Militärdoktrin

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Eine Militärdoktrin ist eine hochrangige militärische Richtlinie, die die allgemeine Strategie einer Armee mit den Anforderungen, Schwierigkeiten und Vorgängen in ihren Großeinheiten koordiniert. Ein solches Konzept wird meist in idealen und nichtkonstruktiven Maßstäben gedacht, d. h., dass die Schöpfer einer Doktrin ein Ziel vorzugeben suchen, aber keinen Lösungsweg der aktuellen Fragestellungen vorgeben. Diese auszuarbeiten obliegt meist Nachfolgedokumenten oder den Organen der Verteidigungspolitik. Daher wirkt eine Militärdoktrin meist als konstituierendes Dokument. Die NATO definiert eine militärische Doktrin als diejenigen „Grundprinzipien, die das Handeln von Streitkräften anleiten, um ihre Ziele zu erreichen. [Trotz ihres maßgeblichen Charakters] bedürfen sie einer [durchdachten] Anwendung“.[1]

Eine Militärdoktrin kann ebenso für alle Teilstreitkräfte eines Landes gelten wie für eine bestimmte Anzahl, darüber hinaus kann sie mehreren Ländern gemein sein.

Militärische Doktrinen werden im Laufe der Geschichte durch die Veränderung der Kriegführung angepasst.

Inhalte von Militärdoktrinen[Bearbeiten]

Generell behandeln Militärdoktrinen einige grundsätzliche Fragen einer Armee. Praxisorientierte Lösungen ergeben sich dann aus einer Fülle von Unter- und Folgedokumenten. Zu den behandelten Fragen einer Militärdoktrin gehören:

  • Ziele der nationalen Verteidigungspolitik
  • Auftrag der nationalen Streitkräfte sowie der Teilstreitkräfte, oft auch eine Austarierung zwischen den Streitkräften
  • Allgemeine Ausführungen über die Art, die Doktrin umzusetzen.
  • Historische Beispiele der geltenden Doktrin

Beispiele von Militärdoktrinen[Bearbeiten]

USA[Bearbeiten]

Siehe: Militärdoktrin der Vereinigten Staaten

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Belege und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. NATO: AAP-6(2008) (PDF; 2,3 MB), Definition vom 1. März 1973, S. 2-D-9. Abruf am 8. Januar 2012.