La Sénia

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Gemeinde La Sénia
Wappen Karte von Spanien
Wappen von La Sénia
La Sénia (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Katalonien
Provinz: Tarragona
Comarca: Montsià
Koordinaten 40° 38′ N, 0° 17′ O40.6366666666670.2825269Koordinaten: 40° 38′ N, 0° 17′ O
Höhe: 269 msnm
Fläche: 108,41 km²
Einwohner: 5.987 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 55,23 Einw./km²
Gemeindenummer (INE): 43044 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Amtssprache: Kastilisch, Katalanisch
Bürgermeister: Víctor Pla Cervera
Daten der Generalitat: MuniCat
Sitze im Gemeinderat: Kommunalwahl 2011
Webpräsenz der Gemeinde

La Sénia (span. La Cenia) ist eine Gemeinde im Süden Kataloniens, Spanien.

La Sénia ist die südlichwestlichste Gemeinde der Comarca (Kreis) Montsià, sowohl der Provinz Tarragona als auch ganz Kataloniens.

Die Einwohnerzahl betrug 5987 am 1. Januar 2013. Die Landwirtschaft, insbesondere Oliven, Wein- und Getreideanbau. In den 1930er startete der sekundäre Sektor in Form der Produktion von Pinseln. Heute prägen insbes. eine Reihe von Möbelfirmen das der Gemeinde, deren erste Vertreter aus den ersten Jahren nach dem Ende des Bürgerkriegs stammten.

Ortschaften in der Gemeinde La Sénia[Bearbeiten]

La Sénia, Blick aus Süden, 2008
  • La Sénia: 6.148 Einwohner
  • Els Plans: 31 Einwohner

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In den Bergen oberhalb der Gemeinde gibt es den Stausee Ulldecona, oberhalb dessen sich das Kloster Benifassà befindet.

Camp d'Aviació de la Sénia[Bearbeiten]

Zweidimensionales maßstabsgerechtes Modell einer Bf-109 am Museum, 2010

Am Dorfrand selbst befand sich während des Bürgerkrieges ein Feldflugplatz. Dieser wurde zu Beginn der Auseinandersetzungen durch die Luftstreitkräfte der Republik Spanien gebaut und verfügte über drei Pisten. Er wurde nach Indienststellung sowohl von den republikanischen Streitkräften als auch den sie unterstützenden Luftstreitkräften der Roten Armee benutzt. Nach Durchbruch der nationalen Truppen ans Mittelmeer im Frühjahr 1938 lag La Cenia im von Franco kontrolliertem Gebiet des Landes. Der Platz wurde umgehend durch die Nationalspanier und die deutsche Legion Condor genutzt. Im Sommer 1938 war er der Haupteinsatzplatz der Angehörigen der Luftwaffe während der Schlacht um den Ebrobogen. Hier lagen die Jagdgruppe 88 (J/88) mit drei Staffeln Bf-109 und einer Staffel Ju-87 und Teile der Flakabteilung 88 (F/88). Ein mit He-45 ausgerüsteter Schwarm der Aufklärungsgruppe 88 (A/88) lag hier ebenfalls zwischen Mai und November 1938. Einer der später bekannt gewordenen Teilnehmer dieser letzten größeren Auseinandersetzung des Krieges war auf deutscher Seite der erfolgreichste Jagdflieger der Legion Condor, Werner Mölders. Ausweichpisten befanden sich in Alcala de Chivert/Alcalà de Xivert und Cati.

Im alten Rathaus der Gemeinde gab es zunächst ein kleines provisorisches Museum bis dies am 20. August 2011 an seinen endgültigen Standort, dem renovierten ehemaligen Flugplatz-Kommandogebäude umzog. Diplomaten Russlands und Kasachstans als Nachfolgestaaten der Sowjetunion waren bei der feierlichen Eröffnung zugegen, deutsche Diplomaten nahmen an der Veranstaltung nicht teil.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heribert García i Esteller: L'Aeròdrom de la Sénia (in spanischer und katalanischer Sprache), CEIBM y Patronat del Camp d'Aviació de la Sénia, 2008; ISBN 978-84-612-7666-0
  • Heribert García i Esteller: La Legión Cóndor en el Aeródromo de La Cenia (in spanischer Sprache), Galland Books 2010; ISBN 978-84-937501-9-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: La Sénia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).