Landeskrankenhaus Düsseldorf

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Das LVR-Klinikum Düsseldorf – Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf an der Bergischen Landstraße 2 in Düsseldorf-Ludenberg ist ein denkmalgeschützter Bau.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Lageplan

Die Gebäude wurden von 1876 bis 1882 für die Provinzial-Heil- und Pflegeanstalten (PHP) erbaut. Ihr erster Leiter war Carl Pelman (1838–1916). Für die seinerzeit als „Irrenanstalten“ bezeichneten Einrichtungen wurde üblicherweise ein System der geschlossenen Anstalt, mit vergitterten Fenstern und durch Mauern eingeschlossene Höfe gepflegt. In Düsseldorf wurde jedoch ein anderes, neues System versucht – „es ist das ‚Offentürsystem‘ zur Anwendung gebracht, das auf einem größeren landwirtschaftlichen Anwesen eine mit allen neueren Einrichtungen eines Krankenhauses versehene Zentralanstalt mit freien kolonialen Abteilungen vereinigt, die Beschäftigung der Kranken im landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betriebe als Heilfaktor ausgiebig angewendet, auf jedwede Vergitterung der Fenster sowie Ummauerung der Gärten und Höfe verzichtet, und den in den freien Abteilungen untergebrachten Kranken eine möglichst geringe Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit gewährleistet.[2]

Später war die Rheinische Landesklinik dort untergebracht, heute wird das Gebäude von der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Landschaftsverbandes Rheinland genutzt.[3]

Die Gebäude werden oft fälschlicherweise in Düsseldorf-Grafenberg vermutet; tatsächlich befinden sie sich aber im benachbarten Ludenberg.[4] Im Düsseldorfer Volksmund sagt man „Du gehörst nach Grafenberg“, wenn man jemanden für verrückt erklärt.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag in der Denkmalliste der Landeshauptstadt Düsseldorf beim Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege
  2. Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 258–260.
  3. Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie auf der Internetseite der Rheinischen Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  4. Grafenberg: Kleiner Stadtteil, großer Name | RP ONLINE
  5. Bernhard Josef Neumann: Dah, Jetz ham mer den Kriech. S. 342 Online

51.241676.84516Koordinaten: 51° 14′ 30″ N, 6° 50′ 43″ O