Monopolantenne

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VHF-Monopolantenne. Die drei nach unten gerichteten Stäbe stellen die virtuelle Erde („Spiegel“) dar, der Stab nach oben ist der Monopol

Eine Monopolantenne ist eine Antenne, die im Gegensatz zur Dipolantenne nur einen 'Arm' besitzt, dessen an der leitenden Erde gespiegeltes Bild den anderen Arm ersetzt. Monopolantennen werden als Sende- und Empfangsantennen für Längstwelle, Langwelle, Mittelwelle, Kurzwelle bis in den VHF-Bereich eingesetzt. Beispiele für Monopolantennen im VHF-Bereich sind KFZ-Antennen für den UKW-Empfang, wobei statt der Erde die metallische Karosserie als Spiegel dient.

Typische Bauformen ist die Marconi-Antenne (λ/4), welche häufig als selbststrahlender Sendemast ausgeführt ist. Weitere Bauformen von Monopolantennen sind u. a. L-Antennen, T-Antennen und Alexanderson-Antennen.

Angaben für den Antennengewinn eines Monopols hängen davon ab, ob die Strahlungsleistung für den Vergleich isotrop auf den Halbraum () verteilt wird, wie für einen Sendemast mit unendlich ausgedehnter Spiegelfläche angemessen, oder in alle Richtungen (4π, angemessen etwa für eine Stabantenne auf einem Flugzeugrumpf). So findet man für den Gewinn des Viertelwellenmonopols gegenüber dem Halbwellendipol sowohl 1 als auch 2 (entsprechend 0 bzw. 3 dBd).

Literatur[Bearbeiten]

  • Technik der Nachrichtenübertragung Teil 1 Grundlagen der Hochfrequenz. 1. Auflage, Institut zur Entwicklung moderner Unterrichtsmethoden e. V., Bremen, 1980