Bundesautobahn 52

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Bundesautobahn 52 in Deutschland
Bundesautobahn 52
Karte
Verlauf der A 52
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Niederkrüchten
(51° 12′ N, 6° 4′ O51.2005496.071013)
Straßenende: Marl
(51° 42′ N, 7° 9′ O51.7075997.15272)
Gesamtlänge: 113 km
  davon in Betrieb: 97 km
  davon in Planung: 16 km

Bundesland:

Die A52 verläuft bei Mülheim-Mintard über die Ruhrtalbrücke und verbindet die Städte Düsseldorf und Essen
Die A52 verläuft bei Mülheim-Mintard über die Ruhrtalbrücke und verbindet die Städte Düsseldorf und Essen

Die Bundesautobahn 52 (Abkürzung: BAB 52) – Kurzform: Autobahn 52 (Abkürzung: A 52) – ist eine an der niederländischen Grenze in Niederkrüchten-Elmpt (Kreis Viersen) beginnende Bundesautobahn im Westen Nordrhein-Westfalens, die bis Düsseldorf in West-Ost-Richtung verläuft, von dort bis Marl in Südwest-Nordost-Richtung. Sie endet am Kreuz Marl-Nord, und wird von dort als Landesstraße (L612) nach Haltern weitergeführt.

Verlauf[Bearbeiten]

Teilstücke[Bearbeiten]

Bundesautobahn 52 kurz vor der Mintarder Ruhrtalbrücke

Die Autobahn besteht aus drei Teilstücken:

Lücken[Bearbeiten]

Düsseldorfer Nordwesten[Bearbeiten]

Von Meerbusch-Büderich bis Düsseldorf-Mörsenbroich ist die Lücke in der A 52 durch die B 7 und zwischen Düsseldorf-Mörsenbroich und Düsseldorf-Rath durch die B 1 geschlossen. Die Strecke ist als eine Stadtautobahn errichtet worden, überquert den Rhein (Theodor-Heuss-Brücke), verläuft durch die nördliche Düsseldorfer Innenstadt und führt direkt durch das Mörsenbroicher Ei.

Die B 7 führt auch durch das Heerdter Dreieck (auch „Abzweig Rheinkniebrücke“ genannt) in Düsseldorf-Heerdt an der Grenze zu Oberkassel. An dieser Stelle gabelt sich die dreistreifige Bundesstraße unter Aufteilung des mittleren Fahrstreifens in zwei zweistreifige Schnellstraßen. Nördlich führt die zweistreifige B 7 auf die Theodor-Heuss-Brücke. Die südliche Schnellstraße verläuft unterirdisch parallel zum Rhein auf die Rheinkniebrücke zu.

Für die Umgehung dieser Lücke im Stadtgebiet Düsseldorf steht dem Kraftfahrzeugverkehr die Strecke Kreuz Neersen - Kreuz Düsseldorf-Nord über die A 44 oder die Strecke Kreuz Kaarst - Kreuz Meerbusch - Kreuz Düsseldorf-Nord via A 44 und A 57 zur Verfügung.

Essener Norden[Bearbeiten]

Zwischen dem Autobahndreieck Essen-Ost und der Anschlussstelle (ehemals Kreuz) Essen-Nord an der A 42 gibt es, anders als in Düsseldorf, keinen gut ausgebauten Lückenschluss. Ab dort ist die B 224 bis Gladbeck weitgehend autobahnähnlich ausgebaut, wobei es mehrere beampelte Kreuzungen gibt, an denen es sich regelmäßig staut. Auch die Anschlussstelle Essen/Gladbeck an der A 2 ist bereits teilweise kreuzungsfrei ausgebaut.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Eine Besonderheit ist die Streckenführung im Bereich Gelsenkirchen-Scholven. Hier ist baulich der Abzweig der geplanten A 41 vorbereitet, wodurch die Richtungsfahrbahnen räumlich getrennt geführt werden.

Anders, als es das Streckenband darstellt, sind die Anschlussstellen Essen-Haarzopf und Essen-Rüttenscheid verschachtelt angelegt; aus Richtung Bochum kommend beispielsweise in der Reihenfolge: Abfahrt Rüttenscheid – Abfahrt Haarzopf – Auffahrt Rüttenscheid. Möglich wird dies durch die in diesem Abschnitt beidseitig parallel liegende Norbertstraße, die als Ortsfahrbahn der Autobahn fungiert.

