Bundesautobahn 40

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Bundesautobahn 40 in Deutschland
Bundesautobahn 40
 European Road 34 number DE.svg
Karte
Verlauf der A 40
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Straelen
(51° 23′ N, 6° 13′ O51.3841446.216327)
Straßenende: Dortmund
(51° 30′ N, 7° 27′ O51.497432587.44395077)
Gesamtlänge: 103 km
  davon in Betrieb: 92 km
  davon in Planung: 11 km

Bundesland:

Ausbauzustand: 2×2 und 2×3 Fahrstreifen
A40 in Essen
A40 in Essen

Die Bundesautobahn 40 (Abkürzung: BAB 40) – Kurzform: Autobahn 40 (Abkürzung: A 40) – verläuft von der niederländischen Grenze bei Straelen in Weiterführung der A 67 (NL) von West nach Ost durch den linken Niederrhein über den Rhein (Rheinbrücke Neuenkamp) quer durch das Ruhrgebiet nach Dortmund, wo sie an der Anschlussstelle Dortmund direkt hinter der Schnettkerbrücke in die streckenweise autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraße 1 (Rheinlanddamm) übergeht. Bis 1992 war sie westlich vom Autobahnkreuz Kaiserberg ein Teil der Bundesautobahn 2, östlich davon die Bundesautobahn 430.

Im Dortmunder Stadtgebiet wurde die B 1 aus planungsrechtlichen und städtebaulichen Gründen noch nicht zur Autobahn ausgebaut. Der Straßenbenutzer registriert den Umstand in erster Linie durch die unterschiedliche Beschilderung mit den gelben Zeichen für Bundesstraßen an Stelle der blauen für Autobahnen. Zudem gibt es im Gebiet der Dortmunder Innenstadt zwei Kreuzungen mit Ampeln, eine durch eine Ampelanlage gesicherte Kreuzung mit einer Straßenbahnlinie und die Geschwindigkeit ist auf den teilweise verengten Fahrstreifen auf 50 km/h reduziert.

Die A 40 von Duisburg bis Dortmund und die B 1 im Stadtgebiet Dortmund bilden zusammen den Ruhrschnellweg, eine Schnellstraße mit einem der höchsten Verkehrsaufkommen in Deutschland mit abschnittsweise mehr als 100.000 Fahrzeugen am Tag.[2] Aufgrund dieser extrem hohen Verkehrsbelastung und wegen der Dichte der Anschlussstellen kommt es regelmäßig in den Stoßzeiten zu Verkehrsstaus. Deshalb wird sie im Volksmund auch als Ruhrschleichweg oder als „längster Parkplatz des Ruhrgebiets“ bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Vom Ruhrschnellweg zur A 430[Bearbeiten]

Die Planungen für den Ruhrschnellweg begannen bereits 1926, zu einer Zeit, als noch mehr als ein Drittel aller Verkehrsteilnehmer mit Pferdefuhrwerken unterwegs waren. Zu dieser Zeit war die heutige A 40 im Ruhrgebiet eine verhältnismäßig kleine Straße mit gerade mal einer signalgeregelten Kreuzung in Wattenscheid (heute Stadtteil von Bochum). 1934 wurde die bestehende Straße in Reichsstraße 1 umbenannt. Im Jahr 1935 war diese R1 im Bereich der heutigen A 40 fertig und wies einen neun Meter breiten Querschnitt auf, rund zwanzig Zentimeter weniger als der schmalste Querschnitt heute.

Aufgrund der zunehmenden Verkehrsbelastung begannen 1952 Überlegungen, die Straße vierstreifig auszubauen. Zugrundegelegt wurde eine Geschwindigkeit von 80 km/h. Hinzu kam ein vier Meter breiter Mittelstreifen. Zwischen Wattenscheid und Dortmund sollten zudem Radwege gebaut werden. Ab 1954 erfolgte der Ausbau, und im November 1955 wurde der erste Abschnitt zwischen Essen-Kray und der Stadtgrenze von Wattenscheid eingeweiht. Im Juli 1957 wurde ein zweiter Abschnitt in Dortmund-Dorstfeld westlich der Schnettkerbrücke fertiggestellt. 1958 waren die Abschnitte zwischen Wattenscheid und Bochum und zwischen der Bochumer Stadtgrenze und Dortmund-Lütgendortmund fertig. 1960 wurde der Ruhrschnellweg auf dem damaligen Bochumer Stadtgebiet eingeweiht.[3]

