Mike Pinder

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Mike Pinder, 1974

Michael Thomas Pinder (* 27. Dezember 1941 in Birmingham, England) ist ein englischer Rockmusiker. Er ist einer der Gründer der Moody Blues, wo er Keyboards spielte und sang.

Leben[Bearbeiten]

Mike Pinder begann seine musikalische Karriere bei den Rockin’ Tuxedos, absolvierte 13 Monate bei der British Army in Deutschland und war später mit El Riot & the Rebels assoziiert, die auf lokaler Ebene kleine Erfolge hatten. In dieser Band spielten Ray Thomas und John Lodge, mit denen Pinder später bei den Moody Blues wieder zusammentreffen sollte. El Riot (Thomas) löste die Rebels 1963 auf. Pinder und Thomas gründeten anschließend die Krew Cats.

1964 waren Pinder und Thomas in der Originalbesetzung der Moody Blues dabei. Als weitere Musiker hatten sie Denny Laine, Graeme Edge und Clint Warwick angeworben, die zuvor in verschiedenen anderen Birminghamer Gruppen aktiv waren. The Moody Blues erhielten einen Plattenvertrag bei Decca Records und nachdem ihre erste Single wenig erfolgreich war, gelang der Gruppe 1965 mit dem Nachfolger Go Now ein Hitparadenerfolg. Im gleichen Jahr erwarb Pinder ein Mellotron von Streetly Electronics; erstmals setzte er das Instrument auf der Single Love and Beauty ein. Damit war er vermutlich einer der ersten Musiker, der das Mellotron bei einer Aufnahme nutzte. Seiner eigenen Aussage nach hat er auch die Beatles auf dieses Instrument gebracht.

Während die Band - als deren Gründer und Namenserfinder er sich selbst sieht – ab 1974 pausierte, zog Pinder nach Kalifornien. Er verfolgte eine Solokarriere und veröffentlichte 1976 sein Album The Promise. Als der Rest der Gruppe sich 1977 wieder zusammenfand, nahm auch Pinder an den Aufnahmen zum Album Octave teil, das 1978 erschien. An der folgenden Tournee nahm er allerdings nicht teil. Zeitpunkt und Umstände seines endgültigen Ausstiegs aus der Gruppe sind umstritten und waren 1981 Gegenstand eines Rechtsstreits.[1] Spätestens nach dem Erscheinen von Long Distance Voyager im selben Jahr galt Pinder als ehemaliges und Patrick Moraz als neues Bandmitglied.

Pinder arbeitete zeitweilig als Berater für Atari. Bis Mitte der 90er Jahre war nicht viel von ihm zu hören. 1994 erschien dann mit mäßigem Erfolg auf seinem eigenen Label sein zweites Soloalbum mit dem Titel Among the Stars. Ein Jahr später wurde A Planet With One Mind veröffentlicht.

Pinder lebt heute mit seiner Familie in Grass Valley in Kalifornien. Zwei Söhne sind ebenfalls Musiker.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. vgl. Interview Justin Hayward, John Reed Talks to the Moody Blues Frontman, in: Record Collector (1996, gen. Datum unbekannt), S.70

Weblinks[Bearbeiten]