Planungsgeschichte[Bearbeiten]

Bereits in den 1950er Jahren wurde der autobahnähnliche Neubau der Bundesstraße 1 zwischen Düsseldorf-Mörsenbroich (Stadtautobahn) und Breitscheid an der A 3 als nördlicher Zubringer für die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens in Angriff genommen. Der Ausbau wurde im Wesentlichen 1960 vollendet.[1]

Ebenfalls in den 1950er Jahren begann der Bau der Düsseldorfer Stadtautobahn zwischen Meerbusch-Büderich, Düsseldorf-Heerdt, -Niederkassel, -Derendorf und -Mörsenbroich mit der Theodor-Heuss-Brücke im Zuge der Bundesstraße 7. Zwischen 1957 und 1959 erfolgte die Fertigstellung der einzelnen Teilabschnitte.[2]

Bereits 1956 wurden die Planungen für die autobahnmäßige Fortführung des nördlichen Düsseldorfer Zubringers von Breitscheid nach Essen einschließlich einer Ruhrtalhochbrücke bei Mintard als neue Bundesstraße 288 aufgenommen. Die Arbeiten begannen 1963 und wurden 1966 mit der Verkehrsübergabe des Abschnittes zwischen der AS Breitscheid und der AS Essen-Rüttenscheid abgeschlossen.[3]

In den 1960er Jahren wurde einerseits der vierstreifige Aus- und Neubau der Bundesstraße 224 zwischen Gelsenkirchen, Gladbeck und Essen vorangetrieben. 1967 wurde ein Abschnitt zwischen Gladbeck-Butendorf, AS Gelsenkirchen-Buer-West und einem Anschluss an die alte B 224 nördlich der AS Gelsenkirchen-Scholven fertiggestellt.

Ebenfalls in dieser Zeit fand die vierstreifige Strecke Mönchengladbach (etwa ab dem AK Neersen) bis Meerbusch-Büderich im Zuge der Bundesstraße 7 Aufnahme in die Planungen. 1971 wurde auch diese Verbindung für den Verkehr freigegeben.

Im Bedarfsplan des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 30. Juni 1971[4] war zwar auf der später als „Bundesautobahn 52“ bezeichneten Trasse noch keine Bundesautobahn enthalten. Doch dafür war der vierstreifige und teilweise sechsstreifige autobahnähnliche Neubau von Bundesstraßen vorgesehen. Es handelte sich um folgende Vorhaben:

  • B 230: Roermond – Niederkrüchten – Schwalmtal-Hostert (vierstreifig, Dringlichkeitsstufe III)
  • B 230: Schwalmtal-Hostert – Kreuz Mönchengladbach (B 7/B 59) (vierstreifig, Dringlichkeitsstufe II)
  • B 7n: Kreuz Mönchengladbach – Kreuz Neersen (vierstreifig, laufendes Vorhaben)
  • B 288: sechsstreifiger Ausbau zwischen Kreuz Breitscheid und Essen-Rüttenscheid (Dringlichkeitsstufe III)
  • B 288: Essen-Rüttenscheid – Kreuz Essen-Ost (Ruhrschnellweg, B 1) (sechsstreifig, Dringlichkeitsstufe I)
  • B 224: Kreuz Essen-Ost (B 1) – Kreuz Essen-Nord (A 78, heute als A 42 bezeichnet) – Kreuz Gladbeck (A 2) (sechsstreifig, Dringlichkeitsstufe I)
  • B 224: Kreuz Gladbeck – Gelsenkirchen-Scholven – Dreieck Gelsenkirchen-Buer-Nord (B 227n/B 224n, später als A 41 bezeichnet) (vierstreifig, Dringlichkeitsstufe I)

Die Verbindung Dorsten-Ost – Marl-Nord war noch nicht ins Auge gefasst.[5]

Noch vor der Neustrukturierung und neuen Nummerierung des Netzes der Bundesautobahnen, die mit Wirkung ab 1. Januar 1975 eingeführt wurde, erhielt 1973 der Streckenzug Roermond – Mönchengladbach – Büderich die interne Bezeichnung „Autobahn 209“, während die Linie Düsseldorf-Rath – Essen-Rüttenscheid als „Autobahn 214“ bezeichnet wurde.[6]