Am 24. Oktober 1961 wurde der erste Abschnitt in Essen für den Verkehr freigegeben. Im November 1962 war der Abschnitt zwischen der Dortmunder Stadtgrenze und der Ruhrtangente A 1 bei Unna im „Massener Kreuz“ mit einem provisorischen Anschluss an Dortmund-Sölde vollendet, und ein Jahr später wurde das letzte oberirdische Teilstück im Dortmunder Osten zwischen der Ausfahrt Marsbruchstraße und Sölde eingeweiht. Die provisorische Verbindung über die alte R1 in Sölde wurde nie weiter ausgebaut, stattdessen wurde die Verbindung zur Bundesautobahn 44 im Autobahnkreuz Dortmund/Unna Anfang der 1970er Jahre auf einer auf dem Gebiet der Gemeinde Holzwickede weiter südlich verlaufenden Trasse realisiert.

1967 wurden die Radwege entlang des Schnellweges zugunsten des Automobilverkehrs zurückgebaut und die Straße verbreitert. Im September 1970 war auch der Ruhrschnellweg-Tunnel in Essen fertig und wurde am 25. September durch Gustav Heinemann eingeweiht. Am 1. Januar 1977 wurde die Bundesstraße 1 schließlich zur Bundesautobahn 430 umgewidmet.[4]

Durch den Fall des Eisernen Vorhangs 1989 und die darauf folgende EU-Osterweiterung erhielt der Ruhrschnellweg neben seiner historischen Funktion als Ruhr-Magistrale zusätzlich die Aufgabe der Verbindung des niederländischen Wirtschaftsraumes mit den ostdeutschen, polnischen und ukrainischen Wirtschaftszentren. Wie die Perlen einer Kette reihen sich die Agglomeration Rotterdam, das Ruhrgebiet, das Mitteldeutsche und das Oberschlesische Revier, die Metropolregion Kiew und die Industrieregion Donezbecken aneinander; die A 430 wurde Teil einer bedeutenden europäischen Verkehrsachse.

Von der A 430 und der A 2 zur A 40[Bearbeiten]

In Teilen der Politik und in Kreisen der Rhein-Ruhr-Wirtschaft wurde in den 1990er Jahren frühzeitig auf die zu erwartenden, weiter steigenden Verkehre in Ost-West-Richtung und den im Ruhrgebiet drohenden Verkehrskollaps hingewiesen. Als Lösungsansatz wurde neben der Vollendung der A 44 im Dortmunder Süden von der A 1 bei Holzwickede bis zum Autobahnkreuz Dortmund/Witten und von Bochum über Velbert bis zum Autobahnkreuz Ratingen-Ost unter anderem auch eine zum Ruhrschnellweg parallel verlaufende, privat zu erstellende und zu bewirtschaftende Tunnellösung zwischen Dortmund und Duisburg diskutiert, die wegen der zu erwartenden Kosten jedoch nicht weiter verfolgt wurde. Eingang in den Bedarfsplan des Vierten Gesetzes zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 15. November 1993 (BGBl. 1993, Teil I, S. 1877) fand das erstgenannte Vorhaben des Neubaus der A 44, allerdings im Weiteren Bedarf zwischen dem AK Dortmund/Witten und dem AD Holzwickede; die Strecke Ratingen - Velbert - Bochum wurde als vordringlich eingestuft.

Bei der Neuordnung des Autobahnnetzes in Deutschland wurde im April 1992 die A 430 mit Teilen der bisherigen A 2 (Straelen–Kreuz Duisburg-Kaiserberg) zur A 40 zusammengefasst, um die Doppelführung von A 2 und A 3 zwischen den Kreuzen Kaiserberg und Oberhausen zu vermeiden und der gestiegenen Verkehrsbedeutung des Ruhrschnellweges zu entsprechen.

Im Zuge dieser Aufwertung wurden zahlreiche Anschlussstellen umbenannt, die zuvor den Namen der anschließenden Stadtstraßen trugen, was nicht dem Standard entsprach, und daher jetzt Stadtteilnamen tragen (beispielsweise Essen, Steeler Straße zu Essen-Huttrop, obwohl sich die Anschlussstelle eigentlich im Südostviertel befindet).

