kompetenz). Die Konföderation ist somit eher eine Dachorganisation mehrerer Staaten oder Institutionen.

Gleichwohl wird der Ausdruck „Konföderation“ mitunter aus traditionellen Gründen auch für den Bundesstaat verwendet, beispielsweise in der Schweiz.

Zusammenschluss von Staaten[Bearbeiten]

Bezogen auf die zwischenstaatliche Politik wird häufig der Begriff Staatenbund verwendet, der aber auch als Überbegriff für verschiedene Formen der Zusammenarbeit verwendet wird. Beispiele:

Einen Spezialfall bilden die Konföderierten Staaten von Amerika (1861–1865). Konföderation wurde zwar im Namen geführt, daraus ergab sich aber im Vergleich mit dem Bund der Nordstaaten, den Vereinigten Staaten, keine größere Autonomie für die Mitgliedsstaaten. Die Verfassung war ähnlich derer der Union.

Auch die Schweizer Eidgenossenschaft bezeichnet sich als Konföderation. Auf Latein lautet ihr Name daher Confœderatio Helvetica (Nationalitätszeichen CH). Die Verfassungsnorm entspricht aber der eines Bundesstaates (Föderation).

Nicht als Konföderationen betrachtet werden Monarchien, die durch Personalunion verbunden sind.

Zusammenschluss von Fraktionen[Bearbeiten]

In Polen-Litauen (1569–1795) bezeichnete eine Konföderation eine Allianz von Adligen, meist zum Zwecke eines Aufstands gegen den Herrscher.

Beispiele in anderen Bereichen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]