Mit der Neustrukturierung des Netzes der Bundesautobahnen, die mit Wirkung ab 1. Januar 1975 eingeführt wurde, erhielt die Strecke Roermond – Mönchengladbach – Düsseldorf – Essen – Gelsenkirchen-Buer-Nord die Bezeichnung „Bundesautobahn 52“.[7] [8]

Der Bedarfsplan des Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 5. August 1976[9] enthielt den Streckenzug der A 52 zwar unverändert, doch wurde die Dringlichkeit der einzelnen Teilabschnitte verändert:

  • Roermond – Niederkrüchten – Mönchengladbach-Hardt (vierstreifig, 1. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ia, 2. Fahrbahn als möglicher weiterer Bedarf)
  • Mönchengladbach-Hardt – Kreuz Mönchengladbach (A 61) (vierstreifig, Dringlichkeitsstufe Ia)
  • sechsstreifiger Ausbau zwischen AK Kaarst und AS Büderich in Dringlichkeitsstufe Ib
  • sechsstreifiger Ausbau zwischen AK Breitscheid und AS Essen-Rüttenscheid (möglicher weiterer Bedarf)
  • AS Essen-Rüttenscheid – Kreuz Essen-Ost (Ruhrschnellweg, B 1/A 430) (sechsstreifig, laufendes Vorhaben)
  • Kreuz Essen-Ost (B 1/A 430) – Kreuz Essen-Nord (sechsstreifig, Dringlichkeitsstufe Ib)
  • Kreuz Essen-Nord – Kreuz Gladbeck (vierstreifig in Dringlichkeitsstufe Ib, sechsstreifig als möglicher weiterer Bedarf)
  • Kreuz Gladbeck – Gladbeck-Butendorf (2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ib)

Die Strecke Dorsten-Ost bis Marl-Nord war weiterhin nicht vorgesehen.

Das zweite Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 25. August 1980[10] brachte eine geringfügige Veränderung für den Streckenverlauf der A 52: Mit dem Wegfall der Planung der A 41 Dorsten – Gelsenkirchen – Sprockhövel wurde der fertiggestellte Abschnitt der A 41 zwischen Gelsenkirchen-Buer-Nord und Dorsten-Ost der A 52 zugeordnet. Darüber hinaus waren folgende Vorhaben enthalten:

  • Roermond – Elmpt (2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe II)
  • Elmpt – Kreuz Mönchengladbach (A 61) (vierstreifig, Dringlichkeitsstufe I)
  • sechsstreifiger Ausbau zwischen AS Kaarst-Nord und AS Büderich in Dringlichkeitsstufe I, teilweise laufendes Vorhaben
  • Kreuz Essen-Ost (B 1/A 430) – Kreuz Essen-Nord – Kreuz Gladbeck (sechsstreifig, Dringlichkeitsstufe I)
  • Kreuz Gladbeck – Gelsenkirchen-Buer-Nord (abschnittsweiser Ausbau in Dringlichkeitsstufe I)

Die Strecke Dorsten-Ost – Marl-Nord war weiterhin nicht als Bestandteil der A 52 vorgesehen, obgleich sie 1980 insgesamt fertiggestellt war.

Das Dritte Gesetz zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 21. April 1986[11] enthielt weiterhin die Aufnahme der Strecke Dorsten-Ost – Marl-Nord in die Linie der A 52 nicht. Das Gesetz brachte allerdings für die A 52 weitere Änderungen. Vorgenommen waren nun:

  • Roermond – Elmpt (2. Fahrbahn als weiterer Bedarf)
  • Elmpt – Kreuz Mönchengladbach (A 61) (vierstreifig, 1. Fahrbahn im vordringlichen Bedarf, 2. Fahrbahn im weiteren Bedarf)
  • Kreuz Essen-Ost (B 1/A 430) – Kreuz Essen-Nord – Kreuz Gladbeck (sechsstreifig, vordringlicher Bedarf)
  • Kreuz Gladbeck – Gelsenkirchen-Buer-West (abschnittsweiser Ausbau als vordringlicher Bedarf)

1987 wurde die Strecke Dorsten-Ost bis Marl-Nord als A 52 gewidmet.

