Marine des Norddeutschen Bundes

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Gefecht vor Havanna (9. November 1870)

Als Marine des Norddeutschen Bundes (Norddeutsche Bundesmarine, Norddeutsche Bundesflotte) bezeichnet man die Seestreitkräfte des 1867 entstandenen Norddeutschen Bundes.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Deutsch-dänischen Krieg und dem Deutschen Krieg wurde 1867 die Norddeutsche Bundesmarine gegründet. Sie ging aus der Preußischen Marine hervor und bestand aus der Flotte und der Seewehr.[1] Die übrigen Bundesstaaten hatten keine eigenen Seestreitkräfte.

Die schwarz-weiß-rote Flagge verband die Farben vom Königreich Preußen mit denen der Hansestädte (siehe auch Hanseflaggen). Oberbefehlshaber war Prinz Adalbert von Preußen. Der Flottengründungsplan von 1867 sah folgende größeren Schiffe vor:

Die Flotte hatte den Seehandel und die Küsten zu schützen. Entwickeln sollte sie die Fähigkeit zur Störung feindlichen Handels und zum Angriff auf feindliche Flotten, Küsten und Häfen.

Leiter des Marineministeriums war Graf Roon. 1869 wurde Wilhelmshaven als neuer Bundeskriegshafen eingeweiht. Ihm folgte Kiel. Nach nur geringer Beteiligung am Deutsch-Französischen Krieg wurde aus der Marine des Norddeutschen Bundes 1872 die Kaiserliche Marine.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Jürgen Hansen: Die Schiffe der deutschen Flotten 1848–1945. Verlag Gerhard Stalling AG, Oldenburg 1973, ISBN 3-7979-1834-8.
  • Wolfgang Petter: Die überseeische Stützpunktpolitik der preußisch-deutschen Kriegsmarine 1859–1883. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 1975 (Phil. Dissertation.).
  • Wolfgang Petter: Deutsche Flottenrüstung von Wallenstein bis Tirpitz. In: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hg.): Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden. 1648–1939, Band 5, Abschnitt VIII: Deutsche Marinegeschichte der Neuzeit. Pawlak, Herrsching am Ammersee 1983, ISBN 3-88199-112-3, S. 13–262.
  • Mirco Graetz: Prinz Adalberts vergessene Flotte – Die Norddeutsche Bundesmarine 1867–1871. lulu.com 2010. ISBN 978-1409225096.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gesetz, betreffend die Verpflichtung zum Kriegsdienste vom 13. November 1867 bei Wikisource