Liebfrauenbasilika (Maastricht)

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Westwerk der Kirche
Onze Lieve Vrouwkerk

Die Liebfrauenbasilika (Basiliek van Onze-Lieve-Vrouw-Tenhemelopneming) ist eine katholische Kirche im Zentrum der niederländischen Stadt Maastricht.

Geschichte[Bearbeiten]

An der Stelle der Liebfrauenbasilika stand vielleicht schon im 5. Jahrhundert eine Kirche, die als Bischofskirche im römischen castrum Maastricht gedient haben könnte. Der Westteil der heutigen Kirche stammt aus dem 11. Jahrhundert. Die Fundamente des Westwerks wurden wohl um 1000 angelegt und teilweise aus dem Abbruchmaterial des römischen Forts errichtet. Das Kirchenschiff stammt größtenteils aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, der östliche Chor aus dem dritten Viertel des 12. Jahrhunderts. Bis zur Umwallung der Stadt im Jahr 1229 war die Kirche das Zentrum Maastrichts. Im 14. Jahrhundert wurde an der Liebfrauenkirche eine Pfarrkirche angebaut, von der nichts erhalten ist (Abbruch 1837). 1558 bis 1559 wurde der Kirche ein spätgotischer Kreuzgang angefügt. Nach der französischen Besetzung 1794 wurde das an der Kirche ansässige Liebfrauenstift aufgehoben und die Kirche zeitweise als Pferdestall genutzt. Im 19. Jahrhundert konnte die Kirche wieder für den katholischen Gottesdienst in Gebrauch genommen werden. Bei den Renovierungen des 19. Jahrhunderts wurden die Umbauten des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit größtenteils rückgängig gemacht. 1933 wurde die Kirche von Papst Pius XI. zur Basilica minor ernannt. Im Zweiten Weltkrieg erlitt sie leichte Schäden.

Das Wachthuis neben der Basilika schuf Mathias Soiron 1787.

Ausstattung[Bearbeiten]

Blick auf die historische Orgel

Die Orgel wurde 1652 von dem Orgelbauer Severijn erbaut. Das Instrument hat 37 Register auf drei Manualen und Pedal.[1]

I Hauptwerk C–g3
1. Bourdon 16′
2. Montre 8′
3. Bourdon 8′
4. Viola di Gamba 8′
5. Prestant 4′
6. Flûte 4′
7. Nasard 3′
8. Doublette 2′
9. Tierce 13/5
10. Cornet IV
11. Fourniture IV
12. Cimbel III
13. Trompette 8′
14. Voix Humaine 8′
15. Clairon 4′
II Positiv C–g3
16. Bourdon 8′
17. Prestant 4′
18. Flûte 4′
19. Nasard 3′
20. Doublette 2′
21. Quarte de Nasard 2′
22. Tierce 13/5
23. Fourniture III
24. Cymbel II
25. Cromhorne 8′
III Echowerk C–g3
26. Bourdon 8′
27. Prestant 4′
28. Doublette 2′
29. Flageolet 1′
30. Cornet III
31. Chalumeau 8′
Tremblant fort
Tremblant doux
Rossignol
Pedalwerk C–f3
32. Subbas 16′
33. Flûte 8′
34. Flûte 4′
35. Bombarde 16′
36. Trompet 8′
37. Clairon 4′

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Johann Joseph Bock: Die mittelalterlichen Kunst- und Reliquienschätze zu Maestricht, aufbewahrt in den ehemaligen Stiftskirchen des hl. Servatius und Unserer Lieben Frau daselbst, archäologisch und historisch beschrieben und durch 66 Holzschnitte erläutert v. Mgr. Dr. Franz Bock u. Vicar M. Willemsen, Thesaurar, Köln und Neuss 1872;

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen zur Orgel (niederländisch)

Weblink[Bearbeiten]

 Commons: Onze-Lieve-Vrouwebasiliek (Maastricht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.8472222222225.6936111111111Koordinaten: 50° 50′ 50″ N, 5° 41′ 37″ O