Nach dem Vierten Gesetzes zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 15. November 1993[12] waren geplant:

  • Roermond – Elmpt (2. Fahrbahn als weiterer Bedarf)
  • Elmpt – AS Hostert (2. Fahrbahn im vordringlichen Bedarf)
  • Kreuz Essen-Ost (B 1/A 430) – Kreuz Essen-Nord (sechsstreifig, weiterer Bedarf)
  • Kreuz Essen-Nord – Kreuz Gladbeck – AS Gelsenkirchen-Buer-West (sechsstreifig, vordringlicher Bedarf)

Der Bedarfsplan des Fünften Gesetzes zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 4. Oktober 2004 [13] umfasste noch folgende Projekte:

  • Roermond – Elmpt (vordringlicher Bedarf)
  • Kreuz Essen-Ost (B 1/A 430) – Kreuz Essen-Nord (sechsstreifig, fest disponiertes Vorhaben)
  • Kreuz Essen-Nord – Kreuz Gladbeck – Gladbeck-Butendorf (vierstreifig, vordringlicher Bedarf).

Die Regierungen des Königreiches der Niederlande und der Bundesrepublik Deutschland hatten sich in einem Staatsvertrag verpflichtet, ihre Autobahnnetze weiter zu verknüpfen, so auch im Falle der Verbindung von A 52 und der niederländischen N 280. Das Projekt wurde durch die EU gefördert, da dies die Transeuropäischen Netze verbessert. Von der niederländischen A 73 bei Roermond bis zur deutsch-niederländischen Grenze wurde die N 280 autobahnähnlich ausgebaut. Am 18. Mai 2009 wurde das Teilstück zwischen der niederländischen Grenze und Elmpt freigegeben.[14]

Liste der Verkehrsfreigaben[Bearbeiten]

  • 1957-59: Bau der Stadtautobahn Düsseldorf (Büderich – Heerdt – Niederkassel – Derendorf – Mörsenbroich)
  • 1959-60: Aus- und Neubau des nördlichen Zubringers Düsseldorf zwischen AS Düsseldorf-Rath und AS Breitscheid (10,3 km, zunächst als B 1 gewidmet; 1971 zur Autobahn aufgestuft)
  • 1966: AS Breitscheid – AS Essen-Rüttenscheid (13 km, als B 288 gewidmet; 1971 zur Autobahn aufgestuft)
  • 1967: AS Gelsenkirchen-Buer-West – Anschluss an B 224 nördlich AS Gelsenkirchen-Scholven (2,5 km, als B 224 gewidmet)
  • 1968: AS Marl-Brassert – AS Marl-Hamm (3 km, zunächst als Landesstraße gewidmet)
  • 1971: AK Neersen – AS Büderich (15,9 km, zunächst als B 7 gewidmet)
  • 1971: AK Essen-Nord (2 km,als B 224 gewidmet)
  • 1973: AS Marl-Frentrop – AS Marl-Brassert (3 km, zunächst als Landesstraße gewidmet)
  • 1974: AK Mönchengladbach – AK Neersen (8,5 km, zunächst als B 7n gewidmet)
  • 1974: Anschluss an B 224 nördlich AS Gelsenkirchen-Scholven – AS Gelsenkirchen-Hassel (1,5 km, zunächst als Landesstraße gewidmet)
  • 1979: AS Marl-Hamm – AK Marl-Nord (4 km, zunächst als Landesstraße gewidmet)
  • 1980: AS Gelsenkirchen-Hassel – AS Marl-Frentrop (5 km, zunächst als Landesstraße gewidmet)
  • 1981: AS Essen-Rüttenscheid – AD Essen-Ost (5 km)
  • 1983: AS Hostert – AK Mönchengladbach (4,1 km)
  • 1989: Umgehung Waldniel (1. Fahrbahn, 4,7 km)
  • 1999: westlich Elmpt – östlich Niederkrüchten (8,1 km)
  • 1999: östlich Niederkrüchten – östlich AS Hostert (2. Fahrbahn, 5,1 km)
  • 2009: Roermond (Bundesgrenze D/NL) – Elmpt (5,4 km)

Aktuelle Planungen und Weiterbau[Bearbeiten]

Ausbau bei Mönchengladbach[Bearbeiten]

Es ist ferner geplant, die A 52 zwischen dem Kreuz Mönchengladbach und dem Kreuz Neersen von zwei auf drei Fahrstreifen pro Richtungsfahrbahn zu erweitern. Dazu haben im Autobahnkreuz Neersen schon Arbeiten begonnen (siehe auch Bundesautobahn 44).[15]

