Münchner Freiheit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Platz „Münchner Freiheit“ in München. Zu weiteren Bedeutungen dieses Ausdrucks siehe Münchener Freiheit.
Münchner Freiheit
Muenchen Kleines Stadtwappen.svg
Platz in München
Münchner Freiheit
Münchner Freiheit, Blick nach Norden
Basisdaten
Ort München
Ortsteil Schwabing
Hist. Namen Feilitzschplatz (bis 1933), Danziger Freiheit (1933-1946), Münchener Freiheit (1946-1998)
Einmündende Straßen Leopoldstraße, Ungererstraße, Marschallstraße, Hesseloherstraße, Haimhauserstraße, Feilitzschstraße, Herzogstraße, Clemensstraße, Erwin-Planck-Weg,
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr, ÖPNV
Platzgestaltung Denkmal für Helmut Fischer

Die Münchner Freiheit (bis 1998 Münchener Freiheit)[1] ist ein Platz im Münchner Stadtviertel Schwabing östlich der Leopoldstraße. Die Münchner Freiheit liegt westlich des Englischen Gartens.

Trambahn- und Bushaltestelle an der Münchner Freiheit 48.16171811.586307
Helmut Fischer („Monaco-Franze“)

Geschichte[Bearbeiten]

Der Platz hieß früher Feilitzschplatz (nach Maximilian von Feilitzsch), ab 1933 auch Danziger Freiheit. 1946 erhielt er den Namen Münchener Freiheit im Gedenken an die Widerstandsgruppe Freiheitsaktion Bayern, die im April 1945 zur Kapitulation vor den amerikanischen Truppen und zum bewaffneten Aufstand gegen die verbliebenen NS-Einheiten aufrief. Zur Erinnerung daran wurde 1981 an der östlichen Einfassung des Forums eine von Franz Hart geschaffene 4 m × 0,4 m große Bronzetafel mit einer Inschrift angebracht. Eine früher existierende am Straßenschild befestigte Erinnerungstafel war beim Bau der U-Bahn 1971 verlorengegangen.[2]

Die Benennung in Danziger Freiheit beruhte auf einem Aufruf der Verkehrszentrale im seit 1933 nationalsozialistisch regierten Danzig, in großen deutschen Städten einen verkehrsreichen Platz Danziger Freiheit zu nennen, um der Forderung nach einer Änderung des Status der Freien Stadt Danzig Ausdruck zu geben. Hierbei berief sie sich auf eine Rede von Joseph Goebbels, die er am 17. Mai 1933 vor Vertretern des deutschen Fremdenverkehrs gehalten hatte. So gab es in vielen deutschen Städten Plätze mit diesem Namen, die zumeist nach dem Krieg wieder umbenannt wurden.

Der Platz ist mit einem viergleisigen Bahnhof der Münchner U-Bahn (Aufspaltung von U3 und U6) und einem Busbahnhof ein Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs im nördlichen München. Am 12. Dezember 2009 wurde die Tramlinie 23 zwischen Münchner Freiheit und Schwabing Nord eröffnet. Die Straßenbahn-Haltestelle Münchner Freiheit wird von einer grün-weißen Stahlkonstruktion mit einem Gewicht von rund 400 Tonnen auf 18 Stützen überdacht.

Vor einem dort ansässigen Café ist eine Statue von Helmut Fischer (er spielte den Monaco Franze in der gleichnamigen Fernsehserie von Helmut Dietl) platziert.

In der Adventszeit veranstaltet der Verein Schwabinger Weihnachtsmarkt einen Kunst- und Kunsthandwerksmarkt auf der Münchner Freiheit. Jeden Donnerstag findet ein Wochenmarkt statt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rupprecht Gerngross: Aufstand der Freiheits-Aktion Bayern 1945. „Fasanenjagd“ und wie die Münchner Freiheit ihren Namen bekam. Erinnerungen. Heidrich-Verlag, Augsburg 1995, ISBN 3-930455-92-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Harry Luck: Die "Münchener Freiheit" verliert ein "e"
  2. Helga Pfoertner: Mit der Geschichte leben. Bd. 1, Literareron, München 2001, ISBN 3-89675-859-4, S. 124–126 (PDF; 1,1 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Münchner Freiheit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.16138888888911.586388888889Koordinaten: 48° 9′ 41″ N, 11° 35′ 11″ O