Im Rahmen der drohenden Schließung des Opel-Standortes Bochum im Herbst 2004 erinnerte sich die Politik daran, dass der Bau der sog. Opel-Spange bereits seit langem beschlossen war. Neben dem Ausbau der A 44 bis zur ehemaligen NS 7 in Bochum bei Opel war geplant, die A 40 von Bochum-Stahlhausen bis zur Anschlussstelle 28 Gelsenkirchen-Süd sechsstreifig auszubauen, um den Verkehr zu entlasten.[5] Mit den Arbeiten an diesem Bauabschnitt wurde am 19. Mai 2007 begonnen.[6] Der Abschnitt von der Stadtgrenze zu Essen bis Bochum-Wattenscheid wurde im Dezember 2010 vorzeitig fertiggestellt und im Januar 2011 abgenommen,[7] konnte aber erst mit dem Abschluss der Nordverlagerung der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Süd am 6. November 2011 sechsstreifig freigegeben werden.[8] Bis zum 30. Dezember 2011 war der Ausbau des Abschnitts von Wattenscheid bis zum zukünftigen Autobahnkreuz Bochum-West vorzeitig fertiggestellt, jedoch erst mit Beendigung der Arbeiten am Mittelstreifen, an der nördlichen Steilwand der Lärmschutzanlagen und dem Einbau der endgültigen Fahrbahndecke aus offenporigem Asphalt in Fahrtrichtung Dortmund vom 18. bis zum 22. Mai 2012 abgeschlossen. Der anschließende ca. 2 km lange Abschnitt am Westkreuz soll Ende 2014 fertiggestellt sein. Die Kosten für den Ausbau der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Süd werden auf 11,4 Millionen Euro, für den Abschnitt zwischen Gelsenkirchen-Süd und dem Kreuz Bochum-West auf 30,2 Millionen Euro geschätzt.

Zwischen März und August 2005 wurden auf der Strecke zwischen Bochum-Werne und dem Autobahnkreuz Dortmund-West die für eine Bundesautobahn vorgeschriebenen blauen Hinweisschilder aufgestellt. Aus Kostengründen war dieser Teilabschnitt – obwohl als Autobahn geführt – noch mit den alten Hinweisschildern der B 1 ausgestattet und als Kraftfahrstraße beschildert. Von August bis Oktober 2004 war der Mittelstreifen auf diesem Abschnitt mit Betonschutzwänden gesichert worden.[9] Vom 2. Mai 2007 bis zum 20. Oktober 2009 wurde der anschließende Abschnitt bis zur neu eingerichteten Anschlussstelle 44 Dortmund-Barop sechsstreifig ausgebaut.[10] Im Zuge der Verbreiterung der Trasse war u. a. das Autobahnkreuz Dortmund-West teilweise modernisiert und die Regenbogenbrücke abgerissen und durch einen Neubau ersetzt worden. Im Dezember 2009 wurde der Streckenteil bis zur Anschlussstelle 45 Dortmund (B1-Abfahrt Dortmund-Hombruch/Lindemannstraße) zur Bundesautobahn 40 aufgewertet, seit der Freigabe der neugebauten Schnettkerbrücke am 31. Mai 2012 ist er durchgängig sechsstreifig befahrbar. Für diesen Abschnitt liefen Baukosten in Höhe von 99 Millionen Euro auf.[11] Vom 27. April bis zum 25. Juni 2012 wurden jeweils an den Wochenenden die restlichen Sanierungsarbeiten am Autobahnkreuz Dortmund-West realisiert. Vom 30. September 2012 bis Ende 2013 wurde die Fahrbahn des Autobahnabschnitts nach Bochum saniert, der vierstreifig bleibt, zusätzlich wurden die Sicherheitseinrichtungen und Schilderbrücken erneuert.[12]

Zwischen den Anschlussstellen 6 Kerken und 7 Neukirchen-Vluyn wurde am 19. Mai 2011 eine neue Parkplatz-Anlage Neufelder Heide in Betrieb genommen, die unter anderem die Parkplatznot vor allem für LKW lindern soll.[13] 2001 stand die Anlage Neufelder Heide nach jahrelangen Planungen schon einmal kurz vor der Realisierung – wie an den beidseitig der Autobahn gerodeten Waldflächen sichtbar – als von Seiten des Bundesverkehrsministeriums die Anzahl erforderlicher LKW-Standplätze für ganz Deutschland mit erheblich mehr Parkraum neu prognostiziert wurde. Die Anlage wurde daher planerisch vollständig überarbeitet. Die ursprüngliche Planung einer Tank- und Rastanlage wurde dabei aufgegeben, da sich kein Betreiber fand.[14]

