Matt Ruff

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Matthew Theron Ruff (* 8. September 1965 in Queens, New York) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Einer von ihm selbst verbreiteten Legende nach soll er schon mit fünf Jahren nicht nur beschlossen haben zu schreiben, sondern dies auch in die Tat umgesetzt haben. 1987 schloss er sein Studium an der Cornell University ab. Sein erster Roman war gleichzeitig seine Magisterarbeit, die er der selbst schriftstellerisch tätigen und international nicht unbekannten Professorin für »Creative Writing«, Alison Lurie, vorlegte. Das zwischen einem herkömmlichen Roman und einer Parodie schwankende, reichlich mit Elementen des Science Fiction und Fantasy versehene Werk mit dem Titel Fool on the Hill wurde ein Erfolg. Der zweite Roman G.A.S. Die Trilogie der Stadtwerke konnte an diesen Erfolg anknüpfen. Sein dritter Roman, ein Thriller, der 2003 unter dem Titel Set This House In Order im englischsprachigen Raum erschien, befasst sich mit Personen, die unter dissoziativen Identitätsstörungen (multiplen Persönlichkeiten) leiden. Im August 2004 erschien die deutsche Übersetzung unter dem Titel Ich und die Anderen. Im Sommer 2007 ist sein vierter Roman Bad Monkeys auf Englisch veröffentlicht worden. Im Februar 2008 erschien er unter gleichem Namen in Deutschland. Im Jahr 2012 erschien im Verlag HarperCollins sein Roman The Mirage, eine Parallelweltgeschichte, in welcher die Terroranschläge vom 11. September 2001 durch christliche Fundamentalisten im Nahen Osten durchgeführt werden. Der Roman ist im März 2014 auf Deutsch erschienen.

„Ich habe einen Freund, der sagt, dass es in meinen Büchern immer um Gruppendynamik geht. [...] Mein Vater kommt aus Detroit, meine Mutter ist eine Missionarstochter und wuchs in Südamerika auf, also meine ganze Erziehung war eine Art multikulturelles Experiment. Deshalb bringe ich in meinen Büchern gerne völlig verschiedene Persönlichkeiten zusammen, Menschen und Tiere und andere Dinge, die normalerweise überhaupt nichts miteinander zu tun haben, und dann gucke ich, wie die miteinander zurechtkommen.“

Matt Ruff: Deutschlandfunk[1]

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutschlandfunk vom 6. Mai 1998