Mazedonier in Deutschland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mazedonische kulturelle Veranstaltung in Berlin

Laut dem Ergebnis der letzten Schätzung vom Jahr 2006 leben 62.295 mazedonische Staatsbürger in Deutschland.[1] Quellen von der Republik Mazedonien behaupten, dass die tatsächliche Zahl bei etwa 85.000 liegt.[2]

Die ursprüngliche Muttersprache der Deutsch-Mazedonier ist die mazedonische Sprache, daneben wird als Fremdsprache – und zunehmend auch als Muttersprache – vor allem Deutsch gesprochen. Sie sind überwiegend mazedonisch-orthodoxe Christen.

Die Mazedonier leben größtenteils in den Bundesländern Bayern, Berlin, Niedersachsen und Baden-Württemberg. Die Städte mit den größten Anteilen an mazedonischer Bevölkerung sind Berlin, Nürnberg, Ingolstadt, Aalen, Hannover und Stuttgart.[1][2]

Zu den mazedonischen Staatsbürgern Deutschlands zählen auch sehr viele ethnische Albaner aus Mazedonien, die dort rund 25 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen und somit fester Bestandteil der multi-ethnischen Struktur des Landes sind. Dadurch kann die genaue Zahl der Slawischen Mazedonier in Deutschland ungenau beziffert werden, da ein großer Teil der mazedonischen Staatsbürger Albaner sind. (mehr Informationen zur ethnischen Struktur und der Minderheitenpolitik Mazedoniens siehe: Albaner in Mazedonien oder Mazedonien#Politik)

Organisation und Religion[Bearbeiten]

Die Mazedonier in Deutschland sind überwiegend orthodoxe Christen. Im Rahmen der mazedonisch-orthodoxen Kirche oder der MPCO organisiert sich heute die Mehrheit der Auswanderer. Die meisten dieser Organisationen wurden in den frühen 1990er Jahren gegründet, bald nach dem Zerfall Jugoslawiens und somit der Gründung der Republik Mazedonien. Die ursprüngliche Kirchengemeinde wurde um 1980 in Hamburg gegründet, und bald darauf waren sechs weitere MPCO-Gemeinden in der Bundesrepublik etabliert. Die MPCO-Gemeinden haben ihre eigenen Kirchen, in denen viele Mazedonier für Ostern und Weihnachten zusammenkommen. Die größten sind:

Die MPCO-Gemeinden fördern die mazedonisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, die traditionelle mazedonische Folklore und das Brauchtum aus der Heimat. Sie fördern außerdem die Instandhaltung des mazedonischen Erbes, der Sprache und der Traditionen der Mazedonier in Deutschland.

Zu den anderen christlichen Minderheiten in der mazedonisch-deutschen Gemeinde gehören die griechischen Katholiken, Ost-Katholiken, ein paar Unierte und einige Protestanten. Ein nicht kleiner Teil der Mazedonier sind muslimisch. Diese muslimischen Mazedonier werden Torbeschen genannt. Heute können viele Mazedonier allerdings inzwischen zu den Nichtreligiösen, Irreligiösen und Agnostikern sowie Säkularen gezählt werden.

Sport[Bearbeiten]

Es gibt mehrere mazedonische Sportvereine und -mannschaften in Deutschland. Zu den bekanntesten zählt FK Makedonija 1970 aus Berlin.[10]

Bekannte Deutsch-Mazedonier[Bearbeiten]

Alexander Veljanov

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Zahlen für 2006
  2. a b Makedonci vo Svetot
  3. MPCO Berlin-http://www.mpco-berlin.de/
  4. MPCO Hannover-http://www.mpc-sv-spas.de/
  5. MPCO Nurenberg-http://www.mpc-nurnberg.de/
  6. MPCO Ingolstadt-http://www.svetinikola.de/
  7. MPCO Stuttgart-http://www.svkim.de.vu/
  8. MPCO Aalen-http://www.sv-dimitrija.de/index.html
  9. M.P.C Europe
  10. FK Makedonija-http://www.fkmakedonija.de/index.html