Baustelle A40 Ausfahrt Essen-Zentrum August 2012

Vom 7. Juli bis zum 30. September 2012 war die Autobahn für drei Monate wegen der Sanierung des Ruhrschnellwegtunnels und mehrerer Brücken zwischen den Anschlussstellen 23 Essen-Zentrum (Westteil) und 24 Essen-Huttrop in beiden Richtungen voll gesperrt. Die Vollsperrung verkürzte die Bauzeit für die Tunnelnachrüstung, die Instandsetzung der Fußgängerbrücke Steubenstraße und der Helbingbrücken und die Erneuerung des Überbaus und der Lager und Auflagebänke der Brücke Stadtwaldbahn um insgesamt 21 Monate. Die Gesamtkosten dieser Baumaßnahmen betrugen rund 20 Millionen Euro.[15] Die Einsparung durch die Vollsperrung wird mit 5,5 Mio. Euro angegeben. Um Ortsfremden die Umleitung über die Autobahnen 3, 42, 43 und 52 zu erleichtern, wurden etwa 260 zusätzliche Verkehrsschilder aufgestellt.[16] Am 30. September 2012 konnte die Sperrung um 17.30 Uhr wieder komplett aufgehoben werden.[17]

Bauvorhaben und Zukunftsaussichten[Bearbeiten]

Dortmund[Bearbeiten]

Vorgesehen ist nach dem Um- und Ausbau der B 1 auf Dortmunder Stadtgebiet, diesen Abschnitt des Ruhrschnellwegs bis zur sich östlich anschließenden A 44 ebenfalls zur Autobahn aufzuwerten.[18] Mit dem geplanten Autobahntunnel zwischen Märkischer Straße und Max-Eyth-Straße und dem Rückbau des dann nur noch für innerstädtischen Verkehr vorgesehenen Westfalendamms besteht die Chance, dass der Dortmunder Stadtteil Gartenstadt seine alte Mitte zurückbekommt und an Lebensqualität gewinnt. Der Planfeststellungsbeschluss für den Bau des Tunnels unter dem Westfalendamm und dessen kreuzungsfreien Anschlusses zur Semerteichstraße wurde vom Oberverwaltungsgericht Münster am 25. August 2009 für rechtswidrig erklärt, da die Stadt Dortmund in ihren Planungskompetenzen übergangen wurde. Die Anbindung der Semerteichstraße als kommunaler Straße muss durch ein städtebauliches Planungskonzept gerechtfertigt werden.[19] Die Beschwerde des Landes gegen Nichtzulassung der Revision wurde am 13. Juli 2010 vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zurückgewiesen. Die zuständigen Behörden setzen sich weiterhin für den Bau eines Tunnels ein.[20] Die Stadtverwaltung schuf über Bebauungspläne Baurecht für den Anschluss der Semerteichstraße und die Oberfläche der B 1. Der Stadtrat wurde am 23. Februar 2012 über den Sachstand informiert. Der Landesbetrieb Straßen NRW schrieb eines neues Verkehrsgutachtens aus und vergab Fachgutachten zum Schallschutz und zur Lufthygiene für das Planfeststellungsverfahren für den Tunnel. Erste Ergebnisse sollten bis Mitte 2013 vorliegen. Der von Straßen NRW anvisierte Baubeginn liegt nun im Jahr 2020.[21]

Durch die am 6. Dezember 2003 freigegebene neue Straßenführung im Bereich der Stadtkrone Ost bis zum Hauptfriedhof Dortmund in Höhe des Haupteingangs wurde ein Schritt zur Verbesserung des Verkehrsflusses getan, in dem die Ampelanlage an der dortigen Kreuzung durch Ein- und Ausfahrstreifen und eine Unterführung abgelöst wurde.[22] Am Ende dieser Ausbaustrecke wird eine weitere Baumaßnahme realisiert, durch die die Stadtbahnlinie U47 nicht mehr über die B 1 geführt wird, sondern diese unterfährt. Damit wird eine weitere Ampelanlage überflüssig.[23] Vorbereitende Baumfällarbeiten wurden Ende Februar 2011 und deren Ausgleichsmaßnahmen, Pflanzungen in der Lichtendorfer Straße (Dortmund-Sölderholz) im März 2011 und Alleepflanzungen an der Herrenstraße (Dortmund-Aplerbeck) im Januar 2012 realisiert. Vom 25. bis zum 27. Februar 2013 wurden 109 Bäume am Mittelstreifen gefällt. Bis Ende März wurden umfangreiche Rohrverlegungsarbeiten abgeschlossen und das Baufeld und die Verkehrsführung eingerichtet, im April 2013 begannen die Rohbauarbeiten. Am 6. Mai 2014 erfolgte der Durchbruch des Tunnels unter der Fahrbahn zur Rampe im Mittelstreifen.[24] Ursprünglich sollte der Tunnel im Frühjahr 2015 befahrbar sein,[25] ein durch eine Insolvenz eingetretener Zeitverlust soll Ende 2015 aufgeholt sein.

