Mein Leben & Ich

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Seriendaten
Originaltitel Mein Leben & Ich
Mein Leben & Ich Logo.jpg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) 2001–2007
Produktions-
unternehmen
SONY Pictures Film und Fernseh Produktions GmbH
Länge 23 Minuten
Episoden 74 in 6 Staffeln
Genre Comedy
Idee Paula A. Roth
Musik Sixpence None the Richer - There she goes
Stretch Princess - Oooh!
Erstausstrahlung 14. September 2001 auf RTL
Besetzung

Mein Leben & Ich ist eine von 2001 bis 2009 erstmals ausgestrahlte deutsche Fernsehserie um den Alltag der von Wolke Hegenbarth gespielten Schülerin Alexandra „Alex“ Degenhardt.

Allgemeines[Bearbeiten]

Produziert wurde Mein Leben & Ich von der Produktionsfirma Sony Pictures Film und Fernseh Produktions GmbH. Ausgestrahlt wurde die Serie in Deutschland bei RTL und später auch noch von super RTL. Stilistisch und thematisch ähnelt die Serie der US-Produktion Willkommen im Leben (original My So-Called Life), auch wenn diese als Drama angelegt war. Im Gegensatz zu dieser zeigt Mein Leben und ich jedoch starke Ähnlichkeiten zu der US-Zeichentrickserie Daria. In beiden Serien ist die Hauptfigur ein ziemlich zynisches Mädchen – im Gegensatz zu Willkommen im Leben, wo diese eher verträumt ist.

Bis 2009 wurden von Mein Leben & Ich sechs Staffeln mit insgesamt 74 Folgen ausgestrahlt. Die Serie wird auch in anderen europäischen Ländern gesendet. In Österreich läuft sie z.B. im Mittagsprogramm des ORF, in Frankreich wird sie unter dem Titel Ma vie à moi von France 2 ausgestrahlt, in Finnland heißt sie Elämä on Laiffii, in Spanien Mi Vida y Yo und in Russland Моя жизнь и я.

Die Serie war für mehrere Fernsehpreise nominiert und gewann einige Auszeichnungen. Wolke Hegenbarth gewann 2004 für ihre Darstellung der Alex den Deutschen Comedypreis; die Serie selbst war in den Jahren 2002, 2004, 2005 und 2006 jeweils für diesen Preis nominiert. Für den Deutschen Fernsehpreis war die Serie 2002 und 2004 nominiert, hinzu kamen 2002 und 2003 insgesamt drei Nominierungen für den Grimme-Preis.

Am 19. Oktober 2007 gab die Produktionsfirma nach 74 Folgen das Ende der Serie bekannt, da der Fernsehsender RTL eine siebte Staffel nicht mehr in Auftrag gegeben hatte.

Am 3. November 2008 erschienen die ersten beiden Staffeln auf DVD. Beim Bonusmaterial der ersten Staffel ist als Preview jeweils eine komplette Folge der folgenden Staffel enthalten, dabei auch eine Folge aus Staffel 6, die bis 2009 nicht im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Am 6. April 2009 erschienen die Staffeln drei und vier auf DVD und am 24. Juli 2009 schließlich die Staffeln fünf und sechs. Der Release wurde von der Firma Turbine Medien umgesetzt. Die DVD enthält anstelle des in der deutschen Ausstrahlung verwendeten Soundtracks den alternativen der internationalen Ausstrahlung, da für den RTL-Soundtrack den Angaben von Turbine zufolge eine Lizenzierung nicht möglich war.

Besetzung[Bearbeiten]

Hauptfiguren[Bearbeiten]

Wolke Hegenbarth spielte Alex Degenhardt
Alexandra „Alex“ Degenhardt
Alex (Wolke Hegenbarth) ist die Protagonistin der Serie. Sie interessiert sich kaum für ihre Mitmenschen. Und wenn sie sich mit den Leuten in ihrem Umfeld beschäftigt, dann häufig nur, indem sie sie auf sarkastische Weise beleidigt. Alex' Hobbys sind Lesen, Fotografieren und Tagebuchschreiben. Letzteres bietet auch die Rahmenhandlung der Serie. Aufgrund ihrer Abneigung gegen andere Menschen versucht sie, diesen aus dem Weg zu gehen, doch ist sie häufig – meistens ausgelöst durch Claudia – gezwungen, sich mit deren Problemen zu beschäftigen.

Familie[Bearbeiten]

Gottfried Vollmer spielte Hendrik Degenhardt
Hendrik Degenhardt
Hendrik (Gottfried Vollmer) ist Ankes Ehemann und der Vater von Alex und Basti. Von Beruf ist er Designer von Autos. Designen ist auch sein großes Hobby: Hendrik schließt sich häufig in die Garage ein, um etwas für sich Wichtiges zu gestalten. Wenn es allerdings um handwerkliche Tätigkeiten geht, verhält er sich meistens ungeschickt.
Maren Kroymann spielte Anke Degenhardt
Anke Degenhardt
Anke (Maren Kroymann) ist Hendriks Ehefrau und Mutter von Alex und Basti. Zu Anfang der Serie ist sie Therapeutin. Zu Hause befasst sie sich häufig mit den Problemen in ihrer Familie, besonders mit denen von Alex und Basti, die diese allerdings nicht als Probleme sehen. Außerdem ist Anke diejenige in der Familie, die sich am besten mit Claudia versteht.
Frederik Hunschede spielte Sebastian Degenhardt
Sebastian „Basti“ Degenhardt
Basti (Frederik Hunschede) ist Alex' kleiner Bruder. Schon zu Beginn der Serie können Alex und er sich nicht leiden. Meistens gehen sie sich aus dem Weg und reden nur selten miteinander. Basti ist bei Mädchen beliebt, weswegen er sich häufig arrogant verhält.

