Kornwerderzand

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Kornwerderzand
Gewässer
Geographische Lage 53° 4′ N, 5° 20′ O53.0730555555565.3333333333333Koordinaten: 53° 4′ N, 5° 20′ O
Kornwerderzand (Niederlande)
Kornwerderzand
Einwohner 26 (2004)
Lage von Kornwerderzand in den Niederlanden
Lage von Kornwerderzand in den Niederlanden

Kornwerderzand ist vom Ursprung her der Name einer „Arbeitsinsel“, die künstlich angelegt wurde, bevor in den Niederlanden der Abschlussdeich zwischen der damaligen Zuiderzee und der Nordsee ab 1927 gebaut und 1932 fertiggestellt wurde.

[Bearbeiten] Geschichte

Heute, angebunden an das friesische Festland, befinden sich dort zusammen mit 26 Einwohnern (Stand: 2004) Schleusen (Lorentzsluizen), die das jetzige IJsselmeer mit der Nordsee verbinden, eine Spülschleuse und umfangreiche Festungsanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg (Teil der Festung Holland), bestehend aus 17 Kasematten und drei Bunkern.

Der vergebene Name bei der Aufschüttung der Insel lehnte sich an das am friesischen Ufer des heutigen IJsselmeeres auch jetzt noch bestehende Dorf Kornwerd.

1931 wurde mit dem Bau der Kasematten begonnen, die im April 1934 bezogen werden konnten. 1939 wurden die Stellungen in Kornwerderzand mit 220 niederländischen Soldaten besetzt. Am 10. Mai 1940 drangen die Deutschen in die Niederlande ein. Am 13. Mai 1940 konnten die Niederländer den Angriff der Deutschen auf die Stellungen bei Kornwerderzand erfolgreich abwehren. Die Deutschen bezeichneten daraufhin den Abschlussdeich als „Totendamm“. Nach dem Bombenangriff auf Rotterdam kapitulierten die Niederländer und übergaben die Kasematten in Kornwerderzand am 14. Mai 1940 an die Wehrmacht. 1943 bauten die deutschen Besatzer drei weitere Bunker (Bunker 18, 19 und 20).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Kasematten nicht mehr benötigt und zunächst dem Verfall preisgegeben. Mit Hilfe einer Stiftung und dem Einsatz ehrenamtlicher Helfer konnten die Festungsanlagen Ende des 20. Jahrhundert in Teilen in den Ursprungszustand versetzt werden.

Heute sind sechs Kasematten und einer der Bunker für Besucher zugänglich. Zu besichtigen sind die Aggregat-Kasematte, die Küchen-Kasematte XIV, die Kommando-Kasematte IV, die Mitrailleur-Kasematte V, die Kanonenkasematte VI, die Scheinwerferkasematte VII und der deutsche Bunker 18.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

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