Little Feat

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Little Feat
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock ’n’ Roll, Bluesrock, Westcoast
Gründung 1969
Website www.littlefeat.net
Gründungsmitglieder
Lowell George (bis 1979)
Roy Estrada (bis 1972)
Gesang, Schlagzeug
Richard Hayward (bis 2009)
Gesang, Keyboard
Bill Payne
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre, Dobro
Paul Barrère (seit 1972)
Bass
Kenny Gradney (seit 1972)
Perkussion
Sam Clayton (seit 1972)
Gesang, Keyboard
Bill Payne
Fred Tackett (seit 1988)
Schlagzeug
Gabe Ford (seit 2009)
Ehemalige Mitglieder
Gesang, Gitarre
Craig Fuller (1988–1993)
Gesang, Perkussion
Shaun Murphy (1993–2009)

Die Rockband Little Feat wurde 1969 in Los Angeles von Lowell George gegründet.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Little Feat 1977 Paul Barrere und Lowell George
Little Feat 2009 Stockholm

Nachdem Frank Zappa seinen Song Willin’ abgelehnt hatte, hatte Lowell George zusammen mit Roy Estrada die Mothers of Invention verlassen, um eine eigene Band zu gründen. Sie konnten Bill Payne und Richard Hayward zum Mitmachen überzeugen.

Russ Titelman produzierte das 1971er Debüt Little Feat, auf dem Ry Cooder als Gaststar zu hören war. Weder die Single Hamburger Midnight noch das Album verkauften sich gut, trotz sehr guter Kritiken. Auch das zweite Album Sailin’ Shoes von 1972 floppte, obwohl es von der Kritik hoch gelobt wurde. Auf beiden Alben war eine Kombination aus verschiedenen Musikstilen aus dem Süden der USA zu hören.

Roy Estrada stieg 1972 aus, für ihn kamen Kenny Gradney, Sam Clayton und Paul Barrère. Die Alben Dixie Chicken (1973) und Feats Don’t Fail Me Now (1974) brachten schon mehr Umsatz für die Band. Auf Dixie Chicken spielte die Band Countryrock. Auf einer Europa-Tournee mit den Doobie Brothers 1975 konnte man eindeutig erkennen, wie professionell die Band spielte. Die Genres reichten dabei von Country über Blues bis Boogie. Mit The Last Record Album (1975) gelang der Band endgültig der Durchbruch. 1976 tourte Little Feat erneut durch Europa, u. a. auch im Vorprogramm der Rolling Stones.

Auf der 1977er LP Time Loves a Hero waren Jazz Rock-Anklänge zu hören. Im selben Jahr musste sich George einer Drogen-Entzugskur unterziehen. Das Doppelalbum Waiting for Columbus aus dem Jahre 1978 präsentierte die Qualitäten von Little Feat als Live-Band. Es gilt als eines der besten Live-Alben der 1970er Jahre und erreichte mit Verkäufen von über einer Million erstmals Platin. Noch während der Produktion von Down on the Farm (1979) verließ George die Band, die sich daraufhin auflöste. Lowell George starb am 29. Juni 1979 nach einem Herzanfall.

1981 wurde Hoy-Hoy! veröffentlicht, das sowohl Live-Aufnahmen als auch Studio-Produktionen bot.

1988 kam es zu einer Reunion von Little Feat mit Barrère, Clayton, Hayward, Payne, Gradney, Craig Fuller und Fred Tackett. Fullers Gesangsqualitäten konnten auf der LP Let It Roll von 1988 nicht mit Georges mithalten, auch fehlte der Platte eine gewisse Eigenwilligkeit. Auf Representing the Mambo (1990) präsentierte Little Feat wunderbare Slide-Gitarren-Klänge. Die Sängerin Shaun Murphy war bereits auf Let It Roll zu hören gewesen. 1993 ersetzte sie Craig Fuller als festes Mitglied der Gruppe. Die Live-Qualitäten der Band hatten auch nicht nachgelassen, wie das 96er Album Live From Neon Park bewies. Außerdem wurden noch die Studio-Alben Under the Radar (1998), Chinese Work Songs (2000), Kickin' It at the Barn (2003) und Join the Band (2008) veröffentlicht.

Im Februar 2009 verließ Shaun Murphy die Band. Der Drummer Richie Hayward wurde im August 2009 mit der Diagnose Leberkrebs konfrontiert, er verstarb im Jahr 2010. Haywards Schlagzeug-Techniker Gabe Ford spielt seitdem Schlagzeug.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • Little Feat (1970)
  • Sailin’ Shoes (1972)
  • Dixie Chicken (1973)
  • Feats Don’t Fail Me Now (1974)
  • The Last Record Album (1975)
  • Time Loves a Hero (1977)
  • Waiting for Columbus (1978)
  • Down on the Farm (1979)
  • Hoy-Hoy! (1981)
  • As Time Goes By: The Very Best of Little Feat (1986)
  • Let It Roll (1988)
  • Representing the Mambo (1990)
  • Shake Me Up (1991)
  • Ain’t Had Enough Fun (1995)
  • Live From Neon Park (1996)
  • Under the Radar (1998)
  • Extended Versions: The Encore Collection (2000)
  • Rockpalast Live (2000) [DVD rec.1977]
  • Chinese Work Songs (2000)
  • Hotcakes & Outtakes 30 Years of Little Feat (2000)
  • Waiting for Columbus - Deluxe Edition (2002)
  • Raw Tomatos Volume One (2002)
  • Ripe Tomatos Volume One (2002)
  • Live at the Rams Head (2002)
  • Down Upon the Suwannee River (2003)
  • Kickin’ It at the Barn (2003)
  • High Wire Act Live In St. Louis 2003 (2003) [2CD]
  • Barnstormin’ Live Volume One (2005)
  • Barnstormin’ Live Volume Two (2005)
  • The Essentials (2005)
  • The Best of Little Feat (2006)
  • Rocky Mountain Jam (2007)
  • Join the Band (2008)
  • Rooster Rag (2012)

DVDs[Bearbeiten]

  • Rockpalast Live (2000) – „Rockpalast“ Juli 1977 und ein Bonustrack Pinkpop Festival, Geleen, Holland, 7. Juni 1976
  • High Wire Act Live In St. Louis 2003 (2004 live)
  • Little Feat & Friends in Jamaica – Burgers & Paradise (2006 live) – Little Feat & Friends in Jamaica 2005
  • Little Feat: Skin It Black – The Rockpalast Collection (2009)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Little Feat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien