Münchner Merkur
| Münchner Merkur | |
|---|---|
| Beschreibung | Abonnement-Tageszeitung |
| Verlag | Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co. KG |
| Erstausgabe | 13. November 1946 |
| Erscheinungsweise | Montag bis Samstag |
| Verkaufte Auflage (IVW 1/2013, Mo–Sa) |
194.520 Exemplare |
| Chefredakteur | Karl Schermann |
| Herausgeber | Dirk Ippen, Alfons Döser |
| Weblink | www.merkur-online.de |
Der Münchner Merkur ist eine bayerische Abonnement-Zeitung mit Sitz in München und gehört zur Mediengruppe Münchner Merkur/tz. Die verkaufte Auflage liegt bei 194.520 Exemplaren.[1] Zusammen mit dem Oberbayerischen Volksblatt, das den Mantelteil übernimmt, sind es 262.045 Exemplare.[2] Die politische Grundhaltung des Blattes ist konservativ.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die erste Ausgabe der ursprünglich Münchner Mittag genannten Zeitung erschien am 13. November 1946 mit einer Lizenz der amerikanischen Militärregierung.[3][4] Einer der Mitbegründer und -herausgeber sowie Chefredakteur der ersten Stunde war Felix Buttersack, der über Jahrzehnte hinweg ein Faktotum der Münchner Medienlandschaft war.
Der Merkur war nach der Süddeutschen Zeitung die zweite zugelassene Zeitung in München. 1968 wurde als Ableger die Boulevardzeitung tz auf den Markt gebracht.
1982 wurde die Münchner Zeitungsgruppe mit den Zeitungen Münchner Merkur und tz durch den westfälischen Verleger Dirk Ippen erworben.
Die Leser der Zeitung stimmen seit 1996 jährlich über die Vergabe des Merkur-Theaterpreises ab.
- Chefredakteure
- 1948–1963: Felix Buttersack
- 1963–1973: Kurt Wessel
- 1973–1975: Franz Wördemann
- 1975–1983: Paul Pucher
- 1983–1995: Werner Giers
- 1995–2000: Peter Fischer
- 2000–2000: Monika Zimmermann
- 2000–2000: Wilhelm Christbaum (kommissarisch)
- 2001–2007: Ernst Hebeker
- seit 2007: Karl Schermann
Strategie [Bearbeiten]
In den vergangenen Jahren hat die Zeitung den Anteil von selbst recherchierten Berichten stark ausgebaut. Vor allem im politischen Bereich - beispielsweise bei der Hohlmeier-Affäre, den Turbulenzen innerhalb der CSU im Zuge der Pauli-Stoiber-Affäre sowie beim Sturz des Ministerpräsidenten Günther Beckstein - gab es einige investigative Leistungen der Redaktion. Der Münchner Merkur leistete sich nach der Übernahme durch Ippen, die mit einer erheblichen Personalreduktion einherging, zwei Korrespondenten in der Bundeshauptstadt. Diese Journalisten waren auch für andere Blätter der Ippen-Zeitungsgruppe (z. B. Westfälischer Anzeiger) tätig; derzeit sind die Stellen vakant. Die bundespolitische Berichterstattung wird von der Politikredaktion in München aus mitbetreut.
Als Chefredakteur zeichnet Karl Schermann verantwortlich. Der Journalist wechselte zum Januar 2007 als Nachfolger von Ernst Hebeker von der Boulevardzeitung tz zu der Abonnement-Schwester. Unter Schermanns Regie führte die Redaktion einen umfassenden Relaunch des Blattes durch.
Lokalausgaben und Erscheinungsgebiet des Münchner Merkurs [Bearbeiten]
Sein Hauptverbreitungsgebiet sind München Landeshauptstadt, Rosenheim Stadt sowie die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, München, Rosenheim, Starnberg und Weilheim-Schongau (MA-2008). Entsprechend der unternehmerischen Strategie des Verlegers Dirk Ippen ist die Blickrichtung der Redaktionen stark auf lokale Ereignisse ausgerichtet. Deshalb sind die Lokalredaktionen personell stärker besetzt, während die Mantelressorts Politik, Sport und Wirtschaft eine Zeit lang überwiegend mit Texten aus Presseagenturen arbeiteten.
| Ausgabe | Verkaufte Auflage[5] |
|---|---|
| Dachauer Nachrichten | 13.671 |
| Ebersberger Zeitung | 11.761 |
| Erdinger Anzeiger / Dorfener Anzeiger | 16.001 |
| Freisinger Tagblatt | 13.450 |
| Fürstenfeldbrucker Tagblatt | 16.910 |
| Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Murnauer Tagblatt | 15.138 |
| Isar-Loisach Bote / Geretsrieder Merkur | 8326 |
| Tölzer Kurier | 9925 |
| Miesbacher Merkur / Holzkirchner Merkur / Tegernseer Zeitung | 16.884 |
| Starnberger Merkur | 10.054 |
| Münchner Merkur - Zeitung für das Würmtal Münchner Merkur - Südlicher Landkreis München (ausgenommen Würmtal) Münchner Merkur - Nördlicher Landkreis München |
14.784 |
| Weilheimer Tagblatt/Penzberger Merkur Schongauer Nachrichten |
12.203 |
Münchner Merkur und Oberbayerisches Volksblatt [Bearbeiten]
Eng verbunden ist der Münchner Merkur mit dem Oberbayerischen Volksblatt (OVB) in Rosenheim, das den Mantel vom Merkur übernimmt. Häufig wird das OVB deshalb ebenfalls zu den Lokalausgaben des Merkurs gezählt; das ist insofern nicht richtig, da zwischen dem OVB und dem Merkur kein redaktioneller und technischer Verbund besteht wie zwischen den einzelnen Lokalausgaben des Merkurs. Das OVB wiederum besitzt eigene Lokalausgaben im Raum rund um den Chiemsee.
Diese sind:
- Oberbayerisches Volksblatt
- Mangfall-Bote
- Chiemgau-Zeitung
- Wasserburger Zeitung
- Mühldorfer Anzeiger
- Waldkraiburger Nachrichten
- Neumarkter Anzeiger
Verbreitung von Tageszeitungen in München [Bearbeiten]
| Reichweite von Tageszeitungen in der Stadt München | |
|---|---|
| Süddeutsche Zeitung | 220.000 |
| tz | 185.000 |
| Abendzeitung | 149.000 |
| Bild | 126.000 |
| Münchner Merkur | 117.000 |
| Reichweite Media-Analyse 2009, Landeshauptstadt München | |
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ laut IVW, erstes Quartal 2013, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
- ↑ laut IVW, erstes Quartal 2013, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
- ↑ Datei der International Coalition on Newspapers
- ↑ Bildarchiv Wiederaufbau nach 1945 in Pressebildern, Haus der Bayerischen Geschichte
- ↑ IVW 1/2013, Mo–Sa ( Details auf ivw.eu)