Die Ausfahrt Marsbruchstraße wird im Zuge der Verbreiterung der B 1 wegfallen, da der bisherige Abbiegestreifen für die Autobahn benötigt wird. Die Marsbruchstraße wird an den Knotenpunkt Gottesacker/Stadtkrone-Ost angebunden. Der sechsstreifige Ausbau des unmittelbar anschließenden autobahnähnlichen Abschnitts der B 1 bis zum Übergang in die A 44 befindet sich in der Planfeststellung. Die vorläufigen Planungen sehen eine neue Anschlussstelle Holzwickede-Ost vor.[26] An der Südseite der Anschlussstelle Holzwickede wurden im Vorgriff bereits von Januar bis Mai 2005 Lärmschutzwände aus Betonelementen errichtet.[27] Auf dem sechsstreifig ausgebauten Abschnitt im Bereich der Stadtkrone Ost sind noch Lärmschutzanlagen zu erstellen und die veralteten Lärmschutzwände zwischen der Marsbruchstraße und Holzwickede sind durch neugestaltete, größere und teilweise transparente Anlagen zu ersetzen.[28] Die Ausbau- und Umbaumaßnahmen sollen 2017 beginnen.

Die genannten Vorhaben sind im Investitionsrahmenplan des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für die Jahre 2006 bis 2010 enthalten. Für den in der Vorplanung befindlichen Abschnitt von der Anschlussstelle Dortmund (auf Höhe der Wittekindstraße/L 660) bis Dortmund-Mitte (Märkische Straße/L 672) werden die Baukosten auf 140,1 Millionen Euro geschätzt, für den Abschnitt zwischen Dortmund-Mitte und dem Kreuz Dortmund-Ost an der B 236 (wieder in Vorplanung) sind 234,8 Millionen Euro vorgesehen. Der Abschnitt vom Kreuz Dortmund-Ost bis zum Autobahnkreuz Dortmund/Unna (Übergang zur A 44, in Planfeststellung) wird mit 118,1 Millionen Euro veranschlagt.

Bochum[Bearbeiten]

Die bisherige Anschlussstelle 32 Bochum-Stahlhausen und das Endes des Bochumer Rings werden seit dem 29. April 2010 zum Bochumer Westkreuz umgebaut.[29] Die westlichen Teile des Bochumer Rings (namentlich Donezk-, Oviedo- und Nordhausen-Ring) werden zur Autobahn 448 aufgestuft und mit der bereits vorhandenen A 44 ab dem Kreuz Bochum/Witten verbunden. Somit ergibt sich eine durchgängige Verbindung der A 44 vom Westkreuz Bochum bis zum Kreuz Dortmund/Witten. Im Rahmen der mittlerweile aufgegebenen Planungen, die A 44 von Bochum weiter nach Velbert zu führen, war die Verbindung zwischen A 40 und A 44 als A 441 bzw. später als A 442 geplant. Die für April 2013 vorgesehene Fertigstellung des Autobahnkreuzes Bochum-West[30] verschiebt sich wegen der Sanierung von Bergschäden im Baustellenbereich vermutlich bis zum Winter 2014. [31] Die Baukosten für das Kreuz Bochum-West werden mit 60 Millionen Euro angegeben.

Für die im Zuge des Umbaus weggefallenen Tankstellen Bochum-Dückerweg und Bochum-Stahlhausen/Wattenscheider Straße wird der Parkplatz Somborn an der Stadtgrenze von Bochum zu Dortmund zur Rastanlage Beverbach ausgebaut.[32] Ab dem 1. Februar 2012 erfolgten die Baumfällarbeiten, der Ausbau der Parkfläche begann am 2. April[33] und war mit dem Jahresende 2012 abgeschlossen.[34] Nach Abschluss der Arbeiten zur Decken- und Bauwerkserneuerung der A 40 zwischen der Anschlussstelle Dortmund-Kley und Dortmund-Lütgendortmund wurde der Parkplatz am 8. November 2013 an die Verkehrsteilnehmer übergeben. Mit dem Bau der Rastanlage wurde im Oktober 2013 begonnen. Sie soll im Sommer 2014 in Betrieb gehen.[1] An der Nordseite war ein Autohof in Höhe der Hansastraße in Bochum-Wattenscheid angedacht, für den bisher keine genehmigungsfähige Planung vorgelegt werden konnte.[35]

