Lunar Lander

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Lunar Lander
GT40 Lunar Lander.jpg
Entwickler Atari
Publisher Atari
Erstveröffent-
lichung
1979
Genre Simulation
Spielmodus 1 Spieler
Steuerung Hebel ; 3 Knöpfe
Gehäuse Standard
Arcade-System CPU: 6502 (@ 1,5 MHz)
Sound CPU: -
Sound Chips: diskret
Monitor Vektor-Auflösung 256 × 231 (4:3 horizontal) Farbpalette: 32768
Information Angaben für Atari-Arcade-Version, Abbildung von 1973

Lunar Lander ist der Name verschiedener Computerspiele. Ziel des Spiels ist es, eine Mondlandefähre sicher auf dem Mond in einem vorgegebenen Zielgebiet zu landen. Dabei muss der Spieler die Raumfähre entsprechend ausrichten und das Fahrzeug durch Schub und Gegenschub manövrieren.

Aufgrund der geringen Gravitation auf dem Mond wird das Landemodul im freien Fall nur langsam beschleunigt. Obwohl auf dem Mond ein Vakuum besteht, wird in dem Spiel ein leicht bremsender Luftwiderstand mit eingerechnet.

Erste Implementierungen des Spiels ab 1969 waren textbasiert. Moonlander von 1973 setzt das Spiel als Echtzeit-Simulation mit grafischer Ausgabe um.

Versionen[Bearbeiten]

1969[Bearbeiten]

Der 17-jährige Schüler Jim Storer programmierte eine Textversion, Lunar Landing Game auf dem PDP-8-Minicomputer seiner "Lexington High School", Massachusetts. Das relativ simple Programm bestand aus 40 Zeilen in der Programmiersprache FOCAL.[1] Storer sandte sein Programm an den Computer-Hersteller Digital, bei dem es von David H. Ahl nach BASIC konvertiert und über den EDU-Newsletter weiterverbreitet wurde.[2] Diese und andere Textversionen waren enthalten in 101 Basic Computer Games, 1973 veröffentlicht von Digital Equipment. Weitere ähnliche Textspiele sind Rocket von Eric Peters (ca. 1971 für PDP-8), LEM (für Lunar Excursion Module)[3] von William Labaree II (ca. 1971 für PDP-8) und Apollo.

1973[Bearbeiten]

Moonlander, eine Version mit grafischer Darstellung, wurde 1973 von Jack Burness für das GT40-Terminal von DEC entwickelt. Das Spiel diente als Demo für das neue GT40-Terminal, das einen Lichtgriffel als Eingabegerät und einen monochromen Vektorbildschirm zur Ausgabe besaß. Burness benötigte zehn Tage, um das Spiel in PDP-11-Maschinensprache bzw. der Maschinensprache des Grafikprozessors zu implementieren.[4]

Auf dem Bildschirm werden Mondoberfläche und Landefähre in einer zweidimensionalen seitlichen Ansicht gezeigt. Der Spieler steuert die Landefähre in Echtzeit, indem er mit dem Lichtgriffel bestimmte Bereiche am rechten Bildschirmrand berührt, die den Raketenschub beeinflussen. Durch die grafische Darstellung sind topografische Hindernisse wie Berge als neues Spielelement möglich.

1979[Bearbeiten]

Atari produzierte 1979 das gleichnamige Arcade-Spiel. Es war Ataris erstes Vektorspiel mit der neuen X Y technology. Sie basiert allerdings auf Space Wars (1977).

Das Spiel lief auf einem 19-Zoll-Schwarz-Weiß-Monitor, zur Eingabe dienten ein Hebel (für den Schub) und drei Knöpfe. Mit den Knöpfen konnte die Richtung gesteuert werden: links, rechts oder Abbruch.

Der Mond wird als eine schroffe, gezackte Linie dargestellt. Der Schub unter der Mondfähre ist erkennbar.

Am 17. Juni 1980 waren Lunar Lander und Asteroids die ersten Videospiele, die mit einem Copyright versehen wurden.

Portierungen[Bearbeiten]

Es gab zahlreiche Portierungen auf allen gängingen Homecomputern, insbesondere

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Philip Chien: Blast Off. In: Compute, Nr. 166, Juli 1994, S. 90. Volltext via atarimagazines.com (englisch, letzter Zugriff am 6. August 2010)
  2. Benji Edwards: Forty Years of Lunar Lander. Auf: technologizer.com, 19. Juli 2009. (englisch, letzter Zugriff am 29. Juli 2010)
  3. gebräuchliche Abkürzung für die Landemodule der Apollo-Missionen; siehe z.B. LEM im Merriam-Webster-Wörterbuch
  4. Benji Edwards: Forty Years of Lunar Lander. Auf: technologizer.com, 19. Juli 2009, Teil 2. (englisch, letzter Zugriff am 4. August 2010)
  5. Halcyon Days: Bill Budge.
  6. Jupiter Lander bei MobyGames
  7. Lander bei MobyGames