Kreis (China)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Administrative Gliederung
der Volksrepublik China

National Emblem of the People's Republic of China.svg
Provinzebene
Provinzen
Autonome Gebiete
Regierungsunmittelbare Städte
Sonderverwaltungszonen
Bezirksebene
Unterprovinzstädte
Bezirksfreie Städte
Autonome Bezirke
Regierungsbezirke
Bünde/Ligen
Kreisebene
Stadtbezirke
Kreisfreie Städte
Kreise
Banner
Autonome Kreise
Autonome Banner
Sondergebiete
Gemeindeebene
Straßenviertel
Großgemeinden
Gemeinden
Sum
Nationalitätengemeinden
Nationalitäten-Sum
Amtsgebietsstellen
Dorfebene
Einwohnergemeinschaften
Dörfer
Gaqaa

Kreise (chinesisch  / Pinyin Xiàn) sind in China Verwaltungseinheiten auf unterer Ebene, der Kreisebene, vergleichbar mit einem Landkreis oder County in anderen Staaten. Gegenwärtig gibt es 1442 Kreise (Stand 31. Dezember 2013) in der Volksrepublik China. In der Provinz Taiwan bzw. Republik China gibt es 14 Landkreise und fünf Stadtkreise bzw. kreisfreie Städte. Hauptorte und damit Sitz der Kreisverwaltungen sind in der Regel Großgemeinden (in seltenen Fällen Gemeinden), die häufig bereits stark urbanen Charakter haben.

Hintergründe[Bearbeiten]

Die Zahl der Kreise auf dem Festland der Volksrepublik China sollte in Zukunft weiter schrumpfen, da hin und wieder Kreise in kreisfreie Städten oder in Stadtbezirke umgewandelt werden. Kreise unterstehen in der Regel der Bezirksebene. In den regierungsunmittelbaren Städten Beijing, Tianjin, Shanghai und Chongqing sowie in der Provinz Hainan unterstehen sie hingegen direkt der Provinzebene, die hier darauf verzichtet hat, eine Bezirksebene überhaupt zu installieren bzw. die Bezirksebene auf Kreise auszudehnen (Hainan).

Kriterium für die Umwandlung von Kreisen in kreisfreie Städte oder in Stadtbezirke ist im ersten Fall der Grad der Verstädterung in Kombination mit einer gewissen Entfernung vom Zentrum einer bezirksfreien Stadt, im zweiten Fall die tatsächliche oder erwartete Entwicklung einer Verschmelzung des urbanen Zentrums des aufzulösenden Kreises mit dem/den zentralen Stadtbezirk/en einer bezirksfreien Stadt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sebastian Heilmann: Politisches System, 3. Volksrepublik. In: Stefan Friedrich, Hans-Wilm Schütte, Brunhild Staiger (Hrsg.) Das große China-Lexikon. Geschichte, Geographie, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft, Kultur. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003, ISBN 3-534-14988-2, S. 575–578.
  • Erling von Mende, Heike Holbig: Lokalverwaltung. In: Stefan Friedrich, Hans-Wilm Schütte, Brunhild Staiger (Hrsg.) Das große China-Lexikon. Geschichte, Geographie, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft, Kultur. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003, ISBN 3-534-14988-2, S. 456–458.
  • Meyers Atlas China. Auf dem Weg zur Weltmacht. Bibliographisches Institut AG, Mannheim 2010, ISBN 978-3-411-08281-0, S. 92–93.
  • Yin Zhongqing (尹中卿): Das politische System im heutigen China. China Intercontinental Press, Beijing 2004, ISBN 7-5085-0470-4.