Bubendorf BL

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BL ist das Kürzel für den Kanton Basel-Landschaft in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Bubendorff zu vermeiden.
Bubendorf
Wappen von Bubendorf
Staat: Schweiz
Kanton: Basel-Landschaft (BL)
Bezirk: Liestalw
BFS-Nr.: 2823i1f3f4
Postleitzahl: 4416
UN/LOCODE: CH BUB
Koordinaten: 622428 / 25538847.44897.736372Koordinaten: 47° 26′ 56″ N, 7° 44′ 10″ O; CH1903: 622428 / 255388
Höhe: 372 m ü. M.
Fläche: 10.81 km²
Einwohner: 4414 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 408 Einw. pro km²
Website: www.bubendorf.bl.ch
Bubendorf

Bubendorf

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Bubendorf (Schweizerdeutsch: Buebedef [ˈbuəbədəf]) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Liestal des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Bubendorf liegt auf 372 m ü. M. (Schulhaus Dorf) am Eingang zum Hinteren Frenkental. Das Dorf bildet den Schnittpunkt zwischen dem Waldenburger- und dem Reigoldswilertal (auch Feuflibertal genannt). Bubendorf liegt zwischen seinen Nachbargemeinden Liestal, Lausen, Ramlinsburg, Hölstein, Lampenberg, Niederdorf, Arboldswil, Ziefen, Lupsingen und Seltisberg. Die Frenke entsteht am östlichen Dorfende durch den Zusammenfluss der Hinteren und Vorderen Frenke.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Herren von Bubendorf, ein durch Spitzenschnitt schräg in Schwarz und Silber geteiltes Schild.

Geschichte[Bearbeiten]

In Bubendorf wurden Keltische und Alamannische Gräber entdeckt. Aus der Römerzeit haben sich Gemäuer, Reste einer römischen Strasse und einer Brücke erhalten. In einer Urkunde vom 13. Jahrhundert ist vermerkt, dass Bubendorf dem Grafen von Frohburg gehörte, und 1399 zur Dompropstei Basel kam. Das Schloss Wildenstein gründeten die Eptinger im 13. Jahrhundert; es wurde beim grossen Basler Erdbeben beschädigt. Darauf wechselte es verschiedene Male den Besitzer, kam schliesslich an den Basler Henmann Sevogel, der 1444 in der Schlacht bei St. Jakob an der Birs als Anführer der Baselbieter fiel. Heute gehört das Schloss mit dem dazugehörigen Bauernhof dem Kanton Basel-Landschaft. Der Hof wird schon seit einigen Jahren von David Sprunger gepflegt und bewirtschaftet. Ebenfalls eine Gründung der Eptinger war die Burg Gutenfels an der Gemeindegrenze zu Arboldswil. Zwischen 1220 und 1250 gebaut, wurde sie im Basler Erdbeben vollständig zerstört. Sie wurde um 1970 ausgegraben und wird in diesem Zustand erhalten.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Dorf zählt weiterhin 16 Landwirtschaftsbetriebe. Daneben bieten 167 Betriebe Arbeit für 1'616 Angestellte (Stand 2001). Bedeutendstes Unternehmen ist die Bachem Holding.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Hauensteinstrasse von Liestal nach Waldenburg und an der Hauptstrasse nach Reigoldswil. Durch die Buslinien 70, und 71 der Autobus AG Liestal, der Buslinie 93 BLT, sowie der Waldenburgerbahn ist Bubendorf an den öffentlichen Verkehr angebunden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Alte Baselbieter Bauernhäuser
  • Dreigeschossiges Wohnhaus mit gotischen Dreierfenstern, Satteldach, Treppengiebeln und angebauter Scheune aus dem Jahre 1600
  • Pfarrkirche mit alten Wappenscheiben
  • Kassettendecke mit bemalten Holztafeln im Pfarrsaal (um 1700 entstanden)
  • Ehemaliger Dinghof der Dompropstei
  • Bad Bubendorf, frühere Badeanstalt, heute Hotel
  • Schloss Wildenstein mit gewaltigen alten Eichen und einem Wasserfall mit Tropfstein
  • Ruine Gutenfels, deutlich erhaltener Grundriss einer schlichten Höhenburg

Bilder[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Rudolf Heyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft, Band II: Der Bezirk Liestal. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1974 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 62). ISBN 3-7643-0727-7. S. 42–104.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bubendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)