Limbecker Platz (Einkaufszentrum)

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Limbecker Platz
Limbecker Platz
Luftaufnahme 2014, Blickrichtung Ost
Basisdaten
Standort: Limbecker Platz, Essen-Stadtkern
Eröffnung: 1. Bauabschnitt:
13. August 2008
2. Bauabschnitt:
22. Oktober 2009
Verkaufsfläche: 70.000
Geschäfte: ca. 200
Verkehrsanbindung
Haltestelle: Berliner Platz
U-Bahn: U11, U17, U18
Straßenbahn: 101, 103, 105, 109
Omnibus: 145, 147, 166, SB16
Schnellstraßen: A40 B224
Parkplätze: 2.000
Technische Daten
Bauzeit: 2006–2009
Architekten: Architekturbüro Henn
Baustoff: Beton, Aluminium, Glas
Baukosten: 300 Mio. Euro

Das innerstädtische Einkaufszentrum Limbecker Platz befindet sich am nordwestlichen Rand des Essener Stadtkerns, zwischen dem Limbecker Platz, dem Berliner Platz und der Ostfeldstraße. Der erste Bauabschnitt wurde am 13. März 2008 eröffnet[1], der zweite und letzte am 22. Oktober 2009.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Am 1. März 2008 wurde das bisherige Karstadt-Kaufhaus am Limbecker Platz endgültig geschlossen. Das bisherige Karstadt-Gebäude von Theodor Althoff aus dem Jahre 1912 stand nicht unter Denkmalschutz, denn nur die Fassade war aus Sandstein geformt, das Innere bestand aus Stahlbeton, der durch Bergschäden in sehr schlechtem Zustand war und deshalb das Haus über die Seitenbreite einen Höhenunterschied von einem Meter aufwies. Nach den Abrissarbeiten des alten Karstadtgebäudes samt Parkhaus wurde am 1. Juni 2008 dessen 35 Meter hoher Turm als letzter bestehender Teil des Hauses mit 15 Kilogramm Sprengstoff und 80 Zündern gesprengt. Ebenfalls mussten dem neuen Einkaufszentrum Limbecker Platz das Karstadt-Sporthaus und das Gebäude des Kaufhauses SinnLeffers (vormals Quelle) sowie einige Imbiss-Stände weichen.

Einkaufszentrum[Bearbeiten]

Die gesamte Verkaufsfläche von 70.000 Quadratmetern verteilt sich über dreieinhalb Verkaufsebenen mit rund 200 Geschäften. Die Kosten für das Projekt werden mit 300 Millionen Euro beziffert.[2]

Realisierung[Bearbeiten]

Projektpartner des neuen Einkaufszentrums sind die KarstadtQuelle AG, die rund ein Drittel des neuen Einkaufszentrums mit eigenen Filialen füllt (Karstadt-Welthaus 20.000 m², Karstadt Sport 4.000 m²), die ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG, sowie die Union Investment Real Estate AG.

Projektphasen[Bearbeiten]

Im Mai 2006 begannen die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt des Einkaufszentrums. Dieser erforderte den Abriss des Kaufhauses Karstadt Sport, welcher Anfang Juni beendet war, sowie den Abriss des Kaufhauses SinnLeffers (vormals Quelle), der Anfang Juli beendet war. Zu SinnLeffers führte eine überdachte Fußgängerbrücke über die Ostfeldstraße zu einem Parkhaus, welche ausgehängt und Ende 2007 zum neuen Gebäude wieder eingehängt wurde. Des Weiteren riss man einen Imbisspavillon ab.

Die offizielle Grundsteinlegung fand am 13. September 2006 statt.[3] Im Mai 2007 wurde mit dem Aufbau der Fassade sowie zeitgleich mit dem Innenausbau begonnen. Kurz nach der Schließung des alten Karstadtgebäudes am 1. März 2008 ist mit den Abbruchvorbereitungen begonnen worden.

Zwischenfälle während des Baus[Bearbeiten]

Am 24. Oktober 2006 wurde eine Fünf-Zentner-Fliegerbombe gefunden, die wegen ihres Säurezünders unmittelbar entschärft werden musste, was ohne Folgen verlief.

Architektur[Bearbeiten]

Die Fassade wurde vom Architekturbüro Henn aus München entworfen und soll die Assoziation eines schwingenden Kleides hervorrufen. An den Eingängen wird der untere Fassadenabschluss erhöht und zeigt so die dahinterliegende Glasfassade. Die Aluminiumfassade ist mit Lichtern versehen, die den Eindruck von Pailletten vermitteln sollen.[4]

Nachdem am 1. März 2008 das alte Karstadt-Kaufhaus, vormals Kaufhaus Althoff, geschlossen wurde, riss man es aufgrund des schlechten Bauzustandes Mitte März 2008 ab. Zur Erinnerung an das Alte Kaufhaus werden Bilder und einige Sandsteine aus der alten Fassade im neuen Einkaufszentrum ausgestellt.[5]

An der Stelle des Haupteingangs an der Limbecker Straße, wo das alte Kaufhaus stand, wurde letztendlich dann doch ein Teil der alten Fassade in die Neue integriert. Ein dort installiertes Bild des alten Kaufhauses weist optisch auf den historischen Hintergrund der Sandsteine hin.[6]

Ansichten[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung/-planung[Bearbeiten]

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der EVAG ist das Einkaufszentrum über die Haltestelle Berliner Platz erreichbar, die von Bussen, unterirdisch auf zwei Ebenen fahrenden Stadtbahnen (in Nord-Süd-Richtung) und Straßenbahnen (in Ost-West-Richtung) angefahren wird. Der ehemalige Aufgang des U-Bahnhofs an der Limbecker Straße ist in das neue Einkaufszentrum integriert.

In relativer, südlicher Nähe befindet sich die Abfahrt Essen-Zentrum der A 40, um das Einkaufszentrum per Auto zu erreichen. Da das alte Karstadt-Parkhaus mit über 600 Parkplätzen im Dezember 2007 abgerissen wurde, schuf man in den oberen Etagen (2. bis 4. Obergeschoss, Dach) des neuen Gebäudes Parkplätze für rund 2000 PKW.

Neben den Bauarbeiten wurden weitere Umbaumaßnahmen an den Straßen Ostfeldstraße, Friedrich-Ebert-Straße und Berliner Platz vorgenommen. Hierzu gehörte unter anderem der Bau der Zufahrten zu den beiden Einfahrten der Parkebenen als auch die Vereinfachung der Verkehrsführung durch Umbau des Berliner Platzes in einen Kreisverkehr.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Westdeutsche Allgemeine Zeitung WAZ, Ausgabe vom 16. Februar 2008, Lokalteil Essen
  2. Presseinformation vor Baubeginn
  3. Pressemeldung auf www.Essen.de (Version vom 3. Oktober 2006 im Internet Archive)
  4. Projektnews der ECE
  5. Aussage zum Abriss des alten Karstadt-Hauses
  6. Augenzeuge: Michael Keutner, Heisinger Str. 356, 45259, Essen
  7. geplante Verkehrsräume der Stadt Essen am Limbecker Platz (PDF; 303 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Limbecker Platz (Einkaufszentrum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.4583333333337.0061111111111Koordinaten: 51° 27′ 30″ N, 7° 0′ 22″ O