World Meteorological Organization

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Weltorganisation für Meteorologie
World Meteorological Organization
Organisation météorologique mondiale

Flagge der Organisation

WMO-Hauptsitz
Organisationsart Sonderorganisation
Kürzel WMO, OMM, ВМО (BMO)
Leitung Michel Jarraud
Gegründet 23. März 1950
Hauptsitz Genf
www.wmo.int

Die Weltorganisation für Meteorologie (englisch World Meteorological Organization, kurz WMO; spanische und französische Abkürzung OMM) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Sie ist deren tonangebendes Organ in Belangen der Meteorologie, was den Zustand und das Verhalten der Erdatmosphäre, ihre Interaktionen mit den Ozeanen, das durch sie entstehende Klima und die resultierende Verteilung der Wasserressourcen anbelangt. Die WMO hat 191 Mitglieder in Form von Staaten und Territorien.[1] Ihr Hauptsitz ist in Genf in der Schweiz.

Zielsetzungen[Bearbeiten]

Die WMO soll

  • die weltweite Kooperation bei der Einrichtung von Netzwerken von Wetterstationen für meteorologische, hydrologische und andere geophysikalische Beobachtungen, die meteorologisch relevant sind, unterstützen, sowie die Einrichtung und den Erhalt von Zentren, die meteorologische und verwandte Dienstleistungen bereitstellen, fördern;
  • die Einrichtung und den Erhalt von Systemen zum schnellen Austausch meteorologischer Daten und verwandter Informationen fördern;
  • die Standardisierung von meteorologischen und verwandten Beobachtungen fördern und eine einheitliche Veröffentlichung von Beobachtungen und Statistiken sichern;
  • die Anwendung der Meteorologie in Luftfahrt, Schifffahrt, Wasserproblemstellungen, Landwirtschaft und anderen anthropogenen Aktivitäten vorantreiben;
  • die Aktivitäten in Bereich der operationellen Hydrologie fördern und die enge Kooperation zwischen meteorologischen und hydrologischen Diensten vorantreiben;
  • Forschung und Ausbildung in der Meteorologie und - falls nötig - in verwandten Gebieten stärken und bei der Koordinierung der internationalen Aspekte solcher Forschungs- und Ausbildungsvorhaben mitwirken;

ihre „Vision“ ist die Bereitstellung weltweiter Fachkompetenz und internationaler Kooperation in den Bereichen Wetter, Klima, Hydrologie & Wasserressourcen und verwandter Umweltbereiche, um darüber der Sicherheit und dem Wohlergehen der Menschen in aller Welt sowie dem wirtschaftlichen Nutzen aller Nationen beizutragen.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die WMO ging 1950 aus der 1873 gegründeten Internationalen Meteorologieorganisation (englisch International Meteorological Organization, IMO) hervor. Ihre Gründungskonvention trat am 23. März 1950 in Kraft. Die WMO ist seit 1951 die Fachorganisation der Vereinten Nationen für Meteorologie (Wetter und Klima), operationelle Hydrologie und damit verbundene geophysikalische Wissenschaften. 1979 veranstaltete die WMO in Genf die erste Klimakonferenz (12.–23. Februar).

Seit 2005 ist die Klimakonferenz um das Treffen der Mitglieder des Kyoto-Protokolls (das einzige völkerrechtlich verbindliche Instrument der Klimaschutzpolitik) ergänzt worden (Meeting of the Parties to the Protocol, MOP).

Seit sich die Hinweise verdichten, dass die Globale Erwärmung (seit dem 20. Jahrhundert beobachteter Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere) anthropogen ist und die Folgen der globalen Erwärmung wissenschaftlich untersucht werden gibt es Bestrebungen, diese durch klimapolitische Maßnahmen (zum Beispiel das 2-Grad-Ziel) zu verlangsamen.

Struktur[Bearbeiten]

Die Arbeit der WMO ist in zehn wissenschaftliche und technische Programme gegliedert, die jeweils aus Unterprogrammen bestehen. Wichtigstes Programm ist das World Weather Watch Programme (WWWP), das weltweit auf über 10.000 Wetterstationen zurückgreift und Standards für die Messung, den Austausch und die Verarbeitung meteorologischer Daten entwickelt.

Die WMO-Mitgliedsländer senden bevollmächtigte Fachleute in eine „Kommission für Infrastruktur“ (Commission for Basic Systems), die alle zwei Jahre notwendig gewordene technische Änderungen (Datenstrukturierungen, Datenübertragungsprotokolle, Abkürzungsschlüssel) miteinander abstimmen. Nach entsprechender Einigung werden diese Neuerungen in den WMO Handbüchern 306 und 386 allgemein zugänglich gemacht. Die letzte Sitzung fand in Genf statt.

Auszeichnungen und Preise[Bearbeiten]

  • International Meteorological Organization Prize
  • Professor Dr. Vilho Väisälä Award
  • Norbert Gerbier-Mumm International Award
  • WMO Research Award for Young Scientists

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. WMO, Mitglieder: Members (englisch) bzw. Miembros (spanisch)
  2. WMO: WMO Vision and Mission WMO Website, 19. September 2008