Meteoalarm
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meteoalarm
alerting europe for extreme weather
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|---|---|
| Organisationsart | Partnerschaft |
| Status | Gemeinschaftseigentum der Inhalte[1] |
| Sitz der Organe | |
| Mitgliedstaaten | 32 |
| Amts- und Arbeitssprachen |
31 |
| Gründung |
2007 |
| Oberorganisation | EUMETNET |
| Website von Meteoalarm | |
| Unwetterwarndienst-Verbund der nationalen Wetterdienste | |
Meteoalarm ist ein Unwetterwarnsystem und das Unwetterportal der EUMETNET.
Inhaltsverzeichnis |
Technologie[Bearbeiten]
Warnsystematik[Bearbeiten]
Das System[2] umfasst folgende extreme Wetter (Stand 2012):
- Wind (Sturmböen und Starkwindereignisse)
- Schnee/Eis (Schneefälle, Glatteis, Blitzeis, Schneesturm, uä.)
- Gewitter
- Nebel
- Extrem hohe Temperatur (Hitzewellen)
- Extrem niedrige Temperatur (Kältewellen)
- Küstenereignis (Sturmfluten)
- Waldbrand
- Lawinen (Lawinengefahren)
- Regen (Starkregen mit Hochwassergefahr)
Diese werden mit einfachen Piktogrammen dargestellt.
Klassifizierung[Bearbeiten]
Die Klassifizierung der Gefahrstufen erfolgt nicht nach einer absoluten, sondern nach einer Skala der lokalen Häufigkeit (Jährlichkeit), die die regionalen Witterungs- und Wettergegebenheiten berücksichtigt, aber die Ausnahmesituation vor Ort vergleichbar macht:
| Warntyp | Wind, Regen, Schnee | Gewitter (einschl. Hagel) | Glatteis | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Farbe | Häufigkeit des Ereignisses | Charakteristik des Ereignisses | bedeutet ? | ||
| Grün | keine Warnung | keine erkennbare Gefahr | |||
| Gelb | weniger als 18 mal / Jahr | Gewitter wahrscheinlich | Glatteis ist in exponierten Lagen nicht ausgeschlossen | Aufmerksamkeit | |
| Orange | weniger als 4 mal / Jahr | Starke Gewitter wahrscheinlich | Glatteis auf Straßen, lokal oder verbreitet | erhöhte Aufmerksamkeit | |
| Rot | weniger als 2 mal / 3 Jahre | Extrem starke Gewitter wahrscheinlich | starkes Glatteis, auch Vereisungen auf Bäumen und elektrischen Leitungen | Extremereignis | |
| Weiß | fehlende Daten | ||||
10 cm Schneefall in 24 Stunden beispielsweise werden also an der Atlantikküste oder im Mittelmeerraum als Ausnahmeereignis klassiert, in den Alpen aber nicht als Warnsitutation angegeben.
Abdeckung[Bearbeiten]
Die Abdeckung erfolgt in Warnklassen für die Länder (und vergleichbaren Verwaltungseinheiten) der beteiligten Staaten. Die ZAMG in Österreich bietet seit August 2012 als erster der Wetterdieste die Alarmstufen – frei im Internet verfügbar – bis auf Gemeindeebene an.[5]
Organisation[Bearbeiten]
Geschichte[Bearbeiten]
Meteoalarm wurde vom Salzburger Meteorologen Michael Staudinger und dem holländischen Meteorologen Frank Kroonenberg entwickelt – Anlass war der Orkan Kyrill[6]. Die Warnplattform meteoalarm.eu (bzw. .info) wird von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien betreut und von der World Meteorological Organization (WMO) unterstützt. Sie wurde 2007 am Welttag der Meteorologie in Madrid präsentiert[7], 2008 umfasst das System Warnungen aus 30 Ländern und ist in 27 Sprachen verfügbar. Es soll auch in das Observing System Research and Predictability Experiment (THORPEX) im Rahmen des World Weather Research Programme (WWRP) der WMO eingehen.[8]
Die beiden Gründer wurden von der EUMETNET mit dem Outreach and Communication Award 2008 ausgezeichnet.[6] Als besonderer Vorzug gilt das intuitive, auf Farben und Piktogrammen aufgebaute, und europaweit vergleichbare Warnsystem.[9] [10]Die Webseite wurde am ersten Tag 12 Millionen mal zugegriffen[11] und verzeichnet seither durchschnittlich 200.000 Zugriffe/Tag.[6]
Internationale Beteiligung der Wetterdienste[Bearbeiten]
Derzeit (Stand 2012) sind 32 staatliche Wetterdienste in Europa an diesem Projekt beteiligt: ZAMG (Österreich), RMI (Belgien), MeteoSchweiz (Schweiz), Cyprus Meteorologicha Service (Cypern), CHMI (Tschechien), DWD (Deutschland), DMI (Dänemark), EMHI (Estland), AEMet (Spanien), FMI (Finnland), Meteo France (Frankreich), HNMS (Griechenland), DHMZ (Kroatien), OMSZ (Ungarn), Metéirann (Irland), VERDUR (Island), METEOAM (Italien), Service météorologique de Luxembourg (Luxemburg), Agentur für Meteorologie und Geodynamik LV (Lettland), Malta International Airport (Malta), KNMI (Niederlande), NWI (Norwegen), IMGW (Polen), IM (Portugal), Meteo Romania (Rumänien), HIDMET (Serbien), SMHI (Schweden), ARSO (Slowenien), SHMU (Slowakei), MetOffice (Großbritannien)
Somit werden mehr als 650 Regionen in ganz Europa (in einem einheitlichen Warnsystem) von Unwettern gewarnt.
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Michael Staudinger: Meteoalarm - ein europäisches meteoroligisches Warnsystem. In: Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB (Hrsg.): SIR-Mitteilungen und Berichte. Nr. 33, 2007 (Originaltitel: Meteoalarm - a meteorological warning system for Europe), ISSN 1026-8367, S. 139–146 (Artikelreferenz IRB).
- Meteoalarm bietet neue Form der europäischen Wetterwarnung. Presseaussendung, ZAMG, 28. April 2010.
Weblinks[Bearbeiten]
- Meteoalarm, Portal
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Nutzungsbedingungen, meteoalarm.eu
- ↑ Über Meteoalarm
- ↑ Hilfe (Allgemeine Hilfe zur Nutzung der METEOALARM Webseite), meteoalarm.eu
- ↑ Legenden auf ZAMG: Wetterwarnung
- ↑ Kompetenz für Wetterwarnungen, ZAMG → News, vom 24. August 2012
- ↑ a b c Berthold Schmid: Salzburger Meteorologe ausgezeichnet. In: Salzburger Nachrichten. 3. Oktober 2008, S. 6.
- ↑ "Meteoalarm" bietet europaweite Wetterwarnungen. In: Umwelt und Klima. ORF Science, 16. März 2007, abgerufen am 5. November 2008.
- ↑ The Observing System Research and Predictability Experiment (THORPEX). In: Atmospheric Research and Environment Programme (AREP): World Weather Research Programme (WWRP). World Meteorological Organization, abgerufen am 5. November 2008 (engl.).
- ↑ Wetterwarnungen. MeteoSchweiz, abgerufen am 5. November 2008 (deutsch).
- ↑ Internationale Auszeichnung für Staudinger auf ORF-Salzburg vom 2. Oktober 2008 abgerufen am 8. Juli 2009
- ↑ Meteoalarm: Europaweite Warnungen vor extremem Wetter. Österreichischer Zivilschutzverband, abgerufen am 5. November 2008.