Logone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logone
Verlauf des Logone im Einzugsgebiet des Schari

Verlauf des Logone im Einzugsgebiet des Schari

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad
Flusssystem Schari
Abfluss über Schari → Tschadsee
Ursprung Zusammenfluss von östlicher Logone und Mbéré/westlicher LogoneVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung bei N’Djamena in den Schari12.10614315.035255Koordinaten: 12° 6′ 22″ N, 15° 2′ 7″ O
12° 6′ 22″ N, 15° 2′ 7″ O12.10614315.035255
Vorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Länge 1000 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 78.000 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel BongorVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ
492 m³/s
Durchflossene Stauseen Maga-Damm an einem Nebenarm
Großstädte Kousséri, Moundou
Mittelstädte Bongor
Blick auf Logone-Birni (Aus dem Buch The earth and its inhabitants, Africa 1893)

Blick auf Logone-Birni (Aus dem Buch The earth and its inhabitants, Africa 1893)

Der Logone ist ein etwa 1.000 Kilometer langer Fluss in Zentralafrika. Er entspringt in zwei Quellflüssen. Dem Pendé (östlicher Logone) in der Präfektur Ouham-Pendé in der Zentralafrikanischen Republik und dem Mbéré (westlicher Logone) im Osten von Kamerun. Er durchfließt Teile der Zentralafrikanischen Republik und des Tschad und bildet mit seinem Unterlauf die Grenze zwischen Kamerun und Tschad. Ab August setzt die Hochwassersaison des Logone ein. In dieser überschwemmt der Fluss die Plaines d'inondation du Logone et les dépressions Toupouri und die Waza-Ebene; beide Gebiete stehen unter dem Schutz der Ramsar-Konvention. Mit Abtrocknen des Yaeres fließt ein Teil der Wassermassen zurück in den Logone, der andere Teil fließt in den El Beid und verlängert die Flutsaison des Flusses. Außerdem führt er den Überschwemmungsgebieten ca. 850.000 Tonnen an Sedimenten zu.[1] Südlich von N’Djamena vereinigt er sich mit dem Schari, der in den Tschadsee mündet.

Das Einzugsgebiet des Flusses beträgt rund 78.000 km². Ein wichtiger Nebenfluss ist der Tsanaga.

Hydrometrie[Bearbeiten]

Die Durchflussmenge des Flusses wurde von 1948 bis 1986 in Bongor, einer Stadt im Tschad kurz nach der Einmündung des Pendé, etwa 450 Kilometer vor der Mündung in den Schari in N’Djamena gemessen.[2] Es ist zu beachten, dass sich die Wassermenge bis zur Mündung durch die starke Verdunstung verringert, da der Fluss bis dorthin nicht mehr ausreichende Zuläufe hat, um ihn wieder aufzufüllen. Die in Bongor beobachtete mittlere jährliche Durchflussmenge betrug in diesem Zeitraum 492 m³/s, gespeist durch eine Fläche von rund 73.700 km², einem Großteil des Einzugsgebiets des Flusses. In seinem letzten Stück, in N’Djamena, waren es noch 400 m³/s.

Die durchschnittliche monatliche Durchströmung des Flusses Longone gemessen an der hydrologischen Station von Bongor (in m³/s)
(Berechnet mit den Daten eines Zeitraums von 38 Jahren, 1948-1986)

Bevölkerung[Bearbeiten]

In der östlichen unteren Logoneniederung bildeten sich bei der Kotoko-Bevölkerung mehrere historische Sultanate (Kousséri, Logone-Birni, Makari-Goulfey und andere) heraus, die politisch von den Großreichen Bornu oder Baguirmi abhängig waren und heute zu Kamerun gehören.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Tschad sind die Verwaltungsregionen Logone Oriental und Logone Occidental nach dem Fluss benannt; Ober-Logone war ein Verwaltungsbezirk der deutschen Kolonie Kamerun.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ramsar Informationen über Kamerun PDF-Dokument (englisch)
  2. GRDC - Chari Basin : Der Logone in Bongor