Essen[Bearbeiten]

Die Anschlussstelle 26 Essen-Frillendorf wird zum Technologiezentrum hin verlagert.[36] Die Nordabfahrt wird etwa 500 m östlich an einer neuen Verbindungsstraße gebaut, anschließend die bisherige Abfahrt geschlossen und zurückgebaut. Der Planungsausschuss des Stadtrates der Stadt Essen beauftragte die Verwaltung, nach dem gescheiterten Ankauf eines wichtigen Erschließungsgrundstücks ein Verfahren zur Enteignung des Eigentümers TÜV Nord bei der Bezirksregierung in Düsseldorf einzuleiten.[37]

Die Südabfahrt wird an der Schönscheidtstraße neu eingerichtet.[38] Dort wurde vom 27. April bis Mitte Juni 2012 eine Kanalquerung errichtet, 2013 wurden die Erdarbeiten und der Bau der Verbindung zur Schönscheidtstraße abgeschlossen. Am 10. März 2014 begann der Neubau der Verzögerungs- und Beschleunigungsspur, die im Herbst 2015 fertiggestellt sein soll.

Mülheim an der Ruhr[Bearbeiten]

Bis ca. 2020 ist der sechsstreifige Ausbau der A 40 durch Mülheim an der Ruhr vorgesehen. Die Voruntersuchungen dazu haben begonnen.[39]

Vergabe der Bezeichnung A 40 zwischen 1975 und 1992 für die Lipperandautobahn[Bearbeiten]

Die A 40 als Lipperandautobahn

Die Bezeichnung Bundesautobahn 40 (Abkürzung: BAB 40) – Kurzform: Autobahn 40 (Abkürzung: A 40) war zwischen 1975 und 1992 für die so genannte Lipperand-Autobahn vorgesehen. Das mit Wirkung ab 1. Januar 1975 so bezeichnete Neubauprojekt umfasste eine Autobahn, die folgenden Verlauf aufweisen sollte (in West-Ost-Richtung):[40][41]

Damit hätte sie auch in das Schema der aufsteigenden Nummerierung der West-Ost-Autobahnen von Nord nach Süd gepasst:

Mit der Umbenennung der A 430 in A 40 liegt diese somit zwischen A 42 und A 44.

Der 1971 aufgestellte Plan für den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 sah zunächst noch vor, dass bei Aldekerk eine zweistreifige B 510 von der B 9 abzweigen und von Rheurdt bis Rheinberg vierstreifig ausgebaut werden sollte. Zwischen Rheinberg und westlich Hamm (B 61) war der Neubau als Bundesstraße 1120 vorgesehen, wobei die Entscheidung über die Straßenbaulast (Bund/Land) noch nicht feststand. Zwischen Hamm und Beckum wurde der vierstreifige Bau der B 61 geplant, also eine südlich Ahlen führende Trasse.[42] [43]

Auch mit dem Ersten Gesetz vom 5. August 1976 zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 (BGBl. 1976, Teil I, S. 2093) blieb die Frage der Baulast ungeklärt. Im Bedarfsplan des Zweiten Gesetzes vom 25. August 1980 zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 (BGBl. 1980, Teil I, S. 1614) war nur noch die Strecke Rheinberg (A 57) - Dinslaken (A 3) zum Bau als A 40, allerdings in Dringlichkeitsstufe I vorgesehen. Der parallel zur A 2 verlaufende Teil zwischen Dinslaken und Beckum wurde gestrichen. Lediglich bei Lünen war noch im Zuge der als B 236 geplanten Ortsumgehung ein Teil der ursprünglichen Planung der A 40 aufgenommen worden, allerdings als zweistreifige Lösung in Dringlichkeitsstufe 2. Das Dritte Gesetz vom 21. April 1986 zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen (BGBl. 1986, Teil I, S. 557) führte zur Streichung der A 40-Planung insgesamt, wobei zweistreifige Bundesstraßenneubauten zwischen Rheinberg (A 57) und Dinslaken (A 3), als OU Lünen (B 236) und OU Ahlen (B 58) auf der Trasse der ursprünglichen Planung zur Realisierung kommen sollten (weitere Planungen/weiterer Bedarf). Im Bundesverkehrswegeplan 2003 ist kein Teilabschnitt der alten A 40 enthalten.

