Quiet Riot

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Quiet Riot
Allgemeine Informationen
Genre(s) Heavy Metal, Glam Metal
Gründung 1975
Auflösung 2008
Neugründung 2010
Aktuelle Besetzung
Gesang
Jizzy Pearl (seit 2013)
Alex Grossi (2001-2005, seit 2006)
Chuck Wright (1985-1987, 1994-1997, 2001-2005, seit 2006)
Frankie Banali (seit 1982)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Kevin DuBrow (1975-1987, ab 1992, †2007)
Gesang
Paul Shortino (1987-1989, 2002)
Gitarre
Randy Rhoads (1975-1979, †1982)
Gitarre
Carlos Cavazo (1982-2001)
Gitarre
Tracii Guns (2005-2006)
Gitarre
Neil Citron (Studiogitarrist 2006)
Gitarre
Billy Morris (Live Gitarrist 2006)
Bass
Kelli Garni (1975-1979)
Bass
Rudy Sarzo (1979, 1982-1985, 1987, 1997-2001)
Bass
Sean McNabb (1987-1989)
Bass
Kenny Hillery (1992-1994)
Bass
Bjorn Englen (1994-1995)
Bass
Tony Franklin (2006)
Schlagzeug
Drew Forsyth (1975-1982)
Gesang
Mark Huff (2010-2011)
Gesang
Keith St John (2012)
Gesang
Scott Vokoun (2012-2013)

Quiet Riot (dt.: Leiser Aufruhr) ist eine US-amerikanische Heavy-Metal-Band aus Los Angeles, Kalifornien, die in den 1980er Jahren ihre größten Erfolge feierte. Sie waren die erste Hard-Rock-Band, die in den USA ein Nummer-1-Album hatten.

Geschichte[Bearbeiten]

Quiet Riot wird 1975 von Gitarrist Randy Rhoads und Sänger Kevin DuBrow ins Leben gerufen. Zur ursprünglichen Besetzung gehören außerdem Kelli Garni und Schlagzeuger Drew Forsyth. Den Namen Quiet Riot verpasst ihnen Status-Quo-Gitarrist Rick Parfitt.

CBS Records Japan nimmt die Band Ende der 1970er Jahre unter Vertrag und veröffentlicht zwei Alben: Quiet Riot (1978) und Quiet Riot II (1979, mit dem neuen Bassisten Rudy Sarzo, der zwar abgebildet, aber nicht zu hören war). Die Band zerbricht, als der spätere Slaughter-Bassist Dana Strum Randy Rhoads an Ozzy Osbourne vermittelt. Rhoads ist frustriert, dass es seiner Band nicht gelingt, einen Plattenvertrag für die Vereinigten Staaten zu bekommen. Bassist Rudy Sarzo folgt ihm. Randy Rhoads spielt mit Osbourne bis 1982 zwei Alben ein, bevor er am 19. März 1982 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt.

Nach dem vorzeitigen Ende von Quiet Riot formiert Kevin DuBrow eine neue Band namens Dubrow, die nach dem tragischen Tod von Randy Rhoads in Quiet Riot umbenannt wird. Sarzo kehrt zu Quiet Riot zurück und zusammen mit dem neuen Gitarristen Carlos Cavazo und dem Schlagzeuger Frankie Banali spielen sie das Album Metal Health ein. Die Singleauskoppelung Cum On Feel the Noize - ein Cover der Band Slade - erreicht die Top 5 der amerikanischen Singlecharts und wird ein Millionenseller, das Album Metal Health landet auf Platz 1 der Billboard-Charts und gilt somit als erstes Heavy-Metal-Album, das in Amerika die Nummer 1 erreicht. Es verkauft sich über sechs Millionen Mal[1]

Das darauf folgende Condition Critical kann diesen Erfolg nicht halten und schafft es nur bis auf Platz 15, ist aber immer noch ein Millionenseller[1]. Obwohl DuBrow nach dem Erfolg von Cum On Feel the Noize in der Presse sagt, dass die Band kein weiteres Slade-Cover aufnehmen werde, findet ein ebensolches mit Mama Weer All Crazee Now seinen Platz auf dem Album. 1985 verlässt Rudy Sarzo Quiet Riot erneut. Für ihn kommt Chuck Wright in die Band, der bereits früher schon einmal zum Line-up gehörte.

