Langula

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51.14972222222210.416666666667236Koordinaten: 51° 8′ 59″ N, 10° 25′ 0″ O

Langula
Landgemeinde Vogtei
Wappen von Langula
Höhe: 236 m ü. NN
Fläche: 15,16 km²
Einwohner: 1037 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2012
Postleitzahl: 99986
Vorwahl: 03601
Langula (Thüringen)
Langula

Lage von Langula in Thüringen

St. Georgs-Kirche in Langula

St. Georgs-Kirche in Langula

Langula ist ein Ortsteil der Landgemeinde Vogtei im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen.

Geografie[Bearbeiten]

Die Ortslage von Langula liegt am Westrand des Thüringer Beckens, ca. 7 km von Mühlhausen/Thüringen entfernt und ca. 20 km nordwestlich von Bad Langensalza in einer Höhenlage von etwa 240 m (Kirche). Die Gemarkung schließt im Westen jedoch große Waldgebiete des Hainich mit ein. Mit einer Gipfelhöhe von 468,3 m ü. HN ist der Winterstein am Hainich-Rennstieg daher die höchste Erhebung Langulas. Der Ort befindet sich unweit des Mittelpunktes von Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 10. Juli 1278 wird die Gemeinde erstmals urkundlich erwähnt. Sie gehörte zur Vogtei Dorla. Seit 1643 war der Ort bekannt auf dem Gebiet der Kirchenmusikpflege. Mit dem damaligen Kantor Adam Jakob Schröter nahm Johann Sebastian Bach im Jahre 1707 nähere Beziehungen auf und traf sich mit ihm mehrmals in der alten Schule am Anger. Von 1911 bis 1969 führte mit der Vogteier Bimmel eine 31,79 km lange Bahnstrecke von Mühlhausen nach Treffurt durch das Langulaer Tal im Westen Langulas[1]. Die Bahntrasse ist bis heute erhalten. Auf ihr verläuft ein Abschnitt des für den Tourismus der Region bedeutsamen Unstrut-Werra-Radweges. Die Gemeinde Langula schloss sich am 31. Dezember 2012 mit weiteren Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Vogtei zur neuen Gemeinde Vogtei zusammen.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der letzte ehrenamtliche Bürgermeister Uwe Fritzlar (SPD) wurde 2012 wiedergewählt.[2] Bürgermeister der Gemeinde Vogtei ist seit 14. April 2013 Winfried Bötticher (SPD).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Gerichtstisch bei der Kirche in der Ortsmitte von Langula
Lehdebornlinde im Hainich bei Langula

Sehenswert sind u.a. die Kirche, die von 1842 bis 1845 erbaut und 2004/2005 restauriert wurde, sowie der Dorfanger mit dem Kriegerdenkmal und dem Gerichtstisch, sowie die landschaftlich reizvolle Umgebung. Wanderwege führen zum Lehdeborn, einer gefassten Quelle am Westrand des Hainich, und zur Lehdebornlinde. Der Baum ist eine geschützte Sommerlinde und zählt zu den markanten Bäumen des Hainich. Auf dem Hainichkamm im Westen wird die Gemarkung Langulas vom Rennstieg geschnitten, einem alten Höhen- und heutigen regionalen Wanderweg.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Fritz Janson (1885-1946), Kommunalpolitiker und Oberbürgermeister der Stadt Eisenach
  • Jörg Hofmann (* 1939), ehemaliger Hochschullehrer für Geige

Sonstiges[Bearbeiten]

Die deutsche Ausgabe von Google Maps ist standardmäßig auf Langula ausgerichtet.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. H. Rockstuhl, F. Störzner: Hainich-Geschichtsbuch (1999), S. 29 -31
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGoogle Maps. Abgerufen am 10. August 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Langula – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien