Maifest

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Ein Maifest ist ein festlicher Brauch, der regelmäßig im Monat Mai stattfindet und dabei im Laufe der Kulturgeschichte in verschiedenen Gesellschaften ganz verschiedene Formen angenommen hat. In der Regel findet es am 1. Mai oder am ersten Wochenende im Mai statt. In vielen Regionen steht es in Verbindung mit der Aufstellung eines Maibaumes. In dem ehemaligen Fischerdorf Köln-Poll ist das Maifest auch mit dem - früheren - Fang von Maifischen verknüpft.

Im rheinländischen Maibrauchtum wird das Maifest – oft als Kirmes – meist von Maivereinen, Junggesellengruppen (Geloog, Reih, Junggesellenverein) oder Brauchtumsgruppen veranstaltet. Neben den Veranstaltungen im öffentlichen Raum finden die eigentlichen Feiern meist in einem Festzelt oder großem Saal statt. Im Mittelpunkt steht dabei oftmals ein Maikönigspaar oder allein eine Maikönigin. Die Bräuche sind von Ort zu Ort unterschiedlich. So wird das neue Königspaar manchmal bereits am 1. Mai proklamiert, teilweise auch erst später auf einem Königsball. Die Auswahl- bzw. Proklamationsverfahren sind von Ort zu Ort unterschiedlich. [1]

In Köln ist in mittelalterlichen Erwähnungen nur der Titel eines "Meygrafs" zu finden[2]. Später stand aber dann die Maikönigin im Vordergrund und der Titel des Maigrafs verschwand.

Eng verbunden mit dem Maifest ist - regional unterschiedlich - oftmals ein bestimmtes Getränk, früher als Maitrank bezeichnet. Am bekanntesten ist die Maibowle, ein Mix von Wein und Sekt; in Ostpreußen gab es eine Variante mit dunklem Bier und Schnaps. Maibock ist ein spezielle Biersorte, die zwar im Mai gebraut wird, aber nicht in direkter Verbindung mit Maifesten steht, dort aber auch gerne getrunken wird.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Poller Maigeloog
  2. Poller Maigeloog