Weiterbau in Essen und Gladbeck[Bearbeiten]

Ende des mittleren Teilstücks an der A 40 im Abzweig Essen-Ost

Seit längerem geplant wird der Ausbau der fehlenden Teilstücke zwischen A 40 (Abzweig Essen-Ost) und A 42 (Kreuz Essen-Nord) sowie von dort bis zur A 2 (Kreuz Gladbeck). Insbesondere gegen die Teilstücke durch die dicht bebauten Gebiete von Essen und Gladbeck gibt es Widerstand, der im Wesentlichen von örtlichen Bürgerinitiativen getragen wird. Dabei steht besonders die Streckenführung der A52 aus Marl bis zum geplanten AK Gladbeck in der Kritik, da man sich bis heute auf keine endgültige Bauweise einigen konnte. Am 21. Januar 2009 wurden von der Stadt Essen die Planungsunterlagen für das Teilstück zwischen dem AK Essen-Nord und Bottrop im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ausgelegt.

2009 enthielten die aktuellen Planungen einen Fertigstellungstermin des letzten Teilstücks zwischen Essen-Ost und Essen-Nord für das Jahr 2023 [16].

Am 17. Februar 2011 meldete die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, der Ausbau der A 52 auf Essener Stadtgebiet solle mangels Kostenübernahme durch den Bund und schlechter städtebaulicher Verträglichkeit nicht mehr erfolgen.[17]

Am 25. März 2012 ergab ein Bürgerentscheid, an dem sich rund 23.000 Gladbecker beteiligten, dass die Gladbecker den als sogenannte "Tunnellösung" geplanten Ausbau der B224 auf Gladbecker Stadtgebiet nicht mit zwei Millionen Euro bezuschussen wollen.[18] Das Ergebnis des Bürgerentscheids war mit 55,9 % zu 44,1 % ausgefallen. Ursprünglich war ein oberirdischer Lückenschluss, aber zuletzt war dann eine Lösung in Form eines Tunnels geplant worden, auf dem eine grüne Allee platziert werden sollte. Der Landesbetrieb Straßen.NRW schließt aber derzeit nicht aus, dass der Abschnitt von Essen vorbei an Essen-Nord und Bottrop bis zum Kreuz Gladbeck und damit der Ausbau der Anschlussstelle Essen/Gladbeck zum Autobahnkreuz Gladbeck realisiert wird.[19]

Im August 2014 wurde bekannt, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW ein Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Essen-Nord (A 42) - Kreuz Gladbeck (A 2) eingeleitet hat, worauf die Gladbecker Bürger Widerstand ankündigten.[20]

Seit August 2014 wird die Einmündung der A52 in die A40 Richtung Bochum umgebaut. Die neue Fahrbahn wird ca 100m weiter westlich in die A40 einmünden.

Sanierung der Ruhrtalbrücke Mintard[Bearbeiten]

Die Ruhrtalbrücke zwischen dem Kreuz Breitscheid und Essen-Kettwig war von 2001 bis 2005 saniert worden. Während der Bauarbeiten, die jeweils in den Sommermonaten stattgefunden hatten, waren beide Fahrtrichtungen nur einspurig befahrbar gewesen, verbunden mit einem Fahrverbot für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht über 16 Tonnen.[21] In der Annahme, dass die stählernen Übergangselemente "länger halten" würden, waren diese von der Sanierung ausgenommen worden.[22] Da sich diese Annahme als falsch herausstellte und die Übergänge durch Tausalz- und Wassereinwirkung korrodiert sind, musste der Landesbetrieb Straßen.NRW erneut eine Sanierung für den Zeitraum 1. Juli bis 30. September 2013 ansetzen. Während dieser Arbeiten wurde die A 52 zwischen dem Kreuz Breitscheid und der Anschlussstelle Essen-Kettwig in Fahrtrichtung Essen komplett gesperrt. Die Fahrspuren in Fahrtrichtung Düsseldorf blieben offen, wurden aber zeitweilig über die (gesperrten) Gegenrichtungsfahrbahnen geführt.[23]

Sonstiges[Bearbeiten]

Am 24. November 2006 stürzte ein aus Berlin kommendes Kleinflugzeug vom Typ Piper PA-34 der VHM Schul- und Charterflug infolge Kraftstoffmangels auf die A 52 an der Anschlussstelle Essen-Haarzopf ab. Es wurden sieben Personen verletzt, zudem führte das Ereignis zu Schäden an Fahrzeugen und Infrastruktur. In der Folge des Zwischenfalls staute sich der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen auf bis zu 10 km Länge.