Das Album QR III erscheint 1986 und schafft es immerhin noch auf Platz 31 der amerikanischen Charts. Zu Beginn des Jahres 1987 verlässt DuBrow überraschend die Band wegen persönlicher Differenzen mit den anderen Mitgliedern. Als Ersatz verpflichten die übrig gebliebenen Musiker den Rough-Cutt-Sänger Paul Shortino. Rudy Sarzo kommt erneut für den ausgestiegenen Chuck Wright in die Band. Sarzo bleibt allerdings nicht lange und verlässt Quiet Riot bereits während den Aufnahmen zum neuen Album wieder und wechselt zu Whitesnake. Sein Ersatz heißt Sean McNabb. Das 1988 erscheinende Album trägt - wie bereits das Debüt - den schlichten Titel Quiet Riot. Die Platte floppt und die Band löst sich auf. Shortino und McNabb gründen Badd Boyz und Frankie Banali steigt bei W.A.S.P. ein.

DuBrow formiert die Band 1993 neu mit Gitarrist Carlos Cavazo, Schlagzeuger Frankie Banali und dem neuen Bassisten Kenny Hillery und nimmt das Album Terrified auf. Das Album kann nicht an frühere Erfolge anknüpfen, trotzdem veröffentlichen Quiet Riot bereits im Jahr darauf ein weiteres Album mit dem Titel Down to the Bone. Bass spielt darauf der zurückgekehrte Chuck Wright. Das klassische Quiet-Riot-Line-up – DuBrow, Cavazo, Sarzo, Banali – schließt sich im Mai 1997 in Los Angeles wieder zusammen und spielt einige Shows. 1999 folgt das Comebackalbum Alive and Well, welches neben neuen Songs einige neu aufgenommene Bandklassiker sowie das AC/DC-Cover Highway to Hell enthält.

Ein weiteres Album erscheint im Jahr 2001 und trägt den Titel Guilty Pleasures. Aufgrund einer Verletzung von DuBrow bestreitet Paul Shortino die Tour 2002 als Sänger. Im Dezember 2005 stößt Gitarrist Tracii Guns (zuvor L.A. Guns/Contraband/Dio (Band)/Brides of Destruction) zur Band, um ein neues Album in Angriff zu nehmen. Doch bereits im Januar trennen sich die beiden Parteien aufgrund musikalischer Differenzen wieder. Die Band heuert Neil Citron als Studiogitarristen an und will mit Billy Morris (ex-Warrant) live auf Tour gehen. Ein neues Studioalbum ist für das Jahr 2006 angekündigt, das ein Duett von DuBrow mit Sänger Glenn Hughes beinhalten soll. Als Bassist heuert die Band Musiker Tony Franklin (ex-Whitesnake/The Firm) an. Doch bereits im Juni stoßen Bassist Chuck Wright (Giuffria, House of Lords) und Gitarrist Alex Grossi wieder zur Band.

Am 25. November 2007 wird Kevin DuBrow tot in seinem Haus in Las Vegas aufgefunden. Gemäß dem Autopsiebericht war die Todesursache eine versehentliche Überdosis Kokain, der Tod trat ungefähr sechs Tage vor dem Auffinden der Leiche ein.[2][3]

Am 14. Januar 2008 gibt Frankie Banali auf seiner Homepage bekannt, dass er kein Interesse daran habe, Quiet Riot in irgendeiner Form ohne Kevin DuBrow fortzuführen. Trotzdem kehren Quiet Riot im September 2010 zurück, das neue Line-up besteht aus Frankie Banali als Schlagzeuger, Chuck Wright als Bassist und Alex Grossi an der Gitarre. Als neuer Sänger wurde Mark Huff verpflichtet.[4][5][6]

Huff wiederum wurde im Januar 2012 ohne Angabe von Gründen entlassen, während dieser auf eine Gehirnoperation vorbereitet wurde. Er erfuhr dies nicht von der Band selbst, sondern aus einer offiziellen Stellungnahme. Seinen Platz für bestehenden Konzertverpflichtungen nahm Keith St John (Montrose) ein[7]. Im März 2012 verpflichtete Frankie Banali den unbekannten Sänger Scott Vokoun für die Band.[8] 2013 wurde Vokun bereits wieder entlassen und durch Jizzy Pearl (u.a. Love/Hate) ersetzt.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[9]
Metal Health
  US 1 23.04.1983 (81 Wo.)
Condition Critical
  DE 42 27.08.1984 (4 Wo.)
  UK 71 04.08.1984 (1 Wo.)
  US 15 04.08.1984 (28 Wo.)
QR III
  US 31 02.08.1986 (27 Wo.)
Quiet Riot
  US 119 19.11.1988 (11 Wo.)
Singles[9]
Cum On Feel the Noize
  US 5 17.09.1983 (21 Wo.)
Metal Health/Cum On Feel the Noize
  UK 45 03.12.1983 (5 Wo.)
Bang Your Head (Metal Health)
  US 31 07.01.1984 (12 Wo.)
Mama Weer All Crazee Now
  US 51 07.07.1984 (12 Wo.)
[1]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1978: Quiet Riot
  • 1979: Quiet Riot II
  • 1983: Metal Health
  • 1984: Condition Critical
  • 1986: QR III
  • 1988: Quiet Riot
  • 1993: Terrified
  • 1994: Down to the Bone
  • 1999: Alive and Well (Re-Recordings und neue Songs)
  • 2001: Guilty Pleasures
  • 2006: Rehab
  • 2014: Quiet Riot 10

Kompilationen und Livealben[Bearbeiten]

  • 1987: Wild, Young and Crazee (Best-of)
  • 1993: The Randy Rhoads Years
  • 1996: Greatest Hits
  • 2005: Live and Rare Vol.1

Singles und EPs[Bearbeiten]

  • 1983: Cum On Feel the Noize
  • 1983: Metal Health (Bang Your Head)
  • 1984: Mama, We're All Crazy Now
  • 1984: Party All Night
  • 1984: Winner Take All
  • 1984: Bad Boy
  • 1986: Wild and the Young
  • 1988: Stay with Me Tonight

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c US-Singles: Joel Whitburn's Top Pop Singles 1955-2006. Billboard Books, New York 2007, ISBN 0-89820-172-1 / US-Alben: The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  2. [1], TMZ.COM am 11. Dezember 2007
  3. Action News Exclusive: Dubrow's Fiancee Speaks Out. 27. November 2007, abgerufen am 12. Oktober 2012.
  4. New QUIET RIOT Vocalist Mark Huff - "I Knew This Was Going To Be An Emotional Thing On A Lot Of Levels"
  5. QUIET RIOT Back In Business With New Singer, Upcoming Tour; New Audio Samples Available
  6. Official Quiet Riot press release
  7. Metal Hammer online vom 14. Januar 2012: Quiet Riot-Sänger Mark Huff kurz vor Hirn-OP gefeuert - Kündigung im Krankenbett (abgerufen am 14. Januar 2012)
  8. Quiet Riot introduce new vocalist Scott Vokoun. Brave Words & Bloody Knuckles. 14. März 2012. Abgerufen am 10. Mai 2012.
  9. a b Quellen Chartplatzierungen: DE / UK / US, abgerufen am 3. März 2012.