Lausen BL
| BL ist das Kürzel für den Kanton Basel-Landschaft in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Lausen zu vermeiden. |
| Lausen | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Basel-Landschaft (BL) |
| Bezirk: | Liestal |
| BFS-Nr.: | 2828 |
| Postleitzahl: | 4415 |
| Koordinaten: | 624212 / 25803047.47267.7598343Koordinaten: 47° 28′ 21″ N, 7° 45′ 35″ O; CH1903: 624212 / 258030 |
| Höhe: | 343 m ü. M. |
| Fläche: | 5.56 km² |
| Einwohner: | 4879 (30. September 2012)[1] |
| Einwohnerdichte: | 878 Einw. pro km² |
| Website: | www.lausen.ch |
| Karte | |
Lausen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Liestal des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Lausen liegt im mittleren Ergolztal südöstlich von Liestal, mit dem es mittlerweile zusammengewachsen ist.
Wappen [Bearbeiten]
Seit 1938 hat Lausen ein offizielles Wappen. Es ist durch einen waagerechten Strich in zwei Hälften geteilt. In der oberen Hälfte befinden sich drei goldene Kugeln auf schwarzem Grund. Diese gehen auf eine Legende von Nikolaus von Myrha zurück und symbolisieren drei goldene Kugeln. Der Heilige Nikolaus hatte diese drei Jungfrauen geschenkt um ihnen eine Existenz zu sichern. Er ist Namensgeber der Kirchgemeinde St. Niklaus, Lausen. Im unteren Bereich sind zwei gekreuzte goldene Spitzhacken auf rotem Grund abgebildet. Die Spitzhacken stehen für den Abbau von Eisenerz und Kalkstein in Lausen, der einst von wichtiger Bedeutung war für die Gemeinde. Das Wappen entstand durch eine Lausener Klasse im Rahmen eines Schulprojektes.
Geschichte [Bearbeiten]
Die erste Erwähnung von Lausen stammt aus 1275: als "Langenso". Die Herkunft des Namens ist unbekannt. Bodenbefunde haben bewiesen, dass schon in dieser Gegend schon in der Altsteinzeit Werkzeuge hergestellt worden sind.
Die weitab vom heutigen Dorfkern liegende Kirche gehörte zu einer bedeutenden Dorfsiedlung (Bettenach), die von spätrömischer Zeit (5. Jahrhundert) bis ins Mittelalter (12. Jahrhundert) bewohnt war, wie die Untersuchungen 1985–1992 erwiesen. Zwischen Furlen und Itingen soll sich eine Eisenschmelze befunden haben, und im Heidenloch zwischen Lausen und Liestal begann die römische Wasserleitung nach Augusta Raurica.
1305 ging die Gemeinde in den Besitz des Bischofs von Basel über. Um 1400 wurde die Gemeinde Eigentum der Stadt Basel. Im Unterdorf an der Ergolz wurde im Jahr 1570 die Papiermühle der ehemaligen Basler Familie Dürig erbaut (Uebernahme 1632 durch Peter Dürig-Merian). Im 18. Jahrhundert begann in Lausen die Tuch- und Bandweberei in Heimarbeit. Seit 1858 gibt es einen Bahnanschluss im Ort. Ab 1872 baute man in Lausen Tonerde ab, was sehr wichtig war für die Wirtschaft, und brannte sie zu Kacheln und Ziegeln. Ab 1910 industrielle Verwertung von Kalkstein.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Johann Jakob Balmer (1825-1898), Mathematiker und Physiker
- Max Martin (* 1931), Professor an der Universität Basel
- Cloudride, Rockgruppe
- Steve Ballmer, Sohn eines Auswanderers aus Lausen ist seit 2000 CEO des Softwareunternehmens Microsoft.
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website der Gemeinde Lausen
- Lausen im Historischen Lexikon der Schweiz
- Chronik über Kirche (-Bettenach)
- Geschichtl.-Doku. Papierfabrik
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Wohnbevölkerung nach Nationalität und Konfession per 30. September 2012. Statistisches Amt Basel-Landschaft. Abgerufen am 9. Dezember 2012.
