Lebensarbeitszeit

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Die Lebensarbeitszeit ist die Summe der Zeiten, die eine Person während ihres Lebens für Erwerbsarbeit aufwendet. Arbeitszeit und Freizeit sollten in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Normalerweise beginnt sie mit der Ausbildung und endet mit dem Übergang in Rente oder durch Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit bzw. Behinderung, individuellen Wunsch oder andere Faktoren. Die Lebensarbeitszeit wird verkürzt durch Wehrdienst, Kriegsjahre, Ausbildung, Studium, Kindererziehung, Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Verringerung der Wochenarbeitszeit und andere.

Arbeitszeitmodelle[Bearbeiten]

Es gibt unterschiedliche Arbeitszeitmodelle.

  • Regelmäßige feste Arbeitszeit mit entsprechender regelmäßiger Freizeit (bisher die meisten abhängigen Arbeitsstellen in der Industrie).
  • Verteilung der Arbeitszeit nach Bedarf (traditionell vor allem in der Landwirtschaft)
  • Verteilung der Arbeitszeit nach Leistungsfähigkeit (es gab Vorschläge, in Zeiten höherer Leistungsfähigkeit länger zu arbeiten und ein „Arbeitszeitkonto“ anzulegen, das später aufgebraucht wird. Auch einige Modelle für verkürzte Arbeitszeit im Vorruhestand arbeiteten nach diesem Prinzip.)

International[Bearbeiten]

Heute geht man davon aus, dass sich die Lebensarbeitszeit nach einer Verkürzung wieder verlängern wird. Das sei durch die Altersstruktur der Bevölkerung bedingt.

Deutschland[Bearbeiten]

Als problematisch wird angesehen, dass in Deutschland gerade Gutausgebildete erst sehr spät in den Beruf einsteigen und somit sehr spät an der produktiven Wertschöpfung der Volkswirtschaft teilnehmen. Hochschulabsolventen steigen nach einer Studie des IW aus dem Jahr 2006 erst mit 28 Jahren in den Beruf ein. In Zusammenhang mit früher Rente und teurem Ausbildungssystem hinkt Deutschland nach Expertenmeinung somit anderen Ländern in der produktiven Lebensarbeitszeit hinterher.

Siehe auch: Lebensarbeitszeitkonto