Wegen Gefährdung des Luftverkehrs wurde der Pilot zu einer Haftstrafe von 15 Monaten auf Bewährung und zu einer Geldbuße von 20.000 € verurteilt. Ebenso verlor er seine Fluglizenz. Aufgrund der festgestellten groben Fahrlässigkeit bei Übernahme des gemieteten Flugzeugs wurde der entstandene Sachschaden an der Maschine in Höhe von rund 150.000 € nicht durch die Kaskoversicherung des Flugzeugs erstattet.[24]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 52 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Bürgerinitiativen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Autobrücke flog in die Luft. Rheinische Post / Bürgerschaft Breitscheid e. V., 26. Mai 1959, abgerufen am 31. Mai 2014 (Presseartikel).
  2. Tamms / Auberlen / Beyer: Die Stadtautobahn Düsseldorf Brücken, Straßen und Hochstraßen der Zufahrt zur Nordbrücke, Kirschbaum Verlag, Bad Godesberg 1960
  3. Hochbrücke durch das Ruhrtal? unbekannt/Bürgerschaft Breitscheid e. V., 1956, abgerufen am 31. Mai 2014 (Presseartikel).
  4. Bundesgesetzblatt Jg. 1971, Teil I, S. 873
  5. Bauleistungen auf Bundesfernstraßen im Jahre 1972. Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985. Anlage zum Straßenbaubericht 1972. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 31. März 2013 (Kartenausschnitt).
  6. Der Große Shell Atlas, Mairs Geographischer Verlag, Stuttgart 1973/74, Bl. 31
  7. Struktur und Numerierung der Bundesautobahnen. Vorgesehenes Gesamtnetz. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, 15. Juni 1974, abgerufen am 18. September 2013 (Kartenausschnitt).
  8. Netz der Bundesautobahnen und Bundesstraßen. Stand 1. Januar 1976. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 31. März 2013 (Kartenausschnitt).
  9. Bundesgesetzblatt Jg. 1976, Teil I, S. 2093
  10. Bundesgesetzblatt Jg. 1980, Teil I, S. 1614
  11. Bundesgesetzblatt Jg. 1986, Teil I, S. 537
  12. Bundesgesetzblatt Jg. 1993, Teil I, S. 1877
  13. Bundesgesetzblatt Jg. 2004, Teil I, S. 2574
  14. Jetzt wird gebaggert. In: Grenzland-Nachrichten am 16. August 2007, abgerufen am 1. Juni 2014.
  15. Sechsspuriger Ausbau der A 52 geplant. In: Rheinische Post online am 10. Dezember 2011, abgerufen am 1. Juni 2014
  16. Das 572-Millionen-Projekt. In: Der Westen online am 8. April 2009, abgerufen am 6. Mai 2013
  17. Das Großprojekt A 52 steht vor dem Aus. In: Der Westen online am 17. Februar 2011, abgerufen am 18. Februar 2011.
  18. Bürgervotum: Klares Nein zur A 52 (WAZ, 26. März 2012)
  19. Neues Kreuz für A2 bei Gladbeck ist noch nicht vom Tisch (WAZ, 27. März 2012)
  20. Gladbeck kündigt Widerstand an (WDR 11. August 2014)
  21. A52: Ruhrtalbrücke bleibt doch einspurig. In: RP Online am 29. Juli 2005, abgerufen am 30. Mai 2013.
  22. A52 Richtung Essen im Sommer drei Monate dicht. In: Der Westen online am 31. Januar 2013, abgerufen am 30. Mai 2013.
  23. 'A52: Neue Fahrbahnübergänge für die Mintarder Brücke. Straßen.NRW online am 31. Januar 2013, abgerufen am 30. Mai 2013.
  24. dpa/heg: Pilot muss für Bruchlandung auf Autobahn zahlen. In: DIE WELT online. Axel Springer AG, 14. Januar 2010, abgerufen am 13. Oktober 2013.