Folgende Teilstrecken wurden dem Verkehr übergeben:

  • Rheinberg (Landesstraße 137) - AS Rheinberg - B 510 alt: 1986 (2,3 km, einbahnig, als B 510)
  • Marl-Süd - AS Marl-Sinsen - Landesstraße 551 bei Marl-Sinsen : 1979 (3,2 km, einbahnig, als Landesstraße 522)
  • Werne (Kreisstraße 15) - AS Hamm-Bockum/Werne - nördlich Hamm (B 63): 1965-2001 (13,4 km, einbahnig)

Im aktuellen Landesstraßenbedarfsplan Nordrhein-Westfalens sind folgende Vorhaben enthalten, die auf der Trasse der ehemaligen A 40 liegen:

  • OU Dinslaken B 8 - A 3 (im Zuge der Landesstraße 4)
  • OU Marl B 225 - AS "Auf Höwings Feld" (im Zuge der Landesstraße 522)
  • OU nördlich Werne (im Zuge der Landesstraße 518)

Sonstiges[Bearbeiten]

Zwischen den Anschlussstellen Essen-Huttrop und Essen-Kray befindet sich eine Spurbusstrecke zwischen zwei Autobahnstreifen. Diese beinhaltet die Haltestellen Oberschlesienstraße, Feldhaushof, Frillendorfer Platz und Schönscheidtstraße und wird von den Buslinien 146 und 147 der EVAG bedient. Bis 1985 fuhr hier stattdessen die meterspurige Straßenbahn.

Zwischen den Anschlussstellen Essen-Zentrum und Mülheim-Heißen (Westteil) verkehrt die normalspurige U-Stadtbahnlinie U18, ebenfalls zwischen den Autobahnstreifen.

Auf Essener und Mülheimer Gebiet wurde sogenannter Flüsterasphalt verlegt, auch um den wartenden Fahrgästen die Wartezeit erträglicher zu machen. Diese Maßnahme diente aber vor allem dem Lärmschutz der Anwohner, da die Strecke mitten durch dichtbesiedeltes Gebiet führt.

Zwischen den Anschlussstellen Mülheim-Winkhausen und Bochum-Werne regeln Verkehrsleitanlagen den Verkehr.

Am 14. November 2007 wurde zur Reduzierung der Lärm- und Abgasbelastung der Anwohner in Dortmund an der östlichen Verlängerung der A 40, der Bundesstraße 1 zwischen der B 54 im Westen und der B 236 im Osten, die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h bzw. 70 km/h auf 50 km/h beschränkt.

Seit dem 12. Februar 2008 ist der Ruhrschnellweg zwischen den Autobahnkreuzen Dortmund-West (als A 40 mit der A 45) und Dortmund-Unna (als A 44 mit der A 1) in den Nachtstunden für LKW-Durchgangsverkehr gesperrt.

Seit Mai 2009 ist die Bundesautobahn A 40 Schauplatz mehrerer künstlerischer Interventionen. Die Eichbaumoper[44] und die Symphonie A40[45] zählen zu den ersten Kulturprojekten, die die A 40 als Kulturraum begreifen und sich künstlerisch mit dem Transitraum auseinandersetzen.

Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 ist die A 40 auf verschiedenen Abschnitten in das Projekt mit einbezogen worden. So sind u. a. im Bereich Essen zahlreiche großformatige Bilder und in Bochum farbige Schallschutzwände montiert worden. Den Höhepunkt der Nutzung der A 40 als kulturelle Ruhrgebietsautobahn im Rahmen der Bespielung durch die RUHR.2010 GmbH stellte der 18. Juli 2010 dar. Für diesen Tag wurde der Ruhrschnellweg auf 60 km von der AS Duisburg-Häfen bis Dortmund Märkische Straße (B1) für den Motorverkehr gesperrt. Die Richtungsfahrbahn nach Duisburg wurde mit rund 20.000 Bierzeltgarnituren zum Feiern genutzt, die Gegenrichtung für Radfahrer und Inliner als Mobilitätsspur freigegeben. Auf der gesamten Strecke sollten sowohl Bürger als auch Künstler unter dem Motto Still-Leben Ruhrschnellweg die Kulturhauptstadt Ruhrgebiet feiern und erleben können.[46]

Am 30. Mai 2010 wurde in der Nähe der Anschlussstelle Bochum-Hamme (33) die Autobahnkirche RUHR (Epiphanias-Kirche) eingeweiht.[47]

