Deutscher Fernsehpreis

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Der Deutsche Fernsehpreis ist ein Fernsehpreis, der im Oktober 1998 von den Fernsehsendern ARD, ZDF, RTL und Sat.1 gegründet wurde. Als Vorbild diente der US-amerikanische Fernsehpreis Emmy, wenngleich der Deutsche Fernsehpreis nicht von einer Fernsehakademie vergeben wird. Die beiden ehemaligen Fernsehpreise Telestar (Das Erste und ZDF) und Goldener Löwe (RTL) gingen im Deutschen Fernsehpreis auf.

Die Preisverleihung findet seit 1999 jedes Jahr Ende September bzw. Anfang Oktober statt. Bisher wurden alle Preise im Kölner Coloneum vergeben.

Logo vom Deutschen Fernsehpreis 2009

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Kriterien der Preisverleihung

Ziel des Deutschen Fernsehpreises ist es, die Qualität des deutschen Fernsehprogrammes zu fördern und hervorragende Leistungen für das Fernsehen zu würdigen. Kriterien und Procedere sind in einem Statut geregelt.

Für den Preis qualifizieren sich alle Fernsehproduktionen deutschen Ursprungs oder mit maßgeblicher kreativer und wirtschaftlicher Mitwirkung durch deutsche Auftraggeber, die bundesweit zwischen dem 1. September des jeweiligen Vorjahres und dem 31. August des laufenden Jahres ausgestrahlt wurden.

In jeder Preiskategorie werden nicht früher als vier Wochen vor der Verleihung jeweils drei bis fünf Nominierungen bekanntgegeben. Jeder Nominierte erhält eine Urkunde. Die Preisträger erhalten die Preisskulptur und eine Urkunde. Abgesehen von den Förderpreisen sind die Preise undotiert. Außerdem können Preise wie der Sonderpreis, die Förderpreise oder der Ehrenpreis der Stifter ohne vorherige Nominierung vergeben werden.

Einen Eklat gab es im Jahr 2008, als Marcel Reich-Ranicki während der Gala den ihm zugedachten Fernsehpreis ablehnte. Er wollte damit vor allem auf die seiner Meinung nach miserable Qualität des Programms im deutschen Fernsehen hinweisen.[1]

[Bearbeiten] Jury

Über die Nominierungen und Preisträger entscheidet eine unabhängige Jury, die aus neun bis zwölf Mitgliedern besteht, die für jeweils zwei Jahre berufen werden, wobei eine Wiederberufung nach diesem Zeitraum möglich ist. Die Mitglieder der Jury dürfen zu Rundfunk- und Fernsehanbietern in keinem arbeitsrechtlichen Verhältnis stehen.

Sender, die Fernsehproduktionen selbst herstellen oder herstellen lassen und die bundesweit empfangbar sind, können der Jury je zwei Vorschläge pro Kategorie unterbreiten. Darüber hinaus können die Jurymitglieder unbeschränkt in alle Kategorien Vorschläge einbringen. Auch Fachverbänden kann das Vorschlagsrecht gegeben werden.

Aus allen Vorschlägen werden per Mehrheitsentscheid zunächst drei Nominierungen, sodann aus den Nominierungen die Preisträger von der Jury gewählt.

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste Verleihung fand am 2. Oktober 1999 in Köln statt. Jedes Jahr ist ein anderer der beteiligten Sender Ausrichter der Verleihung: Der Turnus begann mit RTL (1999), gefolgt von ZDF (2000), SAT.1 (2001) und ARD/WDR (2002).

[Bearbeiten] Bisherige Preisträger


[Bearbeiten] Preise, Auszeichnungen und Ehrungen

2007: Preis der beleidigten Zuschauer für den „Kauf“ von „Fans“ zur Verleihung 2006 in Köln-Ossendorf.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Reich-Ranicki lehnt Deutschen Fernsehpreis ab Spiegel Online; letzter Abruf 16. September 2009

[Bearbeiten] Weblinks

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