László Paál

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
László Paál

László Paál (* 30. Juli 1846 in Sameschdorf, Siebenbürgen; † 4. März 1879 in Charenton-le-Pont, Frankreich) war ein ungarischer Landschaftsmaler und Impressionist.

Leben[Bearbeiten]

László Paál studierte von 1864 an Kunst an der Wiener Akademie der bildenden Künste und wurde dort ab 1866 Schüler des deutschen Malers Albert Zimmermann. 1869 stellte er erstmals einige seiner Werke in einer größeren Ausstellung in München aus und lernte hier erstmals Maler der französischen Barbizon-Schule kennen. Gemeinsam mit Eugen Jettel reiste er 1870 auf eine Studienreise in die Niederlande und ging im gleichen Jahr auf Empfehlung von Mihály Munkácsy an die Kunstakademie nach Düsseldorf. Im folgenden Jahr reiste Paál auf Einladung des Kunsthändlers Forbes nach London, wo er unter anderen die Bilder von John Constable kennenlernte.

Ab 1873 lebte Paál selbst in der Künstlerkolonie Barbizon und war danach regelmäßiger Teilnehmer im Pariser Salon und erhielt 1873 für das Gemälde Sonnenuntergang auf der Weltausstellung in Wien und 1878 für Weg im Wald von Fontainebleau auf der Weltausstellung in Paris jeweils eine Auszeichnungsmedaille. 1874 war er als Mitglied des Düsseldorfer Künstlervereins Malkasten verzeichnet. Er starb bereits 1879 und hinterließ ein Gesamtwerk von 65 Gemälden, sein Nachlass wurde 1880 in Paris versteigert.

Malerei[Bearbeiten]

Weg im Wald von Fontainebleau, 1876

László Paál wurde vor allem aufgrund seiner realistischen Landschaftsmalereien bekannt, die unter anderem die Kunst von Malern wie seinem Lehrer Mihály Munkácsy, Max Liebermann und Carl Fredrik Hill stark beeinflussten. Vor allem nach 1870 wurde seine Malerei impressionalistischer mit deutlich breitem Pinselstrich. Heute gilt Paál trotz seiner wenigen Bilder als einer der wichtigsten und einflussreichsten Landschaftsmaler Ungarns.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: László Paál – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien