Louis Guttman

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Louis (Eliyahu) Guttman (* 10. Februar 1916 in Brooklyn, New York City; † 25. Oktober 1987 in Minneapolis) war ein Sozialforscher jüdischer Herkunft, der in den USA geboren wurde und 1947 nach Palästina auswanderte. Er ist der Entwickler der nach ihm benannten Guttman-Skala sowie des Kaiser-Guttman-Kriteriums.

Leben[Bearbeiten]

Guttman wuchs in der jüdischen Gemeinde von Minneapolis auf (wo er auch während eines Urlaubs starb). Er studierte an der University of Minnesota und erwarb dort den 1936 den akademischen Titel BA, 1939 den M.A. und 1942 mit einer Arbeit zu soziologischen und psychologischen Messverfahren den Ph.D.. Von 1941 bis 1947 war er Professor für Soziologie Cornell University. Während des Zweitens Weltkrieges war er zudem als Gutachter für die US-Army tätig.

Als bekennende Zionisten wanderten Guttman und seine Frau Ruth 1947, kurz vor der Gründung des Staates Israel, nach Palästina aus. Seit 1955 war Guttman Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem, an der er das Sozialwissenschaftliche Institut gründete, das er als Direktor bis zu seinem Tode leitete. 1978 wurde er mit dem Israel-Preis geehrt.

Guttman wird zu den großen Pionieren der Empirischen Sozialforschung gezählt.

Weblinks[Bearbeiten]