Mathematical Markup Language

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Mathematical Markup Language
Dateiendung: .mml
MIME-Type: text/mathml[1]
Entwickelt von: World Wide Web Consortium
Erweitert von: XML
Erweitert zu: OMDoc
Standard(s): MathML 1.01, MathML 2.0, MathML 3.0

Die Mathematical Markup Language (MathML) ist ein Dokumentenformat zur Darstellung mathematischer Formeln und komplexer Ausdrücke. Der Standard MathML 2.0 wird durch eine Spezifikation des World Wide Web Consortium (W3C) von 2001 festgelegt. Seit Oktober 2010 genießt MathML 3.0 den Status einer W3C Empfehlung. Wie in allen XML-Sprachen (z. B. XHTML) werden in MathML die Inhalte eines Dokumentes in einer logischen Struktur unabhängig von ihrer graphischen Gestaltung abgelegt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Teilsprachen

MathML besteht aus zwei Teilsprachen, die gemeinsam zum Einsatz kommen können:

  • Presentation MathML ist stärker auf die grafische Gestaltung einer Formel orientiert. Es schreibt zwar nicht die genaue Gestaltung einer Formel vor, wohl aber die Anordnung und Reihenfolge der Symbole.
  • Content MathML beschreibt nur die Struktur einer Formel, also welche Funktionen oder Operatoren auf welche Variablen oder Werte angewendet werden. In diesem Format ist die Bedeutung (Semantik) einer Formel besser zu erfassen.

[Bearbeiten] Browser-Unterstützung

MathML wird derzeit nicht von allen aktuellen Browsern unterstützt. Opera unterstützt seit Version 9.5 MathML in weiten Teilen.[2][3] Opera verwendet dabei CSS in Verbindung mit SVG zur Darstellung.[4] Browser, welche die Gecko Rendering Engine ab Version 1.8 (erschienen 2005) verwenden, also beispielsweise Mozilla Firefox, unterstützen wichtige Teile von MathML.[5] Mit Firefox 5.0 wurde die Unterstützung für MathML weiter ausgebaut. Browser, die auf WebKit basieren (Google Chrome und Safari) beherrschen MathML erst in Nightly Builds (August 2010).[6] Für den Internet Explorer muss das MathPlayer-Plug-in installiert werden.[7]

[Bearbeiten] Bearbeitung

Unter Mathematikern und anderen interessierten Benutzern gilt MathML für die manuelle Editierung als unhandlich, sodass nur Programme zur Generierung zum Einsatz kommen. Durch die Syntax lässt es sich nur schwer bzw. gar nicht durch CSS formatieren. Daher wird zur Erstellung mathematischer Dokumente häufig auf das altbewährte Textsatzsystem LaTeX gesetzt. Andererseits gibt es immer mehr Programme, die auf Basis von MathML Formeln beschreiben.

[Bearbeiten] Verwandte Standards

OpenMath wurde zum großen Teil von denselben Personen entwickelt, die auch Content MathML entwickelt haben, um die Semantik von Formeln besser zu beschreiben. Im Gegensatz zu Content MathML hat es keinen festen Vorrat an Funktionen und Operatoren, sondern ist um neue Symbole erweiterbar.

OMDoc wurde entwickelt, um größere mathematische Strukturen als Formeln aufzuschreiben: Aussagen wie Definitionen, Sätze, Beweise oder Beispiele, bis hin zu Theorien und Lehrbüchern. Formeln in OMDoc können sowohl in Content MathML als auch in OpenMath aufgeschrieben werden; zur Präsentation können sie nach Presentation MathML konvertiert werden.

[Bearbeiten] MathML-Software (Auswahl)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Mathematical Markup Language 1.01 Specification. 7.1.3 Invoking Embedded Objects as Renderers. W3C, 7. Juli 1999, abgerufen am 26. September 2010 (englisch).
  2. Tommy A. Olsen: Even more work. Opera Desktop Team, 16. November 2007, abgerufen am 26. September 2010 (englisch).
  3. Ingo Pakalski: Opera 9.5 ist fertig. Golem.de, 12. Juni 2008, S. 2, abgerufen am 26. September 2010.
  4. Charles McCathieNevile: Can Kestrels do Math? MathML support in Opera Kestrel. In: Dev.Opera. Opera Software ASA, 27. September 2007, abgerufen am 26. September 2010.
  5. Math ML. mozilla developer center, abgerufen am 26. September 2010.
  6. Jens Ihlenfeld: Formelsprache: Webkit kann MathML. Golem.de, 18. August 2010, abgerufen am 26. September 2010.
  7. MathPlayer. Design Science, abgerufen am 26. September 2010 (englisch, kostenloses Plug-in für den Internet Explorer ab Version 6.0).
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