Landesvertretung Hessen (Bonn)

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Ehemaliges Gebäude der hessischen Landesvertretung (2013)
Doppelvilla Kurt-Schumacher-Straße 4/6 (2013)

Die Hessische Landesvertretung hatte von 1949 bis 2000 ihren Sitz im Bonner Parlaments- und Regierungsviertel. Die ehemaligen Gebäude der Landesvertretung befinden sich im Ortsteil Gronau an der Kurt-Schumacher-Straße (Hausnummern 4–8) im Zentrum des Bundesviertels gegenüber dem Schürmann-Bau.

Geschichte[Bearbeiten]

1949 ging die heutige Villa Kurt-Schumacher-Straße 8 nach einem Zwischenankauf durch Nordrhein-Westfalen und der Ausquartierung hier vom Wohnungsamt eingewiesener Mieter[1] ins Eigentum des Landes Hessen über, dessen Landesvertretung nun vom Länderrat der Bizone in Frankfurt am Main zum Regierungssitz der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland umzuziehen hatte. Aufgrund von Verzögerungen bei der Räumung des Gebäudes richtete Hessen die Büros seiner Landesvertretung mit zu Beginn 15 Mitarbeitern jedoch in Mietobjekten im Norden des Ortsteils Kessenich (Scharnhorststraße 12/14, heute Aloys-Schulte-Straße) ein und nutzte die Liegenschaft in der Gronau fortan nur als Gästehaus und für repräsentative Anlässe.[2] 1979/1980 ließ Hessen die Villa umbauen und um einen Anbau ergänzen, der als Gästehaus mit einem großen Veranstaltungsraum und einer „Hessenstube“ diente.[3] 1982/83 verlegte das Land Hessen seine Büroräume in die benachbarte Doppelvilla Kurt-Schumacher-Straße 4/6.

Im Zuge der Verlegung des Parlaments- und Regierungssitzes (1999/2000) zog die hessische Landesvertretung mit zuletzt 35 Mitarbeitern[4] im Herbst 2000 nach Berlin um. Das bisherige Bürogebäude wurde im Oktober 2000, das bisherige Gästehaus im November 2000 verkauft. Letzteres nahm zeitweise (Stand: 2004) Büros der gegenüberliegenden Deutschen Welle sowie die Bibliothek des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern auf.[3] Die ehemaligen Bonner Gebäude der Landesvertretung, zwei geschützte Baudenkmäler, werden derzeit von privaten Unternehmen genutzt.[5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kerstin Wittmann-Englert, René Hartmann (Hrsg.): Bauten der Länder. Die Landesvertretungen in Bonn, Berlin und Brüssel, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu 2013, S. 34–35. ISBN 978-3-89870-796-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landesvertretung Hessen (Bonn) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadt Bonn, Stadtarchiv (Hrsg.); Helmut Vogt: „Der Herr Minister wohnt in einem Dienstwagen auf Gleis 4“. Die Anfänge des Bundes in Bonn 1949/50, Bonn 1999, ISBN 3-922832-21-0, S. 56.
  2. Landesvertretungen: Hessen – Hessenfest hatte legendären Ruf, General-Anzeiger, 12. September 2011
  3. a b Die Hesse komme – Und dann gingen sie doch, General-Anzeiger, 11. Juni 2004
  4. Verkaufen, vermieten, verwerten: Abschied der Länder, General-Anzeiger, 9. Februar 1998, Stadtausgabe Bonn, Seite 3
  5. Denkmalliste der Stadt Bonn, S. 36, Nummern A 543 und A 3751

50.7174987.127644Koordinaten: 50° 43′ 3″ N, 7° 7′ 40″ O