Freunde[Bearbeiten]

Nora Binder spielte Claudia Fischer
Claudia Fischer
Claudia (Nora Binder) sieht sich selbst als Alex' beste Freundin, auch wenn die das ganz anders sieht. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist, sich in das Leben ihrer Klassenkameraden einzumischen. Sie redet schnell und viel, was Alex echt nervt.
Nikolaus „Niko“ Pütz
Niko (Sebastian Kroehnert) ist ein Freund von Claudia und sieht sich auch als Freund von Alex, was Alex ebenfalls nervt. Nikos Eltern können ihn nicht ausstehen, genau wie seine Klassenkameraden.
In der letzten Folge der vierten Staffel bricht Niko die Schule ab und erklärt seinen Freunden und seiner Familie, dass er nach Berlin ziehen werde. Allerdings taucht er zu Beginn der fünften Staffel in einer Videothek wieder auf, in der er als Geschäftsführer Schulden abarbeiten muss. Als Alex ihn entdeckt, stellt er sie als Verkäuferin ein.

Nebenfiguren[Bearbeiten]

Daniel Kaminski
Daniel (Toni Snetberger) geht in die gleiche Klasse wie Alex und Claudia. Es erscheint häufig so, dass Alex in ihn verliebt ist, allerdings gesteht sie sich das nicht wirklich ein. Alex ist die einzige in der Klasse, die weiß, dass seine Mutter ein Alkoholproblem hat und Daniel sich deswegen um seinen Bruder kümmern muss. Als das Problem mit seiner Mutter nicht mehr zu bändigen ist, zieht er mit seinem Bruder nach Dortmund. Kurz bevor es dazu kommt, küssen Alex und er sich, woraufhin Alex sehnsüchtig auf seinen Anruf wartet, als er in Dortmund ist.
Kai
Kai (Ole Tillmann) ist in der fünften Staffel Angestellter in Nikos Videothek, in der auch Alex arbeitet. Kai ist arrogant und selbstverliebt. Er verbringt die meiste Zeit in der Videothek damit, die Kunden zu beleidigen oder im Büro mit Niko zu faulenzen. Alex und er können sich nicht ausstehen, Niko und Basti verstehen sich allerdings gut mit Kai. Aus diesem Grund laufen Alex und Kai sich immer wieder über den Weg.
Weitere
Rolle Schauspieler Staffel
Sabine Judith Hoersch 1–4, 6
Stefan Jonas Faust 1–6
Moni Anisá Gebhard 2–6
Angie Ines Lutz 2–4
Carsten Bastian Sierich 2–3
Daniel Kaminski David Trovo 1–4
Oliver Arne Lenk 3–4
Dr. Orthmanns Udo Schenk 1–3, 5
Ulla Nadja Zwanziger 2, 4–6
Caro Katrin Filzen 5
Frieda Silke Dutz 5
Dr. Reimann Sylvester Groth 3–6
Nina Anna Fischer/Nikola Kastner 5–6
Thomas André Willmund 6

Drehorte[Bearbeiten]

Mein Leben & Ich wurde von 1999 bis 2007 im Auftrag von RTL von der Produktionsfirma Sony Pictures Film und Fernseh Produktions GmbH gedreht. Die Serie spielt in Köln. Dabei spielen viele Szenen in einem Familienhaus. Tatsächlich wurde nur in der Pilotfolge (1999) in einem echten Familienhaus, welches in Köln steht, gedreht. In den ehemaligen MMC Studios 14 und 15 Hürth wurde das Haus von innen und außen so originalgetreu wie möglich nachgebaut. Dort wurden die restlichen Folgen abgedreht. Die in der Serie zu sehenden Dachszenen wurden in einem extra aufgestellten umgebauten Container auf dem Gelände der MMC Hürth unter freien Himmel sowie in den Studios abgedreht. Fünfzig Prozent der Serie waren Außendrehs. So sind einige lokale Geschäfte, die wirklich in Köln existieren, und die Schule in der Serie zu sehen. Zu den bekanntesten zählen hier das Hansagymnasium Köln (welches in der Serie ebenfalls so heißt), das anyway und das Limit (welche in der Serie schlicht „Café“ genannt werden) sowie die Traumathek (welche in der 5.Staffel genauso hieß, aber dann in der 6. Staffel in Nikothek umbenannt wurde).

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Die Serie war viermal für den Deutschen Comedypreis nominiert, wurde aber kein einziges Mal ausgezeichnet. Bei drei Nominierungen gewann Wolke Hegenbarth im Jahr 2004 einen Preis. Mein Leben & Ich war für sehr lange Zeit, mit sieben Nominierungen, die am häufigste nominierte Sendung aller Kategorien.
  • Ähnliches gilt für den Deutschen Fernsehpreis: Bei insgesamt vier Nominierungen, unter anderem als beste Sitcom, beste Comedyserie, beste/r Schauspieler/in, kam die Serie in keiner einzigen Kategorie zu einem Preis.
  • Die zugrundeliegenden Drehbücher waren teilweise in den USA geschrieben worden und wurden dann dem deutschen Markt angepasst.
  • Die sechste und letzte Staffel wurde von RTL, obwohl bereits im Jahr 2007 gedreht, erst ab November 2009 und auf nicht sehr attraktiven Sendeplätzen ausgestrahlt – in der Nacht zu Samstag bzw. am frühen Sonntagmorgen.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manuel Weis: RTL sendet neue «Mein Leben & Ich»-Folgen. Quotenmeter.de, 19. November 2009, abgerufen am 28. September 2011.