Look What the Cat Dragged In

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Look What the Cat Dragged In
Studioalbum von Poison
Veröffentlichung 23. Mai 1986
Label Enigma
Format LP, CD
Genre Glam Metal
Anzahl der Titel 10
Laufzeit 33:26

Besetzung

Produktion Ric Browde
Studio Music Grinder Studios
Chronologie
Look What the Cat Dragged In Open Up and Say... Ahh!
1988

Look What the Cat Dragged In ist der Titel des Debütalbums der US-amerikanischen Glam-Metal-Band Poison.

Entstehung[Bearbeiten]

Poison wurde 1983 in Harrisburg, Pennsylvania, unter dem Namen Paris gegründet. Neben Sänger Bret Michaels bestand die Band aus dem Schlagzeuger Rikki Rockett, dem Bassisten Bobby Dall und dem Gitarristen Matt Smith. Die Band siedelte nach Los Angeles um und produzierte nach der Umbenennung in Poison ein Demoband für Atlantic Records, konnte die Schallplattenfirma damit jedoch nicht überzeugen. Matt Smith verließ die Band, als seine Freundin ein Kind erwartete, und wurde durch C.C. DeVille ersetzt.

1986 entstand unter der Regie des Produzenten Rik Browde ein selbstfinanziertes Album, für dessen Tonmischung Michael Wagener verantwortlich zeichnete. Im Anschluss begleiteten Poison als Vorgruppe die Tourneen von Quiet Riot, Loudness, Cheap Trick und Ratt.

Für das Schallplattencover erklärte die Band ihrem damaligen Photographen anhand von Frauenzeitschriften wie Vogue, Elle und Cosmopolitan, wie sie aussehen wollte; infolgedessen gab es, wie ihr damaliger Photograph erklärt, „Kerle auf dem [Sunset] Strip, die die Schnecken von Poison ficken wollten“.[1]

Titelliste[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Look What the Cat Dragged In
  US 3 23.05.1987 (101 Wo.)
Singles
Talk Dirty to Me
  US 9 16.05.1987 (16 Wo.)
  UK 67 16.05.1987 (3 Wo.)
Cry Tough
  US 1 24.12.1988 (21 Wo.)
  UK 97 22.08.1987 (1 Wo.)
I Want Action
  US 50 25.07.1987 (10 Wo.)
I Won’t Forget You
  US 13 17.10.1987 (42 Wo.)
  1. (3:17) Cry Tough
  2. (3:05) I Want Action
  3. (3:34) I Won’t Forget You
  4. (4:04) Play Dirty
  5. (3:09) Look What the Cat Dragged In
  6. (3:44) Talk Dirty to Me
  7. (3:39) Want Some, Need Some
  8. (2:33) Blame it on You
  9. (3:14) No. 1 Bad Boy
  10. (2:45) Let Me go to the Show

Rezeption[Bearbeiten]

Poison waren vom Start weg erfolgreich. Die erste ausgekoppelte Single, Talk Dirty to Me, erreichte die Top Ten der US-Single Charts, I Won’t Forget You schaffte es bis auf Platz 13, I Want Action erreichte Platz 50. In Großbritannien schafft es Talk Dirty to Me auf Platz 67, das wenig später veröffentlichte Cry Tough erreichte Platz 97. In den USA schoss das Album bis auf Platz 3 der Album-Charts und wurde im März 1987 mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Bereits im April 1987 folgte die Platinauszeichnung, und im September 1987 Doppelplatin. Look What the Cat Dragged In erhielt am 7. August 1990 Dreifach-Platin.[2]

Holger Stratmann schrieb im von ihm herausgegebenen Rock Hard über das Debüt von Poison, „schon das Cover, der Lippenstift, die viele Schminke...“ seien „zum Kotzen!!!“ Er wolle aber „mal tolerant sein“ und sich das Album anhören. Das Ergebnis beschrieb er mit „Iiiiiiiiiiiihhhh!“ Es handele sich um „Teeniesülzmetal wie ihn Sweet vor Jahren noch härter und besser auf die Beine“ gebracht hätten, „klischeehafter und dümmer“ ginge es nicht mehr.[3] In der Kritik zum Nachfolger Open Up and Say... Ahh! schrieb er, es sei „nicht gesagt, daß es mir beim Anblick der vier Girls, sorry, Boys wieder so schlecht wird wie bei dem Cover des Debüts“.[4] Stratmann schaffte es als Herausgeber des Hefts, Glam Metal für fast dreißig Jahre aus diesem „weitgehend herauszuhalten“.[5] Auch eine deutsche Extreme-Metal-Band, die ebenfalls Poison hieß, äußerte, ihren Mitgliedern sei beim Anblick der US-amerikanischen Band übel geworden; sollte diese so bekannt werden wie Mötley Crüe oder Twisted Sister, überlege die Band, sich umzubenennen, um nicht mit der US-amerikanischen verwechselt zu werden.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sam Dunn, Scot McFadyen, Jessica Joy Wise: Metal – A Headbanger’s Journey, 2005.
  2. Auszeichnungsdatenbank der Recording Industry Association of America (RIAA), abgerufen am 5. Januar 2013
  3. Holger Stratmann: Poison. Look What The Cat Dragged In. in Rock Hard, Nr. 18, abgerufen am 27. März 2013.
  4. Jenny Rönnebeck: Hair Metal. »Wir wollten nicht nur Image sein«. In: Rock Hard, Nr. 310, März 2013, S. 38.
  5. Holger Stratmann: Hallo Freunde!. In: Rock Hard, Nr. 310, März 2013, S. 3.
  6. “As you know there is an US glam fag band called POISON, what do you think of them?”
    - “I haven’t heard them yet (luckily!), but our bass player told me that he saw a video with them and he got sick for two weeks after it. When I first saw their lp cover, I thought: ‘Oh, nice US chicks, I would like to fuck one of them.....’ But then I learned that it were boys. (At least they pretended to be male.......) (Maybe they are ‘crossovers’) If they should become as fameous [sic!] as (or should I say ‘notorius’ [sic!]?) as MOTLEY CRAP or PISSED SISTER, we’ll probably have to change our name. Maybe to POISONED, ’cause we don’t want to be mixed up with all that homo shit.” Poison. infernal massacre. In: Jon Kristiansen: Slayer. N° 1 à 5. Rosières en Haye: Camion Blanc 2009, S. 363.