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b A40: Parkplatz Somborn wird eröffnet. Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, 8. November 2013, abgerufen am 14. November 2013.
  2. Manuelle Straßenverkehrszählung 2010 des BVM PDF-Datei (337 KB)
  3. Ehemalige Straßen, denen der Verlauf der A 40 auf Wattenscheider und Bochumer Stadtgebiet (von West nach Ost) folgte: Westfalendamm (bis Wattenscheider Str.), Darpering, Löbkering (ab Dorstener Str.), Gersteinring (bis Bergstr.), Dortmunder Str. (Quelle: Vergleich Stadtpläne Bochum 1949 und 1975)
  4. der Westen: Bilder der Entstehung der A40, 17. April 2008
  5. Straßen.NRW Projektinformationen zum Ausbau der A40 in Bochum
  6. Straßen.NRW Presseinformation zum Baubeginn, 16. Mai 2007
  7. der Westen: sechs Fahrstreifen für Gelsenkirchen-Süd, 10. August 2011
  8. der Westen: auf der A40 bei Gelsenkirchen rollt der Verkehr nun sechsspurig, 4. November 2011
  9. Straßen.NRW Presseinformation, 3. August 2004
  10. Straßen.NRW Presseinformation, 1. Oktober 2009
  11. Straßen.NRW Projektinformationen zum Ausbau der A40 vom Kreuz Dortmund-West bis zur Schnettkerbrücke
  12. Straßen.NRW Presseinformation, 27. September 2012
  13. Neufelder Heide. 8. Oktober 2010, abgerufen am 22. November 2011.
  14. Hans Hendrik Falk: Neufelder Heide: Bagger rollen. In: RP Online. 8. Oktober 2010, abgerufen am 28. März 2011.
  15. Straßen.NRW Projektinformation zu den Baumaßnahmen im Ruhrschnellwegtunnel in Essen
  16. Spiegel online 11. Juli 2012
  17. Derwesten.de vom 30. September 2012: Verkehr auf der A 40 in Essen rollt wieder
  18. Straßen.NRW Projektinformationen zum Lückenschluss der A40 in Dortmund, siehe A40
  19. der Westen: dortmunder B1-Tunnel darf nicht gebaut werden, 27. August 2009
  20. Ruhr-Nachrichten: Bauplanung für Dortmunder B1-Tunnel rechtswidrig.
  21. Stadt Anzeiger: Neuer Anlauf für B1-Tunnel, 28. Januar 2012
  22. DSW 21: Nadelöhr ist Vergangenheit
  23. Stadtbahnamt Dortmund Los 75
  24. Stadtbahnamt Dortmund: Kreuzungsfreie Bahnstrecke in Aplerbeck
  25. Stadtbahnamt Dortmund: Freie Fahrt ab Frühjahr 2015
  26. Regionaler Masterplan A40/B1, Steckbrief Unna und Holzwickede
  27. Straßen NRW Presseinformation 11. November 2004
  28. Regionaler Masterplan A40/B1, Steckbrief Dortmund
  29. Regionaler Masterplan A40/B1, Steckbrief Bochum
  30. der Westen: A40-Ausbau soll im Frühjahr 2013 fertig sein, 4. Oktober 2011
  31. der Westen: Westkreuz in Bochum wird vermutlich erst im Winter 2014 fertig, 15. Januar 2013
  32. Planfeststellungsbeschluss, 17. Dezember 2010
  33. Straßen NRW: Pressemeldung 27. März 2012
  34. der Westen: Straßen.NRW plant neuen Rastplatz mit Tankstelle für A40 bei Bochum, 16. Februar 2011
  35. der Westen: Hürden für den Autohof, 3. November 2010
  36. Regionaler Masterplan A40/B1, Steckbrief Essen
  37. WAZ Lokales: Politik sieht keinen Ausweg, 22. November 2013
  38. IHK Essen: Planungen AS Essen-Frillendorf (PDF-Datei; 4,17 MB)
  39. Regionaler Masterplan A40/B1, Steckbrief Mülheim an der Ruhr
  40. Netz der Bundesautobahnen und Bundesstraßen. Stand 1. Januar 1976. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 31. März 2013 (Kartenausschnitt).
  41. Netz der Bundesautobahnen und Bundesstraßen. Stand 1. Januar 1976. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 31. März 2013 (Kartenausschnitt).
  42. Bauleistungen auf Bundesfernstraßen im Jahre 1972. Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985. Anlage zum Straßenbaubericht 1972. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 31. März 2013 (Kartenausschnitt).
  43. Bauleistungen auf Bundesfernstraßen im Jahre 1972. Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985. Anlage zum Straßenbaubericht 1972. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 31. März 2013 (Kartenausschnitt).
  44. Die Eichbaumoper
  45. Symphonie A40
  46. RUHR.2010: Still-Leben Ruhrschnellweg
  47. Autobahnkirche RUHR

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 40 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien