Lily Kronberger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lily Kronberger Eiskunstlauf
Kronberger Lili.jpg
Nation Ungarn 1867Ungarn Ungarn
Geburtstag 12. November 1890
Geburtsort Budapest
Sterbedatum 21. Mai 1974
Sterbeort Budapest
Karriere
Disziplin Einzellauf
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 4 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
ISU Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften
Bronze Davos 1906 Damen
Bronze Wien 1907 Damen
Gold Troppau 1908 Damen
Gold Budapest 1909 Damen
Gold Berlin 1910 Damen
Gold Wien 1911 Damen
 

Lily Kronberger (* 12. November 1890 in Budapest; † 21. Mai 1974 ebenda) war eine ungarische Eiskunstläuferin, die im Einzellauf startete. Sie ist die Weltmeisterin von 1908 bis 1911. Sie gewann den ersten Weltmeistertitel im Sport für Ungarn.

In den Jahren 1908 bis 1910 wurde Kronberger ungarische Meisterin, allerdings in der Herrenkonkurrenz, da es zu diesem Zeitpunkt noch keine eigene Damenkonkurrenz gab.

Bei ihren ersten beiden Weltmeisterschaftsteilnahmen in den Jahren 1906 und 1907, den ersten in denen es überhaupt eine Damenkonkurrenz gab, erreichte sie jeweils den dritten Rang hinter der Britin Madge Syers und der Österreicherin Jenny Herz. In Troppau kürte sie sich 1908 erstmals zur Weltmeisterin und konnte den Titel bis zu ihrem Rücktritt vom aktiven Sport (wegen Heirat) im Jahr 1911 Jahr für Jahr verteidigen. 1908 und 1910 gewann sie vor Elsa Rendschmidt aus dem Deutschen Kaiserreich. Bei ihrem letzten Titelgewinn 1911 in Wien sorgte sie für eine Premiere, indem sie als erste Eiskunstläuferin überhaupt ihre Kür mit Musik unterlegte, was ihr Zoltán Kodály empfohlen hatte.

1983 wurde Kronberger, die Jüdin war, in die Hall of Fame des jüdischen Sports und 1997 schließlich in die Eiskunstlauf Hall of Fame aufgenommen.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Wettbewerb / Jahr 1906 1907 1908 1909 1910 1911
Weltmeisterschaft 3. 3. 1. 1. 1. 1.
Ungarische Meisterschaften 1.* 1.* 1.*

* In der Herrenkonkurrenz, da es noch keine Damenkonkurrenz gab

Weblinks[Bearbeiten]