Martha Stettler

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Adelheid Fanny Martha Stettler (* 25. September 1870 in Bern; † 16. Dezember 1945 in Châtillon) war eine Schweizer Malerin.

Leben[Bearbeiten]

Martha Stettler war die Tochter des Berner Architekten, Zeichners und Aquarellisten Eugen Stettler und der Clara von Fischer. Sie absolvierte in den Jahren 1884 bis 1891 eine Ausbildung an der Berner Kunstschule bei Wilhelm Benteli (1839–1924) und Paul Volmar (1832–1906), gefolgt von Studienjahren in Genf bei Léon Gaud (1844–1908) und Henri Hébert (1849–1917), in Paris kurz an der Académie Julian und zwischen 1894 bis 1898 bei Luc-Olivier Merson (1846–1920) und ab 1898 bei Lucien Simon (1861–1945).

Sie war Mitbegründerin der Académie de la Grande Chaumière in Paris und von 1909 bis zu ihrem Tod 1945 auch deren Leiterin zusammen mit der baltischen Malerin Alice Dannenberg (1861–1948). Stettler stellte ihre Werke in Paris und in der Schweiz aus. Sie erhielt 1910 an der Weltausstellung von Brüssel eine Medaille. Als erste Frau konnte sie an der Biennale di Venezia im Jahr 1920 ausstellen.

Sie bereiste Europa und verbrachte häufig die Sommermonate im Berner Oberland. Stettler malte mit Vorliebe Kinderszenen in Pariser Parkanlagen und in Innenräumen, Landschaftsbilder und Stilleben. Sie wird den Spätimpressionisten zugerechnet. Stettlers Schaffen wurden schon zu ihrer Lebzeit breit anerkannt. Nach ihrem Tod gerieten ihre Werke zunehmend in Vergessenheit.

Martha Stettler gehörte dem Berner Patriziergeschlecht der Stettler an. Sie besass damit das Burgerrecht der Stadt Bern. Sie war unverheiratet. Stettlers Grab befand sich auf dem Cimetière parisien de Bagneux.

Literatur[Bearbeiten]

  • Corinne Sotzek: Genese des Werkkataloges der Schweizer Malerin Martha Stettler (1870–1945): Voraussetzungen, Hindernisse, Stand der Untersuchungen. In: Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte. 62, 2005, 3/4, S. 199–204.
  • Daniel Jeannet: Le Paris des Suisses. Différence, Paris 1995.
  • Martha Stettler. Gemälde und Skizzen. Kunstsammlung Steffisburg, 1983. Vorwort: Hans Suter. Steffisburg, 1983.
  • Michael Stettler: Tante Martha. In: Michael Stettler: Ortbühler Skizzenbuch. Autobiographisches. Stämpfli, Bern 1982, S. 89-95.
  • Wilhelm Stein: Martha Stettler und Ernesto Schiess. In: Wilhelm Stein: Künstler und Werke. Eicher, Bern 1974. S. 129–133.
  • Arnold Rüdlinger: Martha Stettler, eine Berner Malerin. In: Du, 6, 1946, 11, S. 22–23.
  • Martha Stettler, Walter Plattner, Ernesto Schiess, Hans Jegerlehner, Alfred Sidler. Gedächtnisausstellung. Kunsthalle Bern, 1946. [Texte:] Michael Stettler [et al.]. Bern 1946.
  • Rudolf von Tavel: Martha Stettler. In: Die Garbe. 7, 1924, 13. S. 394–397.

Weblinks[Bearbeiten]