N’Djamena
12.11638888888915.072222222222Koordinaten: 12° 7′ N, 15° 4′ O
| N’Djamena | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat | Tschad | |
| N’Djamena | ||
| ISO 3166-2 | TD-ND | |
| Höhe | 295 m | |
| Einwohner | 1.092.000 (2012) | |
| Metropolregion | 1.518.988 (2012) | |
| Gründung | 1900 | |
| Politik | ||
| Bürgermeister | Mahamat Zène Bada | |
| Universität von N’Djamena | ||
N’Djamena (bis 1973 Fort-Lamy; arabisch نجامينا Nidschamina, DMG Niǧāmīnā) ist die Hauptstadt der Republik Tschad und zugleich größte Stadt des Landes.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Die Stadt liegt im Südwesten des Landes am Zusammenfluss der Flüsse Logone und Schari, der hier die Grenze zu Kamerun bildet. Eine Brücke verbindet die Stadt mit Kousséri auf der anderen Seite.
Klima [Bearbeiten]
Die Temperatur in N’Djamena beträgt im Jahresmittel 28,1 °C, der durchschnittliche Niederschlag liegt jährlich bei 628 mm und ist hauptsächlich auf die Monate Juni bis August verteilt.
| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für
Quelle: wetterkontor.de
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Bevölkerung [Bearbeiten]
N’Djamena hat 1.092.000 Einwohner in der eigentlichen Stadt und 1,5 Millionen im Ballungsraum.
Bevölkerungsentwicklung[1]:
| Jahr | Einwohner | |
|---|---|---|
| Stadt | Ballungsraum | |
| 1993 (Zensus) | 530.965 | 650.000 |
| 2012 (Berechnung) | 1.092.000 | 1.518.988 |
Geschichte [Bearbeiten]
Gegründet wurde der Ort von Émile Gentil zu Beginn der französischen Kolonialherrschaft am 29. Mai 1900 unter dem Namen Fort-Lamy. Benannt wurde er nach dem Afrikaforscher und Militärführer François Joseph Amédée Lamy, der fünf Wochen zuvor, am 22. April 1900, in der für die Franzosen siegreichen Schlacht bei Kousséri (Fort-Fureau), am gegenüberliegenden Ufer des Schari, gegen den arabischen Usurpator von Bornu, Rabeh-az Zubayr, gefallen war. Bis zur Unabhängigkeit des Landes 1960 war hier der Sitz der französischen Verwaltung. Im Zweiten Weltkrieg diente die Stadt als Hauptumschlagplatz für Nachschublieferungen durch die Alliierten. Deswegen wurde Fort Lamy am 20. Januar 1942 in einer Geheimaktion von zwei deutschen Flugzeugen angegriffen. Bis auf sehr hohen Sachschaden und ein paar Verletzten hatte diese Aktion jedoch kaum Einfluß auf das Kriegsgeschehen.
Am 6. November 1973 wurde die Stadt in N’Djamena umbenannt; der arabische Name stammte von einem kleinen Ort in der Nähe und bedeutet "hier haben wir geruht". Die Bevölkerung wuchs von 9.976 im Jahr 1937 über 126.483 1968 auf inzwischen rund eine Million Einwohner.
Während der Bürgerkriege in den 1970er und 1980er Jahren war die Stadt mehrfach umkämpft.
Wirtschaft [Bearbeiten]
In N’Djamena befindet sich die 1970 gegründete einzige Universität des Tschad. Daneben gibt es eine ganze Reihe von Oberschulen.
N’Djamena verfügt über einen internationalen Flughafen (IATA-Code NDJ), der von Cargolux, Air France, Ethiopian Airlines, Sudan Airways und Cameroon Airlines angeflogen wird.
Es gibt moderne Fleischfabriken und eine Erdölraffinerie.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Die Sehenswürdigkeiten sind das Museum und die Altstadt.
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Misdongard Betoligar (* 1985), Fußballspieler
Literatur [Bearbeiten]
- Alain Vivien, N'Djamena (naguère Fort-Lamy). Histoire d'une capitale africaine, Sépia, Paris, 2006, ISBN 2-84280-108-3
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Barh El Gazel | Batha | Borkou | Chari-Baguirmi | Ennedi | Guéra | Hadjer-Lamis | Kanem | Lac | Logone Occidental | Logone Oriental | Mandoul | Mayo-Kebbi Est | Mayo-Kebbi Ouest | Moyen-Chari | Salamat | Sila | Tandjilé | Tibesti | Wadai | Wadi Fira
und Ville de N'Djamena