Kurisches Haff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kurisches Haff (Litauen)
Kurisches Haff
Kurisches Haff

Das Kurische Haff (nehrungskurisch Kurse mare, litauisch Kuršių marios, russisch Куршский залив, Kurschski saliw) ist ein Teil der Ostsee, der zu Litauen und Russland (Oblast Kaliningrad) gehört. In das Kurische Haff münden die Mündungsarme der Memel, hiervon Atmata und Skirvytė bei dem Ort Rusnė. Von der offenen See wird das Haff durch die Kurische Nehrung abgetrennt. Am nördlichen Ende dieser Nehrung befindet sich ein Durchlass, das Memeler Tief, an dem sich die litauische Seehafenstadt Klaipėda (Memel) befindet.

Geographie[Bearbeiten]

Das Kurische Haff wird durch die Kurische Nehrung, eine ca. 98 km lange und bis zu 3,8 km breite Halbinsel, begrenzt. Die Gesamtfläche des Haffs beträgt 1584 km², davon gehören 415 km² zu Litauen, der Rest zu Russland. Die größte Tiefe beträgt lediglich 5,8 m, die Durchschnittstiefe 3,8 m. Der Salzgehalt erreicht maximal 8 ‰.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kurische Haff und die Kurische Nehrung gehörten zu Ostpreußen und damit zum Deutschen Reich. Das Gebiet wurde im Zweiten Weltkrieg durch die Sowjetunion erobert und bereits mehrere Monate vor der Potsdamer Konferenz durch eine Verfassungsnovelle in ihr Staatsgebiet integriert. Der südliche Teil ist der Oblast Kaliningrad (Russland) zugeordnet, der nördliche gehört zu Litauen.

Bilder vom Kurischen Haff[Bearbeiten]

55.12277777777821.010555555556Koordinaten: 55° 7′ 22″ N, 21° 0′ 38″ O