Municipio Guaqui

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Municipio Guaqui
Basisdaten
Einwohner (Stand)
- Bevölkerungsdichte
9507 Einw. (Fortschreibung 2010)[1]
52 Einw./km²
Telefonvorwahl (+591)
Fläche 183 km²
Höhe 3900 m
Koordinaten 16° 37′ S, 68° 50′ W-16.616666666667-68.8333333333333900Koordinaten: 16° 37′ S, 68° 50′ W
Municipio Guaqui (Bolivien)
Municipio Guaqui
Municipio Guaqui
Politik
Departamento La Paz
Provinz Provinz Ingavi
Zentraler Ort Guaqui
Klima
Klimadiagramm Desaguadero
Klimadiagramm Desaguadero

Das Municipio Guaqui ist ein Landkreis im Departamento La Paz im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien.

Lage im Nahraum[Bearbeiten]

Das Municipio Guaqui ist eines von sieben Municipios der Provinz Ingavi und liegt im nordwestlichen Teil der Provinz. Es grenzt im Westen an das Municipio Desaguadero, im Süden an das Municipio Jesús de Machaca, im Südosten an das Municipio Taraco, im Osten an das Municipio Tiahuanacu, und im Norden an den Titicaca-See.

Das Municipio hat 34 Ortschaften (localidades)[2], Verwaltungssitz des Municipio ist Guaqui mit 695 Einwohnern im zentralen Teil des Municipio. Größte Ortschaft im Municipio ist Puerto Guaqui mit 1.204 Einwohnern. (2001)

Geographie[Bearbeiten]

Das Municipio Guaqui liegt südöstlich des Titicaca-See zwischen den Anden-Gebirgsketten der Cordillera Occidental und der Cordillera Oriental im andinen Trockenklima des Altiplano und war in den vergangenen drei Jahrtausenden von deutlichen Wasserspiegel-Schwankungen des Sees betroffen.

Das Klima ist ein typisches Tageszeitenklima, bei dem die Temperaturunterschiede im Tagesverlauf deutlicher ausfallen als im Jahresverlauf. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt knapp 8 °C, die Monatswerte schwanken nur unwesentlich zwischen 7 °C im Juni/Juli und 9 °C von November bis März. Der mittlere Jahresniederschlag beträgt etwa 670 mm (siehe Klimadiagramm) und fällt vor allem in den Monaten Dezember bis März mit monatlich mehr als 100 mm, von Mai bis August herrscht eine Trockenzeit mit Monatsniederschlägen unter 15 mm.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl des Municipio Guaqui hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten um etwa 60 Prozent zugenommen:

  • 1992: 5.810 Einwohner (Volkszählung)[3]
  • 2001: 7.552 Einwohner (Volkszählung)[4]
  • 2005: 8.608 Einwohner (Fortschreibung)[5]
  • 2010: 9.507 Einwohner (Fortschreibung)[6]

Das Municipio hatte bei der letzten Volkszählung 2001 eine Bevölkerungsdichte von 40 Einwohnern/km². Die Lebenserwartung der Neugeborenen lag bei 63,7 Jahren, und die Säuglingssterblichkeit war von 8,0 Prozent (1992) auf 5,7 Prozent im Jahr 2001 gesunken.

Der Alphabetisierungsgrad bei den über 19-jährigen beträgt 71,1 Prozent, und zwar 88,9 Prozent bei Männern und 55,9 Prozent bei Frauen (2001).

75,4 Prozent der Bevölkerung sprechen Spanisch, 87,9 Prozent sprechen Aymara, und 0,6 Prozent Quechua. (2001)

57,3 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu Elektrizität, 75,6 Prozent leben ohne sanitäre Einrichtung (2001).

68,6 Prozent der insgesamt 2.272 Haushalte besitzen ein Radio, 22,1 Prozent einen Fernseher, 40,9 Prozent ein Fahrrad, 0,4 Prozent ein Motorrad, 2,3 Prozent ein Auto, 1,6 Prozent einen Kühlschrank und 1,2 Prozent ein Telefon. (2001)

Gliederung[Bearbeiten]

Das Municipio untergliedert sich nicht weiter in Kantone (cantones)[7] sondern besteht nur aus dem Cantón Guaqui.

Politik[Bearbeiten]

Ergebnisse der Wahlen zum Gemeinderat (concejales del municipio) bei den Regionalwahlen vom 4. April 2010:[8]

Wahl-
berechtigte
Wahl-
beteiligung
gültige Stimmen MAS-IPSP M.P.S. MSM AS
3.841   3.409 2.058   764 456 451 387
  88,8 % 60,4 %   37,1 % 22,2 % 21,9 % 18,8 %

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 2,19 MB)
  2. Observatorio Bolivia Democrática (OBD)
  3. Instituto Nacional de Estadística (INE) 1992
  4. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2001
  5. Instituto Nacional de Estadística (PDF; 196 kB)
  6. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 2,19 MB)
  7. Instituto Nacional de Estadística
  8. Acta de Cómputo Nacional Elecciones Departamentales, Municipales y Regional 2010

Weblinks[Bearbeiten]