Möhre (Pflanzenart)

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Möhre
Möhre (Daucus carota), Illustration

Möhre (Daucus carota), Illustration

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Gattung: Möhren (Daucus)
Art: Möhre
Wissenschaftlicher Name
Daucus carota
L.

Die Möhre (Daucus carota), ist eine Pflanzenart in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Es werden mehrere Unterarten unterschieden.

Die Karotte (Daucus carota subsp. sativus), auch Gartenmöhre, Mohrrübe, Gelbe Rübe, Wurzel oder schweizerisch Rüebli genannt, ist eine Kulturform der Wilden Möhre (Daucus carota subsp. carota), die vermutlich mit der südeuropäischen Riesenmöhre (Daucus carota subsp. maximus) und evtl. der orientalischen Schwarzmöhre (Daucus carota subsp. afghanicus) gekreuzt wurde.

Beschreibung[Bearbeiten]

Daucus carota wachsen als zweijährige krautige Pflanzen und erreichen Wuchshöhen von bis zu 120 cm. Es wird eine dicke Pflahlwurzel gebildet. Die länglichen Laubblätter sind zwei- bis dreifach fiederteilig. Die obersten Segmente sind lineal bis lanzettförmig, 2 bis 15 × 0,5 bis 4 mm.

Die Blütenstandsschäfte sind 10 bis 55 cm lang. Im zweiten Jahr wird eine Doppeldolde gebildet. Die laubblattähnlichen Tragblätter der Dolde sind fiederteilig oder selten einfach und 3 bis 30 mm lang. Die ungleichen Strahlen sind 2 bis 7,5 cm lang. Die fünf bis sieben Tragblätter der Döldchen sind einfach oder zwei- bis dreilappig und können die Blüten überragen. Die Kronblätter sind weiß, manchmal gelb oder rosafarben. Die stachelige, eiförmige trockene, zweiteilige Spaltfrucht, eine Doppelachäne, ist 3 bis 4 × etwa 2 mm groß. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli.

Systematik[Bearbeiten]

Daucus carota subsp. azorica.

Der Artname Daucus carota wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, 1, S. 242 [1] erstveröffentlicht.

Es gibt mehrere Unterarten (Auswahl):

  • Karotte (Daucus carota subsp. sativus Hoffmann, Syn.: Carota sativa Rupr.)
  • Wilde Möhre (Daucus carota L. subsp. carota)
  • Riesenmöhre (Daucus carota subsp. maximus (Desf.) Ball)
  • Schwarzmöhre (Daucus carota subsp. afghanicus)

Giftwirkung[Bearbeiten]

Beim Umgang mit der Rübe kann es zu einer Kontaktdermatitis kommen. Die Hautirritationen sind eine phytotoxische Reaktion hervorgerufen durch das Hauptallergen Falcarinol.

Etymologie[Bearbeiten]

Das Substantiv Möhre ist dem mittelhochdeutschen mor(c)he, oder auch althochdeutschen moraha auch altsächsisch morha entlehnt. Im westgermanischen Sprachgebrauch murhön Möhre, auch im altenglischen more, moru. Außerhalb des Germanischen ist es möglicherweise dem russischen morkov entlehnt. Es stammt nicht aus dem früheren bereits im 8. Jahrhundert aufgekommenen Mohr. Mittelhochdeutsch mor(e), althochdeutsch mor welches dem lateinischen Wort maurus entlehnt ist.

Bilder[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • She Menglan & Mark F. Watson: Daucus in der Flora of China, Volume 14, S. 205: Daucus carota - Online. (Abschnitt Beschreibung)
  • E. Nasir: Umbelliferae in der Flora of Pakistan: Daucus carota - Online. (Abschnitt Beschreibung)
  • Roth/Daunderer/Kormann: Giftpflanzen Pflanzengifte. 4. Auflage.
  • Kluge F., 2012: "Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache", (Walter de Gruyter).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. von Carl von Linné: Species Plantarum, 1, 1753, S. 24 gescannt bei biodiversitylibrary.org.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daucus carota – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien