Movie2k.to

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movie2k.to
http://www.movie2k.to/
Beschreibung Video-on-Demand-Website
Registrierung nicht erforderlich
Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch
Eigentümer unbekannt
Urheber unbekannt
Status offline

Movie2k.to war eine Website, über die Besucher Filme kostenfrei per Streaming ansehen konnten. Eine Registrierung zur Nutzung des Angebots war nicht nötig. Die Seite richtete sich vornehmlich an deutsch- und englischsprachige Besucher.

Ende Mai 2013 war das Angebot nicht mehr abzurufen. Verschiedene neue Websites unter ähnlichen Webadressen wurden kurz darauf online gestellt und proklamierten, sie seien der offizielle Nachfolger von Movie2k.to. Zu dem Zeitpunkt gehörte Movie2k.to zu den zwanzig meistbesuchten Websites in Deutschland.

Geschichte und Konzept[Bearbeiten]

Movie2k.to war eine Video-Plattform für deutsch- und englischsprachige Filme, TV-Serien und pornographische Filme. Nach eigenen Angaben fanden sich auf der Seite Verlinkungen zu über 85.000 Filmen. Die Seite war unterteilt in die Rubriken „Filme“, „TV-Serien“ und „XXX-Filme“. Diese waren wiederum gegliedert in „letzte Updates“ und „empfehlenswerte Filme“, bei Filmen wurden zusätzlich die aktuellen Kinofilme herausgestellt. Zudem wurde eine Suche nach Titeln angeboten.

Laut FAQ wurden Filme durch Movie2k.to weder auf den eigenen Servern gespeichert noch anderenorts hochgeladen; die Seite habe wie eine Suchmaschine funktioniert, die Filme auf dritten Webseiten findet und sodann entweder direkt als Inlineframe (embed code) oder als externe Links einbindet.[1]

Im Laufe des 29. Mai 2013 war das ursprüngliche Angebot unter der Domain Movie2k.to nicht mehr verfügbar.[2] Stattdessen wurde zwischenzeitlich ab dem 31. Mai 2013 auf eine Webseite der Piratenpartei Deutschlands weitergeleitet, ohne dass die Gründe hierfür klar waren.[3][4][5][6] Zum Zeitpunkt seiner Schließung gehörte Movie2k.to zu den zwanzig meistbesuchten Websites in Deutschland.[7]

Anfang Juni 2013 ging ein zunächst augenscheinlich identisches Angebot unter der Domain Movie4k.to online.[8][9] Kurz darauf war unter der Domain Movie2k.tl ebenso Content abrufbar, der, von fehlenden pornografischen sowie englischsprachigen Inhalten abgesehen, ebenfalls dem von Movie2k.to glich.[10]

Rechtslage[Bearbeiten]

In einem Interview mit Welt Online behauptete ein mutmaßlicher Betreiber von Movie2k.to, nicht von Deutschland aus zu agieren, da man dort zivilrechtliche Klagen der Rechteinhaber fürchte. Zudem speichere man keine Daten, um die Anonymität im Internet der Besucher zu wahren. Man halte das Angebot von Movie2k.to für legal, da lediglich Verweise auf andere Webseiten angeboten werden, auf denen die Filme hinterlegt sind.[11] Filmfirmen und die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen schätzen das Online-Angebot von Movie2k hingegen als rechtswidrig ein und bezeichnen die Webseite als „illegales Streaming-Portal“.[12]

Weblinks[Bearbeiten]

  • http://www.movie2k.to/

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FAQ (Version vom 24. April 2013 im Internet Archive) in der Version vom 29. Mai 2013, 14.05 Uhr. Auf: web.archive.org
  2. Siehe letztes funktionierende Memento der Homepage (Version vom 29. Mai 2013 im Internet Archive)
  3. „Andy“: Movie2K Down: The Mystery and Possible Reincarnation Revealed. Auf: torrentfreak.com am 31. Mai 2013
  4. Achim Sawall: Movie2k.to leitet auf Piratenpartei um. Auf: golem.de am 4. Juni 2013
  5. Florian Flade, Lars-Marten Nagel: Warum das Filmportal Movie2k plötzlich offline ist. Auf: welt.de am 31. Mai 2013
  6. Spekulationen um das Streaming-Portal movie2k. Auf: heise.de am 31. Mai 2013
  7. Illegale Streamingseite Movie2k ist abgeschaltet. Auf: focus.de am 31. Mai 2013
  8. Jörg Thoma: Wird aus Movie2K Movie4K?. Auf: golem.de am 1. Juni 2013
  9. Achim Sawall: Betreiber des Nachfolgers Movie4K melden sich zu Wort. Auf: golem.de am 2. Juni 2013
  10. Nico Ernst: Movie2k nach angeblichem Hack wieder online. Auf: golem.de am 12. Juni 2013
  11. Lars Winckler: Jetzt spricht der Filmpirat von Movie2k.com. Auf: welt.de am 19. Juni 2009
  12. GVU-Analyse: Fortschreitende Professionalisierung von illegalen Film-Angeboten im Netz (PDF; 77 kB). Auf: gvu.de am 8. Februar 2013